Kommentar

RWE-Boss Uhligs Kampf um den Aufstieg scheint legitim

Die Regionalliga West steht vor dem Abbruch – Rot-Weiss Essen (hier Marcus Uhlig) würde dadurch um seine Aufstiegschance gebracht und behaält sich juristische Schritte vor.

Die Regionalliga West steht vor dem Abbruch – Rot-Weiss Essen (hier Marcus Uhlig) würde dadurch um seine Aufstiegschance gebracht und behaält sich juristische Schritte vor.

Foto: dpa Picture-Alliance / Revierfoto / picture alliance/dpa

Essen.  Vorstandschef Marcus Uhlig will RWE in die 3. Liga bringen. Dass er dabei die Hilfe von Anwälten sucht, ist verständlich. Ein Kommentar.

Marcus Uhlig ist derzeit ein gefragter Mann. Wochenlang kämpfte der Vorstandsboss von Rot-Weiss Essen um eine Fortsetzung der Regionalliga West oder trommelte für andere kreative Lösungen – etwa eine zweigleisige 3. Liga. Das Ziel ist klar: RWE soll endlich die Viertklassigkeit verlassen.

RWE arbeitet an einem Konzept für die 3. Liga

Zwei Zähler beträgt der Rückstand Essens auf den SC Verl, dazu haben die Ostwestfalen zwei Partien weniger absolviert. Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) hat nun noch einmal bestätigt, dass der Sportclub in den Relegationsspielen zur 3. Liga gegen den Nordosten den Westen vertreten soll. RWE entwickelt nun mit Anwälten ein Konzept, wonach sowohl Verl als auch Essen die Chance haben, nächste Saison drittklassig zu spielen.

Uhlig und RWE: Schlechte Verlierer?

Diesen Schritt kann man vehement kritisieren. Verl steht in der Tabelle deutlich besser da, die Aufstiegsregelung ist ebenfalls klar festgeschrieben. Außenstehende mögen den Eindruck bekommen, Uhlig und RWE seien schlechte Verlierer. Immerhin ist der Verein in der Tabelle ja lediglich Dritter, der eigentlich verdiente Aufsteiger heißt SV Rödinghausen, hat aber gar keine Lizenz beantragt.

Uhligs Vorgehen scheint legitim

In erster Linie muss sich Uhlig aber um das Wohl seines Vereins kümmern. Und dementsprechend ist es auch legitim, wenn der Verein sich sogar rechtliche Schritte vorbehält. Immerhin gibt es keine Garantie, dass die Verler sich auch bei normalem Verlauf am Saisonende für die Relegationsspiele qualifiziert hätten.

Sicher ist: Das Vorgehen der Essener dürfte auch in anderen Staffeln und Spielklassen interessiert beobachtet werden. Denn auch in anderen Regionen drohen echte Härtefälle. In der Regionalliga Nordost etwa liegen zwischen dem ersten und dritten Platz zwei Punkte, bei unterschiedlicher Anzahl an Spielen. Wie auch immer dort entschieden wird: Ärger ist ebenfalls programmiert. Womöglich bis zur Klage.

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