RWE

Schock für Rot-Weiss Essen: Kreuzbandriss bei Harenbrock

Ja, wo isser denn: Cedric Harenbrock versetzt in dieser Szene den Kölner Daniel Reiche, nach der Pause musste er verletzt raus, am Tag danach die schlimme Diagnose: Kreuzbandriss!

Foto: Markus Endberg

Ja, wo isser denn: Cedric Harenbrock versetzt in dieser Szene den Kölner Daniel Reiche, nach der Pause musste er verletzt raus, am Tag danach die schlimme Diagnose: Kreuzbandriss! Foto: Markus Endberg

Köln/Esen.   Rot-Weiss Essen muss lange Zeit auf Cedric Harenbrock verzichten. Der Mittelfeldspieler erlitt beim 0:0 bei Viktoria Köln einen Kreuzbandriss.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Auch eine Nullnummer kann durchaus unterhaltsam sein, und wäre die Partie von Rot-Weiss Essen bei der Kölner Viktoria am Sonntag 2:2 oder 3:3 ausgegangen – Chancen hierzu waren auf beiden Seiten vorhanden –, hätte man anschließend von einem Spektakel gesprochen. So ist das nun mal im Ergebnissport.

Aber auch diese guten Eindrücke in der „B-Note“ konnten einen wie Franz-Josef Wernze nicht zufrieden stellen. Der große Mäzen der Kölner Viktoria verfolgte ganz allein und ziemlich zusammen gesunken in den hinteren Reihen die Pressekonferenz nach der Partie. Er musste gar nichts sagen, auch so konnte man seinem Gesicht ablesen, wie weh die beiden verlorenen Punkte seinem Team im Aufstiegskampf taten. Eine weitere Saison, in der das schöne Sponsorengeld im diesmal sehr gepflegten Rasen am Kölner Höhenberg zu versickern droht. Da konnten ihn auch die Worte von seinem Trainer Olaf Janßen nicht trösten, der von einem „schweren Gegner“ sprach, „der alles reingeworfen“ habe.

Robin Heller hielt zweimal überragend

Die Grundtugenden halt, die RWE-Coach Karsten Neitzel als Basics in jeder Partie einfordert, der Rest muss im Training erarbeitet werden. Die Systemumstellung jedenfalls, sie habe bereits Wirkung gezeigt. „Wir konnten die Räume diesmal wieder enger machen und sind auch kompakter aufgetreten“, freute sich Sportdirektor Jürgen Lucas. Denn Räume anbieten sollte man den Kölnern mit ihrer Sturmreihe Timm Golley und Sven Kreyer, dahinter noch mit dem schussgewaltigen Mike Wunderlich, besser nicht.

„Was die Viktoria bei eigenem Ballbesitz nach vorne abliefert, das ist für diese Liga schon vom Allerfeinsten“, lobte Neitzel, der auch zugab: „Da hatten wir das eine oder andere Mal auch etwas Glück.“ Oder einen diesmal überragenden Robin Heller, der reaktionsschnell ausmerzte, wenn das neue Innenverteidigerpaar Meier/Becker doch einen Kölner durchbrechen lassen musste. Am Ende fasste aber Jürgen Lucas zusammen: „Wir haben gegen die offensivstärkste Mannschaft der Liga, und das ohne Philipp Zeiger, die Null gehalten.“ Punkt.

Auf der anderen Seite hatten auch die Rot-Weissen genug zu bieten im Spiel nach vorne. Der neue RWE-Coach hatte wieder mit Freude die Performance von Cedric Harenbrock in der ersten Hälfte gesehen: „Anders als in Wuppertal begann er diesmal auf der linken Seite, von wo er immer wieder ins Zentrum vorstößt. Das gibt uns fußballerisch immer wieder gute Aktionen.“ Leider bekam das Nachwuchstalent bereits in Halbzeit eins einen Pferdekuss. „Wir haben es nach der Pause noch einmal probiert, aber er hat signalisiert, dass das Knie instabil war“, bedauerte Neitzel. Da wusste er noch nichts von der Schocknachricht am Nachmittag: Ein MRT ergab die traurige Diagnose: Kreuzbandriss, der 20-Jährige wird bis weit in die kommende Saison ausfallen.

Neitzel ging ins Risiko mit Benjamin Baier

Ein Risiko ging der RWE-Trainer mit der Aufstellung von Benjamin Baier, der die Woche nicht trainieren konnte. Aber der Kapitän biss auf die Zähne bis zu seiner Auswechselung und erhielt ebenfalls ein Lob vom Trainer: „Bennie ist nicht der Sprintertyp, aber er weiß schon, was auf dem Platz passiert.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik