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RWE gewinnt Testspiel mit 17:0 - und Otto Rehhagel sieht zu

RWE-Sportdirektor Jürgen Lucas spricht - Otto Rehhagel (2. v. l.) hört zu.

RWE-Sportdirektor Jürgen Lucas spricht - Otto Rehhagel (2. v. l.) hört zu.

Foto: Kevin Lenk

Essen.  Mit 17:0 gewann Regionalligist Rot-Weiss Essen einen Test beim B-Kreisligisten TuS Helene Essen. Helene feiert seinen 90. Geburtstag.

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Mit 17:0 gewann Regionalligist Rot-Weiss Essen ein Testspiel beim B-Kreisligisten TuS Helene Essen - doch um das Ergebnis ging es nur am Rande. Denn der Grund für das Schützenfest im Essener Norden war ein freudvoller: Helene, gegründet im Jahre 1928, feiert seit Mai 2018 seinen 90. Geburtstag. „Als die Anfrage kam“, erzählt RWE-Sportdirektor Jürgen Lucas, „musste ich nur eine Sekunde nachdenken um zuzusagen.“ Für den 48-Jährigen war das Aufeinandertreffen zum Jubiläum eine Herzensangelegenheit. Lucas selbst war von 1998 bis 2006 Trainer bei den Altenessenern.

Das Jubiliäumsspiel selbst verlief für den Veranstalter indes nicht ganz so erfreulich. Mit 0:17 (0:8) unterlag der Heimatverein der Essener Trainer-Ikone Otto Rehhagel den Bergeborbeckern. Die Treffer erzielten Ismail Remmo (1), Florian Bichler (1), Lukas Scepanik (1), Enzo Wirtz (2), Timo Brauer (2), Benjamin Baier (3), Kevin Freiberger (3) und der erst 18-jährige Mervan Aydin (4).

Rehhagel nach RWE-Sieg: "Ohne Fleiß kein Preis"

RWE-Trainer Karsten Neitzel war mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden – gerade die Einstellung in diesem Testspiel überzeugte den gebürtigen Dresdner: „Wie man gesehen hat, haben die Spieler den Ball nach einem Tor immer direkt aus dem Netz geholt“, erklärt der Trainer. „Wenn der Gegner Anstoß hatte, sind die Jungs sofort vorne angelaufen. Ich bin zufrieden mit dem Spiel.“ Einzig die Chancenauswertung seiner Mannschaft hat den 50-Jährigen nicht überzeugt: „Wir haben viel zu wenig Tore geschossen. Das ist das Grundfazit nach diesem Spiel.“

In der Halbzeitpause mahnte der als Ehrengast anwesende Otto Rehhagel die Rot-Weissen mit all seiner Erfahrung zur Realität. „Den Rot-Weissen wünsche ich, dass sie das Ergebnis und all das, was noch auf uns zukommt, richtig einschätzen können.“ Der 79-Jährige nahm sich vor dem Spiel und in der Halbzeit die Zeit für seine Fans und stand für Autogramme und Fotos zur Verfügung. Seine kurze Rede beendete der Europameister-Trainer von 2004 (Anm. d. Red.: Griechenland schlug Portugal im Finale von Lissabon mit 1:0) mit „einem Satz, der für uns alle gilt: Ohne Fleiß kein Preis.“

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