Wiesbaden. Rot-Weiss Essen kommt außerhalb des eigenen Stadions nicht in Fahrt. Beim SV Wehen Wiesbaden verlor Aufsteiger RWE am Sonntag mit 1:3 (0:1).

Der Auftrag war klar. Schon weit vor Anpfiff skandierten die rund 2000 mitgereisten Fans von Rot-Weiss Essen „Auswärtssieg“ – doch das Warten auf den ersten Dreier in der Fremde geht weiter. RWE verlor am Sonntag mit 1:3 (0:1) beim SV Wehen Wiesbaden.

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Es war ein Kampfspiel und die Essener lieferten sich auf dem tiefen Rasen einige Scharmützel mit den Wiesbadenern. Felix Herzenbruch, wer sonst, wäre hier zu nennen. Die Stutzen und das Trikot des 30-Jährigen waren schon nach wenigen Minuten matschbraun und nicht mehr weiß. Selten passte das Motto, das auf einem Banner im RWE-Block stand, besser: „Dreck fressen seit 1907“.

SV Wehen Wiesbaden - Rot-Weiss Essen: Hier gibt es den Live-Ticker zum Nachlesen

Wiesbaden - Essen 3:1

Nach einer chancenarmen Anfangsphase tauchte plötzlich Benedict Hollerbach vor Jakob Golz auf. Der Toptorjäger der Wehener hatte sich gegen José-Enrique Rios Alonso, der mit Herzenbruch die Innenverteidigung bildete durchgesetzt. Golz parierte in der 19. Minute aber stark.

Felix Götze riss das rot-weisse Spiel anschließend an sich, und dann fiel sie fast, die Führung: Lawrence Ennali spielte flach in die Mitte, Simon Engelmann ließ den Ball durch, Sascha Mockenhaupt klärte im Liegen und in allerletzter Sekunde vor dem einschussbereiten Oguzhan Kefkir (27.). Die Mannschaften, die sich zuvor belauert hatten, drängten aufs Tor. Björn Rother probierte es aus der Distanz (29.), Engelmann prüfte SVWW-Torwart Florian Stritzel (30.). Doch dann feierte Wiesbaden.

Andreas Wiegel hat für Rot-Weiss Essen den Ausgleich beim SV Wehen Wiesbaden erzielt.
Andreas Wiegel hat für Rot-Weiss Essen den Ausgleich beim SV Wehen Wiesbaden erzielt. © ffs | Thorsten Tillmann

Rios Alonso vertändelte den Ball in der gegnerischen Hälfte, Johannes Wurtz tänzelte durch die komplette Hintermannschaft der Rot-Weissen: Rothers Grätsche ging ins Leere, Brooklyn Ezeh flankte in die Mitte, dort köpfte Ivan Prtajin ein (43.).

Nach der Pause schütteten die Regenwolken ihr Herz über Hessen aus und es wurde noch nasser, denn die RWE-Fans stellten in der 52. Minute die Bierdusche an: Rechtsverteidiger Andreas Wiegel war nach vorne gestürmt und stocherte den Ball irgendwie ins Netz. Ennali und Engelmann scheiterten nur Augenblicke später knapp am zweiten Tor. Sie nutzten ihre Chancen nicht, das sollte sich rächen.

Auf dem seifigen Untergrund war es jetzt ein komplett offenes Spiel und Essen hatte bei einer Wiesbadener Drangphase zunächst Glück: Kefkir klärte auf der Linie (62.), Wurtz traf die Latte (64.), Hollerbach das Außennetz (65.).

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Christoph Dabrowski reagierte, brachte Isaiah Young sowie Kapitän Daniel Heber und stellte auf eine Dreierkette. Der Trainer schien sich mit dem Remis anzufreunden, jedoch hatten die Wehener etwas gegen diesen Plan einzuwenden.

Prtajin machte seinen Doppelpack mit einem weiteren Kopfballtor perfekt (73.). Und mit dem 3:1 in der Ahmet Gürleyen, er traf in der 76. Minute, war alles klar – Rot-Weiss Essen sollte den Auftrag ein weiteres Mal nicht erfüllen.

SV Wehen Wiesbaden - Rot-Weiss Essen

RWE: Golz – Wiegel (80./Fandrich), Rios Alonso, Herzenbruch, Bastians, Rother (67./Heber), Tarnat, Götze, Kefkir (63./Young), Ennali (80./Loubongo), Engelmann.

Zuschauer: 4526.