RWE-Kolumne

Kevin Freiberger ist das Lotte(r)leben wohl satt

Foto: Michael Gohl

 Foto: Michael Gohl

essen.   Happo, Präsident der Uralt-Ultras von RWE, macht sich seine Gedanken zu den beiden jüngsten Neuverpflichtungen und zur Modedroge Snus.

Der Spielplan meint es gut mit Herrn Neitzel-Ihm-Seine-Mannschaft, rein tabellarisch betrachtet. Die Gegner stehen bereits als Absteiger fest oder sind stark abstiegsgefährdet, wie die Zweite von Fortuna Düsseldorf. Gegen den TuS Erndte­brück konnte die volle Ernte eingefahren werden. Auch ein knapper 2:1 Sieg bringt drei Punkte. Solche Partien müssen auch erstmal gewonnen werden.

Erneut traf das brandgefährliche Power-Pack-Duo Pröger/Platzek ins gegnerische Tor. Ich selbst war auf Bildungsreise, kann deshalb nicht weiter auf das Spielgeschehen eingehen. Im Umfeld interessiert man sich eh mehr für die Kaderzusammenstellung, wobei der Spannungsbogen aufgrund der spärlichen Vollzugsmeldungen konstant hochgehalten wird, getreu dem Motto „Dröpje für Dröpje“.

Bei Freiberger musste man einfach zugreifen

Keine schlechte Taktik, schließlich steuern wir ungebremst dem Sommerloch entgegen. Dann will ich auch noch was zu meckern haben. Solange die Neuzugänge schneller laufen können, als deren Verpflichtungen bekannt gegeben werden, kann man sich getrost zurücklehnen. Eigentlich stehe ich Rückholaktionen skeptisch gegenüber – was war, kann man selten wiederaufleben lassen –, aber bei Kevin Freiberger musste man einfach zugreifen. Der Essener Junge ist wohl das Lotte(r)leben satt und wird künftig und erneut auf Torejagd für RWE gehen.

Auch der gebürtige Bayer, der Bichler, Flori, bringt laut Fußballdaten einiges an Tempo mit. Bisher machen die sportlichen Verantwortlichen meiner Meinung nach einen guten Job, auch wenn Kritiker reflexartig das Sprichwort von dem blinden Huhn und dem Korn aus der Schublade ziehen. Immerhin finden die ein Korn, die Deutsche Justiz dagegen noch nicht mal ein Winterkorn.

Vertragsverlängerung von Becker stimmt nachdenklich

Nachdenklich stimmt mich bisher lediglich die Vertragsverlängerung mit Timo Becker. Ohne entsprechende Klausel wäre er wohl gewechselt. Ich brauche nur eins und eins zusammenzählen. Beim Fußball gibt es bekanntermaßen schon seit Längerem mehr als nur einen Spielball. Frag nach bei Otto, dem Berater. Timo Becker hat es selbst in der Hand beziehungsweise in den Füßen, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Rot-Weiss Essen ist für einen Karrieresprung wahrlich nicht die schlechteste Adresse.

Vor dem Absprung steht dagegen Dennis Malura. Der zukünftige Ex-RWE-Abwehrspieler ging in die Offensive, beichtete einer großen Deutschen Tageszeitung seine Snus-Abhängigkeit und geriet dadurch in die Defensive. Aktuell scheint die „Mode-Droge“ in aller Munde zu sein – ich will gar nicht groß darauf rum kauen – das Geständnis hinterlässt so oder so einen faden Beigeschmack.

Weitere Sympathiepunkte in Hamm sammeln

Dabei sollte Fußball an sich doch als Droge völlig ausreichen. Insgesamt überwiegen jedoch die positiven Nachrichten rund um Rot-Weiss Essen, aus denen die Aufstiege der U19 und U17 in die Bundesliga passend zur Spargelzeit herausstechen. Mittwoch macht der Rot-Weisse Tross Halt in Hamm. Dort wird das vorletzte Spiel dieser Saison gegen den Letzten der Tabelle, Westfalia Rhynern, ausgetragen. Karsten Neitzel kann mit seinem Team weitere Sympathiepunkte gewinnen und für einen versöhnlicheren Abschluss dieser Spielzeit sorgen.

Unserem verletzten Keeper, Marcel Lenz, wünsche ich wie auch Cedric Harenbrock weiterhin gute und schnelle Genesung. Die Fans halten viel von Dir, Marcel, auch weil Du einige sogenannte Unhaltbare gehalten hast. Auf eine neue Woche, mit neuem Glück und mindestens einem Neuzugang. In diesem Sinne, bleibt zuversichtlich.

der Happo

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