Regionalliga

3:2 im Spitzenspiel! RWE siegt in Münster trotz 0:2-Rückstand

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RWE-Stürmer Simon Engelmann jubelt über seinen Treffer zum 3:2.

RWE-Stürmer Simon Engelmann jubelt über seinen Treffer zum 3:2.

Foto: firo

Münster.  Rot-Weiss Essen hat ein Ausrufezeichen in der Regionalliga gesetzt. Nach 0:2-Rückstand gewinnt RWE in Münster noch mit 3:2.

In der ersten Halbzeit mit Bleiweste unterwegs, in der zweiten endlich aufgedreht und dagegen gehalten – und am Ende noch belohnt worden: Rot-Weiss Essen machte im Spitzenspiel tatsächlich einen 0:2-Rückstand wett und triumphierte schließlich mit 3:2 im Preußenstadion. Und zog damit an Preußen Münster vorbei!

RWE-Trainer Christian Neidhart hatte dann vor Anpfiff doch ein paar Überraschungen parat: Felix Bastians rückte für Felix Herzenbruch in die Startelf, im Sturm löste Zlatko Janjic diesmal Simon Engelmann ab und für Oguzhan Kefkir war auf der linken Seite auch wieder Platz von Beginn an – Cedric Harenbrock bekam im Mittelfeld eine schöpferische Pause.

Zu Beginn belegten beide Teams erst einmal einen Schnupperkurs – der gegenseitige Respekt war zu spüren. Die erste echte Chance hatten die Rot-Weissen nach einer Viertelstunde: Janjic zog aus 16 Metern ab, Torhüter Schulze Niehues lenkte gerade noch zur Ecke. Dennoch: Zwingend war das alles nicht von den Gästen.

RWE mit schwacher erster Halbzeit - 0:2-Rückstand war verdient

Und dann stand es plötzlich 1:0 für Münster: Ein langer Ball gegen die aufgerückte RWE-Abwehr reichte, Sandro Plechaty sah im 1:1 gegen Torjäger Thorben Deters uralt aus, und der ließ mit seinem Flachschuss RWE-Keeper Daniel Davari keine Abwehrchance (19.). In der Folgezeit verdienten sich die Preußen die Führung, sie waren giftiger in den Zweikämpfen und ungemein lauffreudig.

Und sie hatten (vorerst) einen Deters: Ein einfacher Pass in den Strafraum reichte und der Münsteraner Stürmer stand wieder frei vor Davari. Den ersten Schuss konnte Essens Nummer eins noch abwehren, doch der Nachschuss saß: 2:0 nach 28 Minuten – das konnte heiter werden. Es war aber die letzte auffällige Aktion der Nummer elf, nach 35 Minuten fasste er sich hinten an den Oberschenkel und musste raus. Von ihm drohte also keine Gefahr mehr.

Von den rot-weissen Angreifern aber leider auch nicht, auch Isaiah Young verstrickte sich immer wieder in Einzelaktionen. Der Anschlusstreffer vor der Pause wäre so wichtig gewesen. Kevin Holzweiler (44.) versuchte es wenigstens mal aus 20 Metern, der Ball strich über die Latte. Dennoch: Insgesamt viel zu wenig von RWE, die Münsteraner Führung zur Halbzeit ging auch in der Höhe in Ordnung.

Young brachte bei RWE die Hoffnung zurück

Nach dem Wechsel wurde es rauchig im Stadion: Beide Fanlager zeigten ihr von Silvester aufgehobenes Leuchtgut. Als sich der Nebel lichtete, sah man, daß Neidhart es nun mit Engelmann und Janjic versuchte. All in.

Und schon nach 50 Minuten war die Hoffnung zurück: Young konnte sich auf rechts endlich mal durchsetzen und in der Mitte stellte Holzweiler einfach den Fuß rein: Nur noch 2:1.

Das sah nun etwas forscher aus von den Gästen. Auf der rechten Seite konnte sich Plechaty endlich mal lösen, aber als er flanken wollte, rutschte er aus. An Tagen wie diesen herrscht tote Hose.

Joker Simon Engelmann schießt RWE spät zum Sieg

Doch die Rot-Weissen blieben dran: Young ging von links in den Strafraum, Schulte Niehues klärt mit Fußabwehr (59.). Doch nach 65 Minuten war auch er machtlos: Young warf den Turbo an, zog aus 18 Metern ab: 2:2 – alles auf Anfang.

Aber bei den Preußen war jetzt der Saft raus – und die Essener brachten mit Cedric Harenbrock und Erolind Krasniqi neue Power ins Mittelfeld. Aber die Gastgeber sendeten noch Lebenszeichen: Beim Schuss von Dennis Daube (74.) aus acht Metern reagierte Davari glänzend. Aber die Schlussphase gehörte den Rot-Weissen, die alleine aufs dritte Tor gingen. Und belohnt wurden: Wieder Young zog aus 16 Metern ab, der Ball wäre daneben gegangen, doch Engelmann (87.) hielt reaktionsschnell den Fuß rein: 3:2. Wahnsinn!

Preußen Münster – Rot-Weiss Essen 2:3 (2:0)

RWE: Davari, Plechaty, Heber, Rios Alonso, Bastians, Kefkir (46. Engelmann), Grote, Dürholtz, Young, Holzweiler (71. Krasniqi), Janjic (71. Harenbrock).

Tore: 1:0 Deters (19.), 2:0 Deters (28.), 2:1 Holzweiler (50.), 2:2 Young (65.), 2:3 Engelmann (87.)

Zuschauer: 7500

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