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Rot-Weiss Essen geht gegen den FC Groningen unter

RWE-Spieler Marco Kehl-Gomez (vorne) kämpft um den Ball.

RWE-Spieler Marco Kehl-Gomez (vorne) kämpft um den Ball.

Foto: Markus Endberg / ffs

Essen.  Rot-Weiss Essen hat gegen den FC Groningen 2:6 verloren. Die Partie geriet in vielen Phasen zu einem Klassenunterschied. Der Spielbericht.

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Rot-Weiss Essen - FC Groningen 2:6 (2:2)

RWE: Golz (46. Lenz) - Sauerland (44. Bichler), Heber (72. Zeiger), Hahn (46. Rumpf), Grund - Hildebrandt (67. Neuwirt) - Kehl-Gomez (86. Harenbrock), Condé (72. Futkeu), , Dorow (46. Dahmani) - Endres (46. Krasniqi), Kefkir (72. Adetula).

Tore: 0:1 Lundqvist (1.), 0:2 Asoro (6.), 1:2 Kefkir (19.), 2:2 Warmerdam (ET, 35.), 2:3 Rumpf (ET, 50.), 2:4 Zeefuik (76.), 2:5 Postema (79.), 2:6 Postema (87.).

Die Rot-Weissen hatten sich für ihren zweiten Test im neuen Jahr ein ordentliches Kaliber ausgesucht. Der FC Groningen ist in Hollands Erster Liga die Nummer zehn der Tabelle und war 2015 immerhin schon nationaler Pokalsieger. Und weil die Gäste am nächsten Samstag den Punktekampf wieder aufnehmen, schickten sie auch ihre mögliche Startelf aufs Feld.

Und so deutlich war zuweilen dann auch der Unterschied auf dem Rasen, denn die Gäste besiegten mit einer soliden Leistung den heimischen Viertligisten mit 6:2 (2:2). Die Defensive der Essener überzeugte nicht, die Offensive blieb bis auf wenige Ausnahmen harmlos.

Bei RWE war die Neuverpflichtung Jonas Hildebrandt von Beginn an dabei und spielte auf Sechser-Position. Doch seinen Einstand hatte er sich ganz sicher anders vorgestellt. Gleich in der ersten Minuten verloren die Essener den Ball im Mittelfeld, Ramon Lundqvist reagierte schneller als Hildebrandt und hob die Kugel aus 25 Metern ins leere Tor zum 1:0 für Groningen.

Der aktive RWE-Torhüter ist immer ein Risiko

Dass der aktive, vorgerückte Torhüter im System von Trainer Christian Titz immer ein Risiko birgt, bekam RWE in der ersten Hälfte noch einige Male zu spüren. Allerdings ohne Folgen. Konsequenzen hatte jedoch das Missverständnis zwischen Alexander Hahn und Keeper Golz. Joel Asoro war Nutznießer und hob den Ball ein zweites Mal ins verwaiste Tor zum 2:0 (6.).

Die Groninger waren 20 Minuten richtig bissig, gewannen die Zweikämpfe und setzten die Essener unter Druck. Dann ließen sie nach oder die Rot-Weissen fanden besser ins Spiel. Nach einer schönen Aktion auf der rechten Seite passte David Sauerland flach in den Fünfmeter-Raum, wo Oguzhan Kefkir gekonnt und clever den Ball mit der Hacke ins lange Ecke verlängerte zum 1:2-Anschlusstreffer.

Den Ausgleich besorgte dann Groningen selbst. Nach einer Ecke von Kefkir, drosch Django Warmerdam am kurzen Pfosten über den Ball, gab im aber noch die entscheidende Richtung ins eigene Tor (35.).

Dass die Niederländer in Hälfte unter ihren Möglichkeiten blieben, deutete sich direkt nach der Pause an. Zunächst rettete Probespieler Jan-Luca Rumpf in höchster Not, dann durfte sich der eingewechselte RWE-Keeper Marcel Lenz zweimal auszeichnen. Alles in den ersten beiden Minuten nach Wiederanpfiff.

Als Florian Bichler von Hankouri vernascht wurde, zog der Niederländer die Kugel scharf vor das Essener Tor, wo Rumpf ins eigene Tore abfälschte zum 2:3 (50.). Einmal ernst gemacht und gleich vier drei Chancen, das spricht für sich.

Der Erstligist beließ es danach dabei und schaltete erneut in einen Verwaltungsmodus, der zur Spielkontrolle reichte, weil Gastgeber zwar bemüht waren, aber absolut harmlos blieben. Und nach dem konsequenten Durchwechseln auf beiden Seiten war dann ohnehin der Testcharakter dieses Duell offensichtlich.

RWE patzt in der Abwehr

Doch so Abwehrschnitzer wie beim 2:4 dürfen dann doch nicht passieren. Kehl-Gomez legte vor, anstatt zu klären, Flanke, Tor. RWE war nicht konsequent genug in der Defensive. Auch nicht beim 2:5 (79.). Aber das war ja schon das Manko im vergangenen Jahr. Und beim 2:6 lud auch noch Keeper Lenz zum Abstauber ein (87.), als er den Ball nicht festhalten konnte.

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