Niederrheinpokal

RWE erreicht verdient das Halbfinale im Verbandspokal

Torjubel bei RWE: Timo Brauer (l.) und Benjamin Baier (r.) freuen sich.

Torjubel bei RWE: Timo Brauer (l.) und Benjamin Baier (r.) freuen sich.

Foto: Thorsten Tillmann / FUNKE Foto Services

Nettetal.  Erst in der Schlussphase machte Regionalligist Rot-Weiss Essen den 3:0-Pokalerfolg bei Union Nettetal klar. Der Lohn: der Einzug ins Halbfinale.

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Rot-Weiss Essen hat das Halbfinale im Verbandspokal erreicht. Die favorisierten Essener besiegten den Oberligisten Union Nettetal verdient mit 3:0 (0:0). Die Gäste zeigten vor 1750 Zuschauern eine engagierte Leistung und hatten den Gegner jederzeit im Griff. Das klare Ergebnis kam allerdings erst in der Schlussphase zustande.

RWE-Trainer Karsten Neitzel hatte angekündigt, seine Startelf auf ein, zwei Positionen verändern zu wollen. Viele Alternativen bietet ihm der Kader allerdings nicht. Robin Heller stand für Lukas Raeder im Tor, Nico Lucas rückte ebenfalls in die Startelf, auch weil Kai Pröger kurzfristig ausfiel (Magen-Darm). Enzo Wirtz, der “Doppelpacker” vor einer Woche gegen Rödinghausen, stand auch wieder von Beginn an auf dem dunkelgrünen Kunstrasen.

RWE räumt schnell jegliche Zweifel aus

Einen unterklassigen Gegner zu unterschätzen, ist ja immer eine Gefahr im Pokalwettbewerb. Doch der Viertligist räumte alsbald jegliche Zweifel aus. Die Essener starteten engagiert, lauf- und kombinierfreudig. Die Netteltaler, Tabellenneunter der Oberliga, versuchten es über Konter, es blieb ihnen auch gar nichts anderes übrig, denn sie wurden von Beginn an unter Druck gesetzt und in die Defensive gedrängt. Die erste Chance besaß allerdings der Außenseiter, der zuweilen etwas ungestüm zu Werke ging und damit den gegnerischen Spielfluss immer wieder bremste. Nach drei Ecken in Folge kam Marc Paul an der Strafraumkante an den Ball, doch Heller wehrte den Schuss mit dem Fuß ab (14.).

RWE bemühte sich, aus der Überlegenheit auch den Ertrag zu ernten. Nach einem Kopfball von Marcel Platzek rettete Union-Keeper Krahnen mit einem Reflex (18.). Einen Distanzschuss von Lucas entschärfte der Torhüter ebenfalls (32.), Baier verfehlte das Ziel aus 22 Metern knapp (42.). Fazit zur Pause: Die Rot-Weissen waren überlegen, doch die Torgefahr ließ noch etwas zu wünschen übrig.

Direkt nach der Pause setzte der Oberligist erneut den ersten Warnschuss. Touratzidis zog gut 20 Metern ab, doch Heller bestand die Prüfung und lenkte den Ball über die Latte (49.). Dann war es soweit: Pass auf Lukas Scepanik, der dribbelte in den gegnerischen Strafraum und wurde zu Fall gebracht. Elfmeter. Nettetal reklamierte vergeblich, Timo Brauer verwandelte sicher zur verdienten 1:0-Führung (.

Der Favorit blieb am Drücker und ließ Nettetal nur wenig Raum, sich zu entfalten. Die Essener gingen nicht mehr das ganz große Risiko, sondern spielten gegen den insgesamt harmlosen Gegner routiniert die Zeit herunter. Doch ein Highlight gab’s dann doch noch: Scepanik servierte Platzek den Ball per Hacke, und der vollendete volley zum 2:0 (86.). Und einmal das Visier justiert, traf Platzek auch zu 3:0 (90.) auf Vorlage von Remmo. Nun stimmte auch das Ergebnis aus Sicht des Regionalligisten.

Union Nettetal - Rot-Weiss Essen 0:3 (0:0)

RWE: Heller, Heber, Becker, Zeiger, Grund (69. Urban) - Brauer, Baier, N.Lucas (85. Tomiak), Scepanik - Wirtz (89. Remmo), Platzek.

Schiedsrichter: Braun.

Zuschauer: 1750.

Tore: 0:1 Brauer (64., FE), 0:2 Platzek (86.), 0:3 Platzek (90.).

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