Rot-Weiss Essen

Rot-Weiss Essen verabschiedet sich aus der Spitzengruppe

Vergeblicher Einsatz: Enzo Wirtz von RWE in Mönchengladbach

Vergeblicher Einsatz: Enzo Wirtz von RWE in Mönchengladbach

Foto: Endberg

Essen.  RWE verliert gegen Mönchengladbach II mit 0:1. Die Mannschaft hat jetzt bereits seit vier Spielen nicht mehr gewonnen.

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Rot-Weiss Essen geht im Angriff immer mehr auf dem Zahnfleisch. Die 0:1 (0:1)-Niederlage bei der U23 von Borussia Mönchengladbach war das vierte Spiel in Folge ohne Erfolgserlebnis. Und so allmählich verabschiedet sich das so verheißungsvoll gestartete Team immer mehr aus der absoluten Spitzengruppe.

Zum Anpfiff im Grenzlandstadion gab es bei den Gästen eine gravierende Änderung: Stürmer Enzo Wirtz, der in den letzten Partien seine Chance bekommen hatte, rückte wieder in die Rolle als Joker - und auf die Bank. Für ihn kam Robin Urban ins Team, somit war Kevin Grund frei für die zentrale Rolle hinter den Spitzen, wo sich Benjamin Baier als eine Art Mittelstürmer versuchen durfte. Die mitgereisten RWE-Fans beteiligten sich in den ersten 18:30 Minuten am bundesweiten Stimmungsboykott. Auch wenn es diesen nicht gegeben hätte: Die Fans wären in den ersten 20 Minuten kaum in Wallung geraten.

Essen kann aus der Platzhoheit ein Kapital schlagen

Bereitwillig überließen die jungen Fohlen den Essenern die Platzhoheit, ohne dass diese daraus groß Kapital schlagen konnten, vorne fehlte einfach die Durchschlagskraft. Erst nach einer halben Stunde nahm die Partie Fahrt auf. Als ein Gladbacher Abwehrspieler die Kugel im Rückwärtsgang verstolperte, konnte sich Baier durchsetzen (29.) doch sein Linksschuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei.

Auf der Gegenseite kamen nun auch die Gladbacher Jung-Profis zu ihren ersten Chancen: Als Keanan Bennetts plötzlich frei vor Lukas Raeder auftauchte, blieb der RWE-Keeper bärenruhig stehen und klärte im letzten Moment mit der Schulter. Wiederum im unmittelbaren Gegenzug hätte die RWE-Führung fallen müssen: Florian Bichler setzte sich bei einem Konter auf der rechten Seite völlig frei durch, seine präzise Flanke geriet bei Lucas Scepanik genau zwischen die Beine statt ins Tor. Das war schon mehr als Pech.

Das Tor fiel auf der Gegenseite: Wieder brauchten die Gladbacher nur zwei schnelle Aktionen, diesmal tauchte Essenschreck Giuseppe Pisano frei vor Raeder auf -- und der Routinier überlupfte Essens Nummer eins ganz cool: 1:0 (35.). Noch vor der Pause hätten die Gäste ausgleichen müssen, doch bei einer Heber-Flanke traf Timo Brauer bei seiner Direktabnahme nur den Innenpfosten (42.).

RWE findet keine Lücken

Auch nach dem Wechsel änderte sich an den Spielanteilen herzlich wenig. Die Gladbacher igelten sich noch mehr in der eigenen Hälfte ein -- und RWE suchte vergeblich die Lücke zwischen flinken Fohlen-Beinen. Nach einer Stunde hatte Trainer Neitzel wohl den Eindruck, er müsste die Kräfteverhältnisse verschieben und wollte mit Wirtz mehr Angriffswucht einwechseln. Doch die Gäste fanden keine klare Linie mehr im Spiel, wer hatte die eine zündende Idee? Oder bei einem Standard: Baier schlug den Freistoß herein und Timo Becker traf mit seinem Kopfball -- den Pfosten (75.)! In der Schlussphase wurde die Brechstange ausgepackt. Und als Wirtz aus zehn Metern mit links knapp am rechten Pfosten verzog (89.), war auch die letzte Chance dahin.

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