Rot-Weiss Essen

Noch ist bei Rot-Weiss Essen kein neuer Cheftrainer in Sicht

RWE-Sportdirekor Jürgen Lucas (l.) und Co-Trainer Carsten Wolters auf der Trainerbank in Rödinghausen.

Foto: Thorsten Tillmann

RWE-Sportdirekor Jürgen Lucas (l.) und Co-Trainer Carsten Wolters auf der Trainerbank in Rödinghausen. Foto: Thorsten Tillmann

Essen.  Die Rot-Weissen suchen nicht nur auf dem Rasen ihre Form, sondern auch einen Fußballlehrer, der ihnen zum ersehnten Erfolg verhelfen soll.

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Die Suche an der Hafenstraße geht weiter. Die Rot-Weissen suchen nicht nur auf dem Rasen ihre Form, sondern auch einen neuen Cheftrainer, der ihnen zum Erfolg verhelfen soll. Gut eine Woche ist seit der Entlassung von Trainer Sven Demandt vergangen, und noch steht nicht fest, wer ihm nachfolgen wird. Das Umfeld ist neugierig und ungeduldig. Wird denn der neue Coach womöglich schon am kommenden Freitag (19.30 Uhr) beim Heimspiel gegen Viktoria Köln auf der Bank sitzen?

„Es bleibt dabei, wir werden uns weder zu Kandidaten äußern, noch eine Wasserstandsmeldung abgeben, wann möglicherweise eine Entscheidung fallen könnte“, wiederholte RWE-Chef Michael Welling auf Anfrage dieser Zeitung. Mit dieser Strategie der seriösen Verschwiegenheit sei man immer gut gefahren. Geklappt hat das allerdings auch nicht immer.

Kein hektischer Schnellschuss

Sportdirektor Jürgen Lucas, Co-Trainer Carsten Wolters und Torwarttrainer Manuel Lenz werden also – wie gehabt – gemeinsam die Mannschaft auch auf die schwere Aufgabe gegen Köln vorbereiten. Natürlich wäre es wünschenswert, den neuen Chefcoach so schnell wie möglich zu präsentieren, schließlich gibt es keine Zeit zu verlieren. Aber ein Wunschkonzert ist weder die Kandidatensuche, noch sind es die Verhandlungen. Die Verantwortlichen geben sich gelassen, wollen auf jeden Fall vermeiden, dass es aussieht wie ein hektischer Schnellschuss.

RWE hat eine klare Vorstellung von der Ideallösung, und die ist – wie könnte es anders sein? – anspruchsvoll. Gesucht wird ein Fußballlehrer, der ein Auge hat für die Nachwuchsförderung, aber sich schon im Seniorenbereich bewährt hat. Er sollte ein Team formen und weiter entwickeln können. Und ganz wichtig: „Er sollte die Mentalität von Rot-Weiss Essen verstehen und den Traditionsclub nicht als Durchgangsstation betrachten“, hatte der Aufsichtsratsvorsitzende André Helf beschrieben, der gleichzeitig die Herausforderung erkennt: „Wir suchen die eierlegende Wollmilchsau.“

Ein Mann, der Ergebnisse liefert

Am gestrigen Montag traf sich nun der sportliche Beirat, an diesem Dienstag wird der Aufsichtsrat turnusmäßig tagen und abklopfen, wie weit die Verhandlungen gediehen sind, die Sportdirektor Jürgen Lucas führt. „Wir bemühen uns, den Trainer zu finden, der am besten in unser Anforderungsprofil passt, und dann werden wir es alle gemeinsam entscheiden“, sagt Michael Welling. Doch bei aller Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit weiß man erst später, ob es wirklich der Richtige ist, oder besser gesagt, ob es derjenige ist, der die gewünschten Ergebnisse liefert. In dieser Hinsicht hat RWE bekanntlich einige bittere Erfahrungen in den vergangenen Jahren gemacht.

Es wird aber trotz des eisernen Infostopps nicht lange dauern, bis über die nächsten Namen spekuliert wird. So hat die Agentur MSPW jüngst Iraklis Metaxas (50/ aktuell Bayer Leverkusen U 19, früher Co-Trainer Griechenland) ins Gespräch gebracht, aber gleich widerrufen: offenbar keine heiße Spur. Mit Andreas Golombek (zuletzt SC Verl) wurde auf Empfehlung gesprochen, aber er ist auch kein Thema mehr.

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