Regionalliga

Rot-Weiss Essen bastelt an einer Spitzenmannschaft

Seit über einem Jahr verantwortlich für Rot-Weiss Essen: Marcus Uhlig.

Seit über einem Jahr verantwortlich für Rot-Weiss Essen: Marcus Uhlig.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen  RWE steht vor dem letzten Spiel des Jahres. Am Samstag geht es zur U21 des 1. FC Köln. Wir haben mit Vereinsboss Marcus Uhlig gesprochen.

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Im folgenden Interview betont Uhlig, dass RWE in der nächsten Saison weiter nach oben will. Die Verantwortlichen basteln bereits im Hintergrund an einer Spitzenmannschaft. Wohl auch an einer Rückkehr von Jerome Propheter.

Marcus Uhlig, wie wollen Sie die Fans zurückgewinnen? Gegen Kaan-Marienborn erinnerte das Zuschauerinteresse fast schon an einen Boykott gegenüber der Mannschaft. Die Zuschauer haben Mittelmaß anscheinend satt.

Marcus Uhlig: Damit geben Sie die Antwort ja schon selbst: Über sportlichen Erfolg. Wir müssen Ergebnisse und Leistung bringen. Am Anfang der Saison hat man gesehen, was dann hier möglich ist.

Wie zufrieden sind Sie mit der sportlichen Führung um Karsten Neitzel und Jürgen Lucas?

Uhlig: Wir haben einen permanenten Austausch und arbeiten gemeinsam daran, wie wir was verbessern und weiterentwickeln können. Ich kann mir schon vorstellen, dass der eine oder andere jetzt bei Facebook oder in irgendeinem Forum nicht zufrieden ist mit dieser Antwort. Das ist mir aber egal. Ich bekomme die tägliche Arbeit der beiden hautnah mit. Sowohl Jürgen als auch Karsten arbeiten extrem akribisch und geben alles für Rot-Weiss Essen. Wir haben den Auftrag, alle gemeinsam alles dafür zu tun, RWE sportlich weiterzuentwickeln. Das ist uns von den Ergebnissen bislang nicht gelungen. Damit sind wir alle nicht zufrieden. Aber es geht weiter.

Glauben Sie daran, dass RWE in dieser Saison noch einmal oben angreifen kann?

Uhlig: Ich bleibe bei meiner schon mehrfach geäußerten Überzeugung, dass wir eine gute Mannschaft haben, die – das muss sie sich vorwerfen lassen – bislang sechs, sieben Punkte zu wenig geholt hat. Wir haben im Sommer mehr richtige als falsche Entscheidungen getroffen. Aber gleichzeitig verbinde ich damit auch eine Erwartungshaltung: Wir sind Rot-Weiss Essen, wir sollten schon den Anspruch haben, jedes Spiel so anzugehen, dass wir es gewinnen wollen. Ich erwarte von unserer Mannschaft, dass sie ergebnis- und leistungsmäßig wieder mehr Konstanz reinbekommt. Unser Ziel ist es, so gut wie möglich zu punkten in den verbleibenden 14 Spielen und außerdem im Pokal erfolgreich zu sein. Das müssen wir einfach hinbekommen, um mit Blick auf die kommende Saison in unserem Fan- und Sponsorenumfeld den aktuell vorherrschenden Frust wieder in Lust und Neugier umzuwandeln. Ich möchte am Ende der Saison auf die Tabelle schauen und dann guten Gewissens sagen können, dass wir uns sportlich eben doch weiterentwickelt haben. Und wenn ich dann wieder sage, dass ich mit der Arbeit von Jürgen Lucas und Karsten Neitzel zufrieden bin, würde ich mich freuen, wenn ich für diese Antwort totale Zustimmung bekomme.

Wird es zur neuen Spielzeit einen Angriff auf die Tabellenspitze geben?

Uhlig: Aktuell sind viele Leute enttäuscht und frustriert, außerdem läuft die Hoch3-Aktion zum Ende der Serie aus. Und wenn ich jetzt sage, dass wir im Hintergrund mit Hochdruck daran arbeiten, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass wir in der kommenden Saison eine Spitzenmannschaft ins Rennen schicken können, dann mögen das manche belächeln oder frustriert abwinken. Auch das ist mir egal, es ist unsere verdammte Pflicht, trotz allem oder von mir aus auch jetzt mehr denn je genau das zu tun, weil – Sie haben es oben selbst gesagt – die Leute hier auf Dauer mehr erwarten dürfen als sportliches Mittelmaß. Die Sehnsucht aller bei RWE ist riesengroß, das wissen wir alle. Also geben wir weiter Gas, die Voraussetzungen für sportlichen Erfolg zu erhöhen.

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