Regionalliga

RWE macht in der Schlussphase alles klar und gewinnt 4:1

Marcel Platzek und Kevin Grund bejubeln einen Essener Treffer

Marcel Platzek und Kevin Grund bejubeln einen Essener Treffer

Foto: Thorsten Tillmann

Essen.  Rot-Weiss Essen tut sich gegen Lotte zunächst schwer, dominiert beim Heimspiel die Schlussphase und erzielt ab der 90. Minute zwei Treffer.

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Rot-Weiss Essen bleibt mit dem dritten Sieg in Folge in der Spur und Spitzenreiter SC Verl auf den Fersen.. Allerdings mussten die Essener gegen die Sportfreunde Lotte alles investieren, um den 4:1 (1:1)-Sieg einzufahren. Die Gäste zeigten allerdings ein gutes Spiel, eine so deutliche Niederlage hatten sie nicht verdient. Als RWE die entscheidenden Treffer drei und vier durch Joshua Endres und Hamdi Dahmani setzten, waren sie bereits in Unterzahl.

Die Rot-Weissen durften unter der Woche ganz offiziell das Toreschießen üben. Neun Stück schenkten sie dem Oberligisten Spvg. Schonnebeck im Achtelfinale des Verbandspokals ein. Im Liga-Alltag konnten sie nun drei Tage später gegen Lotte zeigen, ob die Übungseinheit gefruchtet hat.

RWE gerät gegen Lotte früh in Rückstand

RWE-Trainer Christian Titz hatte den Gegner zuvor klar typisiert: “Es ist eine Umschalt-Mannschaft.” Und das war auch angesichts der Aufstellung des Gastgebers zu erkennen. Dennis Grote durfte mal wieder als Sechser auflaufen, dafür agierte der zweikampfstarke Marco Kehl-Gomez etwas offensiver.

Genutzt hat es nichts. Nach zehn Minuten zeigte der Gast genau das, was ihn auszeichnet. RWE verlor den Ball vor dem eigenen Strafraum, der Pass in die Tiefe erreichte Kevin Freiberger, der allein vor dem Tor aus spitzem Winkel cool zur 1:0-Führung traf.

Ausgerechnet Freiberger, den die Essener im Sommer ziehen ließen, weil er nicht so recht zur Spielidee passen wollte. In Lotte indes scheint er goldrichtig aufgehoben zu sein. Beim Umschalten hat der pfeilschnelle Stürmer genug Raum. Aber auch im Zweikampf zeigte er Geschick und Durchsetzungsvermögen. Nach einem langen Ball in den Strafraum behauptete er sich gegen Daniel Heber, setzte zum Fallrückzieher an, traf aber nur den Außenpfosten (19.). Eine ganz starke Aktion.

Nach einer halben Stunde wird Essen stärker

Die Gastgeber versuchten zu antworten, doch sie taten sich schwer gegen den kompakten Widersacher. Sie fanden kein Mittel, zu selten ging es flott und steil nach vorn. Geduld ist ja gut und schön, aber es fehlte der Druck. Und hinten mussten die Essener höllisch aufpassen, nicht ausgekontert zu werden.

Eine halbe Stunden lang hatten die Rot-Weissen kaum eine gefährliche Szene vor dem gegnerischen Tor. Die Standards, Ecken und Freistoß, waren bis dahin ziemlich harmlos. Doch RWE wurde besser und schließlich stand ihnen kurz vor der Pause auch das Glück zur Seite. Der fleißige Kehl-Gomez schlug den Ball in den Lotter Strafraum,wo Marcel Platzek lauerte. Dicht bei ihm Lottes Innenverteidiger Matthias Rahn, der den Ball ins eigene Tore lenkte zum 1:1-Ausgleich (44.).

In der zweiten Halbzeit ist Feuer im Spiel

Hallo wach. Kaum war die zweite Hälfte angepfiffen durften die Essener erneut jubeln. Lotte ließ ziemlich unbeteiligt eine kurze Ecke zu, Kevin Grund konnte in Ruhe flanken und Platzek köpfte ein zum 2:1 (48.). Spiel gedreht. Nicht nur dass, denn Lotte wirkte angeschlagen. Nach einen Krasniqi-Freistoß hatte Kefkir die große Chance, doch er verzog knapp. Nach sehenswerten Kombination wollte es Kefkir zu schön machen, spielte quer in die Füße des Gegenspieler, anstatt selbst zu schießen (54.). Chancen vertan.

Zehn Minuten lang schien es, dass RWE die Entscheidung erzwingen würde, dann hatten sich die Sportfreunde erholt und mischten wieder munter mit. Nach einer Ecke (eine zweifelhaft Entscheidung) brannte es lichterloh im Fünfmeterraum der Gastgeber, die Glück hatten, dass der Ball nur das Lattenkreuz tuschierte.

Aber nun war Feuer im Spiel, es wurde gefightet und gegrätscht, intensiv nennt man das wohl.

RWE dominiert die Schlussphase und trifft

Die Essener hatten in der Schlussphase den Sieg mehrmals auf dem Schuh. Zweimal vergab der eingewechselte Hamdi Dahmani. Zunächst zielte er nach einem Konter bei eigener 4:3-Überzahl über das Tor (83.), dann verzog er nochmals allein vor Keeper Peitzmeier (85.).

Dann aber doch noch die vorzeitige Erlösung. Joshua Endres startete durch und versenkte die Kugel ins lange Eck zum 3:1 (90.). Hamdi Dahmani erhöhte nochmals (90.+4).

Rot-Weiss Essen - SF Lotte 4:1 (1:1)

RWE: Golz - Sauerland, Heber, Hahn, Grund - Grote (70. Dahmani) - Krasniqi (62. Endres), Condé (76. Neuwirt), Kehl-Gomez - Platzek (86. Bichler), Kefkir.

Schiedsrichter: Hüwe. Zuschauer: 8285.

Tore: 0:1 Freiberger (10.), 1:1 Rahn (44./ET), 2:1 Platzek (48.), 3:1 Endres (90.), 4:1 Dahmani (90.+4).

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot gegen Langlitz (81. Foulspiel)

Das Spiel zum Nachlesen im Live-Ticker:

Essen - Lotte
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