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Rot-Weiss Essen fordert Spitzenreiter Viktoria Köln heraus

Die richtige Einstellung: Nico Lucas mit RWE-Trainer Karsten Neitzel und Assistent Carsten Wolters. Foto: Michael Gohl

Die richtige Einstellung: Nico Lucas mit RWE-Trainer Karsten Neitzel und Assistent Carsten Wolters. Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.   RWE ist nach fünf sieglosen Spielen auf Rang neun abgerutscht. Der direkte Vergleich mit Viktoria Köln bietet die Chance, Boden gutzumachen.

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Es ist gerade mal anderthalb Monate her, da schwappten an der Hafenstraße die Wellen der Begeisterung durchs Stadion. Die Rot-Weissen hatten eine Erfolgsserie hingezaubert, fünf Spiele in Folge nicht verloren und sich an die Spitze der Regionalliga-Tabelle gesetzt. Im Überschwang träumten wohl manche im Umfeld bereits in dieser frühen Phase der Saison vom Titelgewinn. Doch das Tabellenbild ist längst überholt, das Umfeld spürbar ernüchtert. RWE begann zu schwächeln, holte nur zwei Pünktchen aus den vergangenen fünf Spielen und ist dadurch auf Rang neun abgerutscht.

Die Tabellenspitze besetzt inzwischen Viktoria Köln, was niemanden überrascht, weil der Vizemeister der Vorsaison auch in dieser Spielzeit wieder als der Titelfavorit schlechthin gestartet ist. Aber zehn Punkte Vorsprung auf RWE? Das ist ein Brett und war so nicht erwartet worden. Kein großer Trost: Rot-Weiss hat eine Partie weniger absolviert als die Kölner, die während der Essener Erfolgsabstinenz eben mal 13 von 15 möglichen Punkten einsammelten.

Am kommenden Samstag treffen diese beiden Teams im direkten Vergleich aufeinander (14 Uhr, Hafenstraße). Und ja, man kann es auf jeden Fall noch als Top-Spiel bezeichnen, in dem die Roten sicherlich mehr unter Druck stehen als der Gast. Denn RWE will natürlich halbwegs den Anschluss nach oben halten, um nicht frühzeitig das Saisonziel, möglichst lange vorne mitzumischen, aus den Augen zu verlieren.

RWE-Trainer Neitzel: "Wir können alle die Tabelle lesen"

Der direkte Vergleich bietet den Essenern die Chance, Boden gutzumachen. Im Falle einer Niederlage dürfte aber auch endgültig die Tristesse der vorherigen Jahre zurückkehren. Und das wollen sie an der Hafenstraße natürlich mit Macht vermeiden. Von einem Endspiel will RWE-Trainer Karsten Neitzel trotzdem nichts wissen: „Dann wäre ja danach Schluss.“ Ist es aber nicht, allerdings weiß Neitzel sehr wohl, was gemeint ist. „Wir sind ja nicht doof und können alle die Tabelle lesen. Wir wissen, was ein Sieg, eine Niederlage oder ein Unentschieden bedeuten würde. Eine Niederlage würde es uns sicher nicht einfacher machen.“

Es ist auch nicht so, als sei die Viktoria unschlagbar. Fortuna Düsseldorf II hat’s bewiesen, denn dort unterlagen die Kölner mit 1:2. Es war aber die bisher einzige Niederlage des Liga-Favoriten. „Ich habe mir vorgenommen, nicht zu viel über den Gegner zu sprechen“, sagt Neitzel. Aber Gedanken habe er sich natürlich reichlich gemacht. „Gute Mannschaft, guter Kader“, so der RWE-Trainer. „Aber wir wollen sie schlagen.“

RWE hat den Gegner eingehend studiert

Und dazu müssen sich die Gastgeber etwas einfallen lassen. Personell haben sie kaum Alternativen. Das Verletzungspech hängt ihnen immer noch nach. Freiberger, Harenbrock, Jansen, Cokkosan und wohl auch Platzek (siehe Infokasten) stehen nicht zur Verfügung. Angreifer Kai Pröger ist nach seiner Sperre wieder am Ball.

Die Rot-Weissen wissen, was am Samstag auf sie zukommt, weil sie den Gegner eingehend studiert haben. „Wir müssen brutal aufmerksam sein und die einfachen Fehler weglassen“, fordert Neitzel. „Wir dürfen nicht eine Sekunde wegbleiben oder dem Ball nachgucken. Wenn man den Kölnern Raum lässt, haben sie die Klasse, damit umzugehen.“ Dass seine Jungs dazu in der Lage sind, davon ist er überzeugt. Getreu dem Motto: „Wenn du dir das nicht zutraust, kannst du gleich zu Hause bleiben.“

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