Rot-Weiss Essen

Raeder befeuert bei RWE Konkurrenzkampf um die Nummer eins

Lukas Raeder hinterließ in den Testspielen einen starken Eindruck.Foto: Michael Gohl

Lukas Raeder hinterließ in den Testspielen einen starken Eindruck.Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.   Mit der Verpflichtung von Torwart Lukas Raeder ist RWE komplett. Der Viertligist hat drei starke Keeper, will aber kein Risiko eingehen.

Die Rot-Weissen sind komplett, der Kader für die Saison 2018/19 steht. Das letzte Puzzleteilchen fürs Mannschaftsbild haben sie mit der Verpflichtung von Torhüter Lukas Raeder (24) hinzugefügt. Er unterschrieb an der Hafenstraße einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison. „Damit haben wir unsere Personalplanung abgeschlossen“, bestätigt Sportdirektor Jürgen Lucas. 20 Feldspieler und drei Torhüter stehen Trainer Karsten Neitzel zur Verfügung.

Die Personalplanung ist abgeschlossen

Die Rot-Weissen haben lange hin und her überlegt, ob sie Raeder verpflichten sollen. Dabei ist dessen Qualität unbestritten, und das hat er in der Vorbereitung eindrucksvoll gezeigt. Auch alles andere passt: Der Keeper ist gebürtiger Essener, er hat Erfahrung als Profi und trug als Jugendlicher das RWE-Trikot. Und Raeder selbst wollte nach seiner Tournee durch Europa wieder in der Heimat angreifen.

Aber RWE hat nun mal in Robin Heller und Marcel Lenz bereits zwei starke Torhüter unter Vertrag. Die allerdings auch in der vierten Woche der Vorbereitung noch nicht ins Mannschaftstraining eingestiegen sind. Beide befinden sich im Aufbautraining, Heller nach einer Schulter-OP und Lenz wegen muskulärer Probleme. Die Lage ist ungewiss, Rot-Weiss wollte jedoch kein Risiko eingehen. „Es wäre geradezu fahrlässig gewesen, wenn wir nicht reagiert hätten“, sagt der Sportdirektor.

Nach internationalem Engagement wieder in der Heimat am Ball

Der Plan, vielleicht noch einen Mann für die Verteidigung zu holen, ist damit definitiv vom Tisch. Und was wird, wenn alle drei Torhüter fit sind? „Wir hoffen, dass Marcel und Robin nun bald wieder bei 100 Prozent sind. Dann wird es einen gesunden Konkurrenzkampf geben“, hofft der Sportdirektor. Gleichwohl ist es – nicht nur für einen Viertligisten – eine durchaus ungewöhnliche Situation.

Denn wie Heller und Lenz hat Lukas Raeder definitiv das Zeug zur Nummer eins. Als er zum Ende der vergangenen Saison bei RWE auftauchte, ging es ihm nur darum, sich dort fit zu halten. Beim englischen Drittligisten Bradfort City war es nicht so gut gelaufen für ihn, eine Veränderung stand an. Mit der Sommerpause endete das Intermezzo bei RWE. Weil aber Heller und Lenz zu Beginn der Vorbereitung ausfielen, nahm Jürgen Lucas den Kontakt wieder auf.

Trainer Karsten Neitzel schwärmt von seinem neuen Keeper

„Durch seine Größe, seine Athletik und Ausstrahlung macht Lukas das Tor für die gegnerischen Stürmer schon ziemlich klein. Er hat im Training und in den Testspielen bereits angedeutet, dass er ein richtig Guter ist. Nicht nur auf der Linie, sondern auch durch seine klare Kommunikation mit seinen Vorderleuten“, schwärmt nun Chef-Trainer Karsten Neitzel.

Raeders Laufbahn begann bei ESV Essen und ESC Rellinghausen, bevor er über den MSV Duisburg im Sommer 2007 bei RWE landete. Drei Jahre hütete er in der Jugend das Tor und wechselte dann in der U17 zum FC Schalke 04. Nach zwei Jahren folgte der Transfer zum FC Bayern, wo Raeder als Ersatzkeeper zwei Deutsche Meisterschaften, zwei DFB-Pokalsiege sowie einen Champions-League-Titel und den Gewinn der FIFA Klub WM erleben durfte. Der Essener bestritt zwei Bundesligaspiele, ein DFB-Pokalhalbfinale und 37 Regionalligapartien.

In Portugal und England unter Vertrag

Im Sommer 2014 schloss sich der Keeper dem portugiesischen Erstligisten Vitoria Setubal an, für den er in zwei Spielzeiten 27 Liga- und fünf Pokalspiele absolvierte. Zur vergangenen Saison wechselte er zu Bradfort City.

„Das ist eine tolle Geschichte, wieder in meiner Geburtsstadt zu spielen“, freut sich Lukas Raeder. „Ich habe Rot-Weiss auf meinen Stationen immer verfolgt und die Daumen gedrückt. Jetzt kann ich auch auf dem Rasen meinen Beitrag dazu leisten, dass wir und der Verein erfolgreich sind.“

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