RWE

Rot-Weiss Essen testet gegen niederländischen Erstligisten

Derzeit nur dritte Kraft: Youngster Benjamin Wallquist, Enzo Wirtz und Jonas Erwig-Drüppel.

Derzeit nur dritte Kraft: Youngster Benjamin Wallquist, Enzo Wirtz und Jonas Erwig-Drüppel.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Rot-Weiss Essen bestreitet am Samstag Testspiel gegen FC Groningen. Das Trainingslager könnte auch Aufschluss über Personalentscheidungen geben.

Viel Zeit bleibt Rot-Weiss Essen in diesem Winter nicht, um in Schwung zu kommen. In knapp zwei Wochen kämpfen die Essener beim 1. FC Köln II schon wieder um Punkte, intensives ist Arbeiten angesagt. An diesem Samstag (15 Uhr, Hafenstraße) empfängt der Viertligist den niederländischen Erstligisten FC Groningen zum zweiten Test im neuen Jahr. Und allein schon, weil für die Gäste am nächsten Wochenende in der Eredivisie der Ernst des sportlichen Lebens wieder beginnt, dürften sie ein veritabler Prüfstein sein, sozusagen ein Gegner mit Niveau. Einen interessanten Quervergleich gibt es noch dazu: Mitte der Woche besiegte Regionalliga-Spitzenreiter SV Rödinghausen die Niederländer mit 2:0.

Es ist nicht nur die Zeit der Vorbereitung, sondern in diesen Tagen wird in manchen Vereinen auch das Transferfenster geöffnet. Wer kommt, wer geht? RWE hat in Jonas Hildebrandt (23) bereits einen defensiven Mittelfeldspieler vom Drittligisten Hansa Rostock verpflichtet. Ein Kandidat ist auch Abwehrspieler Jan-Luca Rumpf (20), der zwar bei den Profis des Erstligisten SC Paderborn geführt wird, aber bisher nur in der Oberliga-Mannschaft der Ostwestfalen eingesetzt worden ist. Bei ihm wäre ein Leihgeschäft denkbar.

Jan-Luca Rumpf wird zwei Tage lang getestet

„Wir gucken uns den Jungen in den nächsten beiden Tagen an“, sagt der Sportliche Leiter Jörn Nowak. Anders als Hildebrandt, der sich in Essen nicht erst beweisen musste, wird Rumpf getestet und wohl gegen Groningen und am Sonntag beim Hallenturnier in Gummersbach seine Einsatzzeit bekommen.

Zu weiteren Personalien will sich Nowak nicht äußern. Interne Verhandlungen, nichts für die Öffentlichkeit. Ganz sicher gibt es aber im Kader Spieler, die unzufrieden sind. Die Tribünenhocker Jonas Erwig-Drüppel, Enzo Wirtz oder Torhüter Robin Heller gehören dazu. Ob sie weg wollen? Durchaus möglich, denkbar wäre aber auch, dass sie die professionelle Komfortzone bei RWE nicht verlassen wollen. Null Spielpraxis wäre wiederum wenig förderlich bei der späteren Jobsuche.

Im Winter wird kein Leistungsträger die Rot-Weissen verlassen

Vielleicht gibt es auch Spieler aus der zweiten Reihe, die sich mehr Einsatzzeit wünschen. Wenn sich jemand verändern wolle, signalisiert der Sportdirektor, werde man versuchen, Lösungen zu finden. „Einen Stammspieler oder Leistungsträger werden wir aber nicht abgeben.“

Am Montag fliegen die Rot-Weissen ins Trainingslager nach Andalusien und die Passagierliste könnte dann Aufschluss darüber geben, wer keine Zukunft mehr hat bei Rot-Weiss. „Wir haben 26 Plätze gebucht und mit Jonas Hildebrandt derzeit einen Kader von 26 Spielern“, sagt Jörn Nowak. Aussagekraft hat das allerdings nicht. Entscheidet sich RWE am Wochenende, Jan-Luca Rumpf auszuleihen, wird er selbstverständlich mit nach Südspanien fliegen. Gleiches gilt im Falle eines Blitztransfers.

In Spanien zwei Zweitligisten als Sparringspartner

Ob Jugendspieler mitfliegen, sei auch noch offen, sagt Nowak. Das Auftakttraining vor einer Woche durften die U19-Talente Michael West und Noel Futkeu mitmachen. Aber Jörn Nowak will sich offenbar nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Verletzen sich Spieler bis Montag oder werden krank, müsste er die eine oder andere Entscheidung dann womöglich revidieren.

Im Trainingslager in Spanien bestreitet RWE zwei Testspiele: gegen den Drittligisten Würzburger Kickers (Mi., 16 Uhr) und gegen den Karlsruher SC (Fr., 16 Uhr).

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