Regionalliga

NRW-Corona-Hilfe: Mit so viel Geld rechnet Rot-Weiss Essen

RWE-Vorstand Marcus Uhlig

RWE-Vorstand Marcus Uhlig

Foto: Thorsten Tillmann

Düsseldorf.  Die Politik greift Klubs der 4. Liga finanziell unter die Arme, die massiv unter fehlenden Ticket-Einnahmen bei Geisterspielen leiden.

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Sportvereine aus der 4. Liga in der Corona-Krise finanziell. Ein Hilfspaket von insgesamt 15 Millionen Euro soll als Notprogramm den Fortbestand der betroffenen Vereine sichern. Davon profitieren auch die Fußballer von Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen in der Regionalliga West.

Auf Antrag sollen den Vereinen bis zu 60 Prozent der seit Ausbruch der Pandemie entgangenen Erlöse aus dem Ticketverkauf ersetzt werden. RWE-Vorstandschef Marcus Uhlig rechnet mit der Auszahlung eines „ordentlichen sechsstelligen“ Betrags. „Wir haben in dieser besonderen Saison an vielen Fronten gekämpft und nun endlich einen Teilerfolg erzielt. Jetzt geht es weiter“, sagte Uhlig dieser Redaktion.

Auch RWO profitiert neben RWO - und ist dankbar

Hajo Sommers, Präsident von Rot-Weiß Oberhausen, zeigt sich dankbar. „Wir freuen uns, dass jetzt nach all dieser Zeit Gelder für die vierte Liga zur Verfügung gestellt werden. Das ist ein dickes Danke an die Landesregierung", sagte der 61-Jährige auf Anfrage von RevierSport.


Auch RWO wurde finanziell hart durch die ausbleibenden Einnahmen getroffen. "Wir müssen erst schauen, wie der Verteilungsmodus aussieht und wie das gerechnet wird", erklärte Sommers. Beispielsweise ist nicht klar, ob auch die ausgefallenen Einnahmen von Vorbereitungsspielen, in diesem Fall gegen den MSV Duisburg, dazu zählen. Das Geld wird dringend benötigt. "Wir werden das nach und nach angehen und in das Loch stopfen, das sich ohnehin aufgetan hat. Das ist die erste konkrete Zahlung, mit der wir ein bis zwei Monate weiter machen können", erklärt der 61-Jährige und betont: "Es hilft."

Hilfsgelder ab Einnahmeausfall von 2500 Euro

Wie die NRW-Staatskanzlei am Freitag mitteilte, können die neuen Hilfsgelder ab einem Einnahmeausfall von 2500 Euro ohne Steuern ausgezahlt werden. Die Anträge können online über den Landessportbund gestellt werden. Die zusätzlichen Mittel sollen helfen, den Vereinen, die auf Zuschauereinnahmen angewiesen sind, Abmeldungen vom Spielbetrieb zu umgehen und die jeweilige Ligazugehörigkeit aufrechtzuerhalten.

„Da es pandemiebedingt erforderlich war und ist, auf die Anwesenheit von Zuschauern und Fans verzichten zu müssen, entgehen vielen Vereinen in den vierten Ligen unseres Sportlandes fest eingeplante Einnahmen. Mit dem neuen Sondertopf wollen wir gerade den Vereinen unbürokratisch zur Seite stehen, die nicht von den Hilfen des Bundes profitieren können“, sagte die NRW-Staatssekretärin für Sport, Andrea Milz. (fs/dpa)

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