Regionalliga

RWE schlägt Außenseiter VfB Homberg deutlich

Bitte nicht stören: Rot-Weiss Essens Marcel Platzek feiert sein Tor gegen Homberg.

Bitte nicht stören: Rot-Weiss Essens Marcel Platzek feiert sein Tor gegen Homberg.

Foto: Tillmann/FFS

Homberg.  Rot-Weiss Essen gewinnt das Spiel beim VfB Homberg 4:0 souverän und bleibt vorerst Tabellenführer in der Regionalliga West.

Früh geführt, klar gewonnen, Tabellenspitze verteidigt. Rot-Weiss Essen begann beim VfB Homberg hochkonzentriert und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Die Essener siegten beim biederen Tabellenfünfzehnten mit 4:0 (3:0) und erlebten im PCC-Stadion einen relativ entspannten Nachmittag. Der Zweikampf an der Tabellenspitze der Regionalliga geht damit in die nächste Runde.

RWE: Die Konkurrenz patzt nicht

Schon vor dem Anpfiff waren die Verantwortlichen von Rot-Weiss im Netz am Ball Während sich die Mannschaften aufwärmten, schaute RWE-Vorstand Marcus Uhlig hin und wieder mal aufs Handy, um zu sehen, was denn so der Konkurrent Borussia Dortmund auf Schalke machte. Der BVB lag zunächst zurück, drehte aber die Partie und gewann schließlich deutlich mit 5:1.

RWE-Trainer Neidhart stellt um

Doch dann galt der Blick der eigenen Mannschaft, denn die hatte ja auch ihre Aufgabe zu lösen und mussten nun nachlegen. RWE-Trainer Christian Neidhart hatte etwas umgestellt, sicher auch den schwierigen Platzverhältnissen geschuldet. Der Boden war tief und alles andere als ein Teppich. Da war Kampfkraft und Zweikampfstärke gefragt und weniger filigran Finesse. Felix Weber kam in der defensiven Dreierkette zu seinem Startelf-Debüt. Felix Backszat verstärkte das Mittelfeld und Marcel Platzek stürmte gemeinsam mit Simon Engelmann.

In “Backa” und “Platzo” hatte RWE auch zwei weitere kopfballstarke Spieler aufgeboten, denn lange Bälle waren an diesem Tag ein probates Mittel, um das tiefe Geläuf möglichst unkompliziert zu überbrücken - sozusagen old school britisch Die Essener waren heiß, das war zu spüren. Sie zeigten von Beginn Entschlossenheit und Biss. Der Außenseiter, der gegen den Tabellenführer längst nicht so defensiv auftrat wie unter der Woche RWE-Gegner Gladbach II, sollte erst gar nicht Hoffnung schöpfen. Und die Ansage war auch klar: Endlich mal früh für klare Verhältnisse sorgen.

RWE sorgt früh für klare Verhältnisse

Und da sollte den Gästen auch gelingen. Schon nach vier Minuten klingelte es im Kasten der Homberger. Platzek warf sich mit Wucht in einen Ball und verlängerte auf Sandro Plechaty, dessen Schuss am langen Pfosten ins Aus zu rollen schien. Aber wer stand da hinten mal wieder goldrichtig und schob den Ball ins Netz zur frühen 1:0-Führung.

Platzek-Treffer bringt Ruhe ins Spiel

Die Gäste suchten weiter den Weg nach vorn. Und wieder war es Willenskraft und Entschlossenheit, die zum Erfolg führten. Hätte Hombergs Mike Koenders ähnlich reagiert wie sein Widersacher, hätte er den Ball wohl klären können, doch so rauschte Platzek in den Zweikampf und hämmerte die Kugel aus sechs Metern gnadenlos ins kurze Eck unter die Latte zum 2:0 (20.). Das brachte schon mal Ruhe ins Spiel. Der Favorit kontrollierte die Partie und verteidigte souverän die wenig gefährlichen Angriffe der Gastgeber. Dennis Grote ist als Abräumer und Ideengeber nicht mehr wegzudenken, das ist seit Wochen offensichtlich. Und es zeigte sich auch diesmal. Der Routinier bewies wieder einmal ein scharfes Auge für die Situation, überraschte den Gegner mit einem feinen Querpass nach außen auf Plechaty, dessen strammer Ball Torwart Gutkowski durch die Hosenträger ins Netz rutschte. 3:0 nach 36. Minuten, das war nicht nur effektiv, sondern vor allem beruhigend. In der Pause dürfte Trainer Neidhart kaum etwas auszusetzen gehabt haben.

Engelmann mit seinem zehnten Saisontreffer

Weiter so, das war die Devise, nur nicht schlampen. Als Grote wieder einmal einen seiner präzisen Pässe auf Engelmann spielt, konnte dieser ganz frei und seelenruhig das 4:0 (55.) markieren. Es war der zehnte Saisontreffer des Torjägers.

Die Rot-Weissen spielte es danach souverän herunter, so wie es sich Neidhart noch unter der Woche gewünscht hatte. Sein Team war jederzeit Herr der Lage. Es ergaben sich weitere Chancen, doch auch so war es endlich mal das erhoffte klare Ergebnis.

Am Mittwoch trifft RWE auf den Wuppertaler SV (19.30 Uhr). (fs)

VfB Homberg - Rot-Weiss Essen 0:4 (0:3)

RWE: Davari - Weber, Heber, Hahn - Grote - Plechaty (66. Endres), Backszat, Kehl-Gomez (62. Harenbrock), Kefkir - Platzek (70. Young), Engelmann (62. Condé). Schiedsrichter: Weller. Tore: 0:1 Engelmann (4.), 0:2 Platzek (20.), 0:3 Plechaty (36.), 0:4 Engelmann (55.).

Das Spiel zum Nachlesen im RevierSport-Live-Ticker:

Homberg - Essen
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