Rot-Weiss Essen

Rot-Weiss Essen geht mit einem guten Gefühl an den Start

Mit diesem Team startet Rot-Weiss Essen am Samstag in die Regionalliga-Saison.

Foto: Michael Gohl

Mit diesem Team startet Rot-Weiss Essen am Samstag in die Regionalliga-Saison.

Essen.   Am Samstag startet Rot-Weiss Essen in die Regionalliga West. Gastgeber SV Rödinghausen stellt gleich eine eher unangenehme Aufgabe.

Der Countdown läuft. Nur noch zwei Tage. Am Samstag (14 Uhr) startet Rot-Weiss in die Regionalliga und hat gleich zu Beginn beim SV Rödinghausen eine eher unangenehme Aufgabe zu lösen. „Wir wissen, was uns erwartet“, sagt RWE-Trainer Karsten Neitzel unaufgeregt. Man habe einen guten Job gemacht und genügend Informationen über den Gegner gesammelt. Doch bei aller Gelassenheit, alle fiebern sie dem Start entgegen. Schluss mit quatschen, auf geht’s.

Hoffnungsfroh geht RWE ans Werk – wieder einmal. Es beginnt die dritte und damit letzte Etappe der Aktion „Zusammen Hoch3“, die 2016 ins Leben gerufen wurde, um zusätzlich Geld in die Kasse zu spülen, das letztlich den Aufstieg „innerhalb der folgenden drei Spielzeiten“ wahrscheinlicher machen sollte. Nun der finale Anlauf. „Auf dem Platz interessiert das niemanden“, sagt Neitzel. Druck sei ohnehin vorhanden. Und man brauche sicher keine besondere Aktion, um motiviert zu sein.

Eine ordentliche Vorbereitung absolviert

Die Rot-Weissen fühlen sich gut, sind selbstbewusst. Sie haben eine ordentliche Vorbereitung absolviert. Und die überzeugende Vorstellung zuletzt beim internationalen Sommer-Cup hat weiteren Auftrieb gegeben. RWE besiegte den Erstligisten Werder Bremen mit 1:0 und zeigte beim 1:2 im Finale gegen den Euro-League-Teilnehmer Betis Sevilla ebenfalls eine mutige und ansehnliche Leistung.

Die Verantwortlichen sind – fast wie immer – davon überzeugt, dass ihr Team an Qualität zugelegt hat. Das hätten die Trainingseinheiten bereits gezeigt, die stets sehr engagiert und auf einem hohen Niveau abgelaufen seien. „So, wie wir es uns vorgestellt haben“, fasst der Coach zusammen, der das Ziel unmissverständlich formuliert: „Fünf, sechs Mannschaften werden wohl um den Titel spielen, und wir müssen auf jeden Fall dazugehören.“

Rödinghausen könnte auch ein Kandidat für die Spitzengruppe sein. „Sie haben einen neuen Trainer, das ist ganz entscheidend“, nennt Neitzel einen wichtigen Aspekt bei der Analyse der Gegners. Danach richte sich schließlich die Spielweise. Enrico Maaßen (34) heißt der junge Mann beim SVR, der zuvor den SV Drochtersen/Assel in die Regionalliga Nord geführt hat. Wen? Nur so viel: Drochtersen ist Gegner von Bayern München in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals. Bei Maaßen liegt es jetzt, die positive Bilanz der Rödinghauser im Duell mit RWE fortzuführen. Von den acht Duellen zuletzt hat Essen nur eines gewonnen.

Torwart Lukas Raeder wird garantiert in der RWE-Startelf stehen

Doch das ist schnödes Zahlenwerk, am Samstag beginnt ein neuer Zeitabschnitt, und neues Personal muss sich bewähren. Am Samstag hat Karsten Neitzel freie Auswahl, bis auf Cedric Harenbrock (Kreuzbandriss) und David Jansen (Achillessehne) sind alle Spieler fit. Kopfschmerzen bereitet ihm das nicht: „Ist doch schön, wenn du am Freitag noch überlegen musst, wen du Samstag aufstellst. Von den 18 Jungs könnten 15 auflaufen ohne einen Leistungsabfall“, beschreibt Neitzel die Dichte. Aber eine Vorstellung von der Startelf hat er natürlich im Kopf.

Lukas Raeder wird garantiert zwischen den Pfosten stehen. Torhüter Marcel Lenz steigt erst am kommenden Montag wieder ins Training ein. Robin Heller hat noch eine Visite: Gibt der Arzt grünes Licht, wird er auf der Bank sitzen, ansonsten rückt der A-Jugendliche Ivan Prebanic nach, der auch die Vorbereitung mitgemacht hat.

„Die Jungs wissen, was sie auf dem Platz zu tun haben“

Die Abwehr dürfte mit Daniel Heber, Philipp Zeiger und Timo Becker stehen. Kevin Grund wird nach seiner Zerrung am Donnerstag erstmals trainieren und wäre dann wieder eine Option. Aber auch Lukas Scepanik könnte übernehmen. Im Mittelfeld sollten Benjamin Baier und Timo Brauer gesetzt sein, an Kai Pröger, Marcel Platzek und Kevin Freiberger geht wohl auch kein Weg vorbei.

Aber egal, wer aufläuft. „Ich bin mir sehr, sehr sicher“, sagt Karsten Neitzel, „dass die Jungs wissen, was sie zu auf dem Platz tun haben.“

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