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Propheter kommt nicht zu Rot-Weiss Essen - Scepanik im Visier

Jerome Propheter im RWE-Trikot in der Saison 2013/14. Eine Rückkehr ist derzeit nicht machbar.

Foto: Michael Gohl

Jerome Propheter im RWE-Trikot in der Saison 2013/14. Eine Rückkehr ist derzeit nicht machbar. Foto: Michael Gohl

Essen.  Rot-Weiss Essens Sportlicher Leiter Jürgen Lucas hat aktuell alle Hände voll zu tun. RWE sucht noch drei Spieler für die kommende Saison.

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Florian Bichler (SV Elversberg), Kevin Freiberger (Sportfreunde Lotte) und Daniel Heber (Rot-Weiß Oberhausen) - das sind die bisherigen drei Sommer-Zugänge bei Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen. Nummer vier, fünf und wohl möglich auch sechs sind in Arbeit.

Auf die Frage, auf welchen Positionen Rot-Weiss denn noch sucht, antwortet der Sportliche Leiter Jürgen Lucas: "Wir wollen noch einen Mann für die linke Seite holen und einen offensiven Mittelfeldspieler, der auch in der Spitze agieren kann. Am liebsten wäre uns ein sehr variabler, körperlich starker Spieler."

Lucas lässt die Frage noch offen, ob RWE zudem einen neuen Spieler für die Innenverteidigung verpflichten wird.

Propheter kommt nicht aus seinem Vertrag raus

Das Bemühen, hier tätig zu werden, war allerdings vorhanden: Die RWE-Fans werden sich sicherlich noch an Jerome Propheter erinnern. Der 1,92 Meter große Innenverteidiger spielte im ersten Halbjahr 2014 für Rot-Weiss Essen und konnte in 17 Spielen (drei Tore) einen sehr positiven Eindruck an der Hafenstraße hinterlassen. Doch der Abwehrspieler war von Arminia Bielefeld nur ausgeliehen und musste zurück zu den Ostwestfalen.

Mittlerweile fand der 27-Jährige den Weg über Bielefeld und Alemannia Aachen zum SV Wacker Nordhausen. Beim ambitionierten Nordost-Regionalligisten ist der gebürtige Kölner Mannschaftskapitän und unumstrittener Leistungsträger. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Konkurrenz auf die guten Leistungen von Propheter aufmerksam geworden ist. Nach RevierSport-Informationen war bis zuletzt auch Rot-Weiss Essen an dem Nordhausen-Kapitän interessiert.

Doch eine Rückkehr an die Hafenstraße wird es nicht geben. Propheter kommt nach unseren Infos aus seinem bis zum 30. Juni 2019 gültigen Vertrag in Nordhausen nicht heraus. Neben Essen soll auch der TSV Steinbach großes Interesse an Propheter gezeigt haben. Jürgen Lucas wollte sich zu der Personalie nicht äußern.

Auch Waldhof Mannheim will RWE-Kandidaten

Anders - und vor allem besser - scheint es für RWE bei der Personalie Lukas Scepanik auszusehen. Wie diese Redaktion erfuhr, sind die Bergeborbecker auch an dem linken Mittelfeldspieler der Stuttgarter Kickers interessiert. "Wir kennen den Spieler. Er ist ein interessanter Mann. Aber wir werden nicht jedes Gerücht kommentieren", erklärt Lucas. Der 24-jährige Scepanik, der beim 1. FC Köln ausgebildet wurde und aus der Domstadt stammt, ist ein gefragter Spieler. Denn auch Waldhof Mannheim, das dreimal in Folge in der Aufstiegsrelegation gescheitert ist, hat ebenfalls seine Fühler nach Scepanik ausgestreckt.

Bisher keine Abnehmer für Jansen und Cokkosan

Schwieriger scheint sich die Suche nach dem variablen, körperlich starken Offensivspieler zu gestalten. Fest steht, dass Gabriel Kyeremateng, mit dessen Berater sich die RWE-Verantwortlichen bereits getroffen hatten, kein Thema mehr ist. Die Suche geht wohl weiter in Richtung eines möglichen Back-Ups für Marcel Platzek. Denn der RWE-Torjäger ist natürlich bei Karsten Neitzel gesetzt. Aber um auf einen bestimmten Gegner reagieren zu können, oder auch einen Kontrahenten zu überraschen, benötigt RWE einen anderen Spielertypen als Platzek, Pröger, Bichler oder auch Freiberger. Das Quartett ähnelt sich doch sehr in seiner Spielweise.

Ein anderer Spielertyp ist da David Jansen. Doch der ehemalige Viktoria-Goalgetter spielt nach unseren Infos keine gewichtige Rolle mehr in den rot-weissen Plänen - trotz gültigen Vertrages bis zum 30. Juni 2019. Das Problem: Es gibt aktuell keine potentiellen Abnehmer für den 30-jährigen, ehemaligen Zweit- und Drittliga-Profi. Ähnlich ist die Situation bei Linksverteidiger Tolga Cokkosan. Dieser besitzt ebenfalls einen Vertrag bis 2019 in Essen, wird es in der kommenden Saison aber sehr schwer haben, auf Einsatzminuten zu kommen. Das Problem: Auch hier gibt es keine Interessenten. Die Arbeit für Jürgen Lucas wird nicht weniger.

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