Essen. Rot-Weiss Essen ist aufgestiegen und nach 14 Jahren zurück im Profifußball Wir erklären, worauf sich Fans in der 3. Liga einstellen können.

Rot-Weiss Essen hat es geschafft und ist nach 14 Jahren in den Profifußball zurückgekehrt. In der kommenden Saison spielt der Traditionsverein in der 3. Liga und steht somit auch deutschlandweit wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Die Gegner von RWE heißen somit nicht mehr FC Wegberg-Beeck oder VfB Homberg, sondern TSV 1860 München, Waldhof Mannheim oder 1. FC Saarbrücken - Namen, auf die sich wohl jeder rot-weisse Fan freuen wird.

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Rot-Weiss Essen erwarten mehrere NRW-Duelle

Die Regionalliga West hat RWE zwar verlassen, das Gros der Teilnehmer der kommenden Drittliga-Spielzeit kommt allerdings ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen. So wird Essen in der nächsten Saison auf den MSV Duisburg, Viktoria Köln, SC Verl und Borussia Dortmund II treffen - fünf Teilnehmer stellt sonst kein anderes Bundesland (zum Vergleich: Aus Bayern kommen mit 1860 München, SpVgg Bayreuth und FC Ingolstadt drei Klubs, diese Anzahl könnte je nach Verlauf der Relegationsspiele auch noch Sachsen - FSV Zwickau, Erzgebirge Aue und womöglich Dynamo Dresden - oder Niedersachsen - VfL Osnabrück, SV Meppen und womöglich VfB Oldenburg - erreichen).

Rot-Weiss Essens Spieler feierten am Samstag den Aufstieg in die 3. Liga.
Rot-Weiss Essens Spieler feierten am Samstag den Aufstieg in die 3. Liga. © Thorsten Tillmann

Die Beispiele aus Köln, Verl und Dortmund sollten RWE aber auch Mut machen, sind die Teams doch in den vergangenen Jahren aus der Regionalliga aufgestiegen und konnten sie sich in der 3. Liga etablieren. Zumal Rot-Weiss in der 3. Liga sicherlich auch noch einmal andere Möglichkeiten haben wird als andere Aufsteiger.

Rot-Weiss Essen in der 3. Liga live bei Magenta Sport

Auch finanziell lohnt sich der Aufstieg in die Drittklassigkeit. Insgesamt werden rund 16 Millionen Euro Fernsehgelder ausgeschüttet - das bedeutet pro Verein ungefähr 888.000 Euro Zusatzeinnahmen. Borussia Dortmund II und der SC Freiburg II partizipieren als Zweitvertretungen in der 3. Liga nicht an der Ausschüttung, so dass die Fernsehgelder lediglich auf 18 der 20 Vereine verteilt werden. Dazu kommen noch rund 480.000 Euro für alle Klubs aus der zentralen Vermarktung der Liga.

Wer nicht ins Stadion kann, muss auf Live-Fußball in der 3. Liga im Übrigen auch nicht verzichten. Bereits seit 2017/2018 überträgt Magenta Sport sämtliche 380 Spiele der Saison live, samstags wird auch eine Konferenz angeboten. Der Streamingdienst der Telekom kostet für Kunden des Mobilfunkanbieters im Jahresabo 4,95 Euro pro Monat, im Monatsabo 9,95 Euro. Kunden ohne Telekom-Vertrag zahlen 9,95 Euro monatlich im Jahresabo bzw. 16,95 Euro im Monatsabo.

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In der 3. Liga werden allerdings auch einige Spiele im Free-TV übertragen. So dürfen die Dritten Programme 86 Partien pro Saison zeigen, das gilt allerdings nur für Samstagsspiele. Zumeist laufen dementsprechend zwei oder drei Begegnungen pro Spieltag im Free-TV wie zum Beispiel beim WDR.

Die Fans von Rot-Weiss Essen werden sich zudem auch an teilweise neue Anstoßzeiten gewöhnen müssen. Hauptspieltag bleibt der Samstag um 14 Uhr - wie bereits in den vergangenen Jahren in der Regionalliga West. Dort finden in der Regel sechs der zehn Partien pro Spieltag statt. Ein Freitagsspiel (19 Uhr) eröffnet den Spieltag, am Sonntag gibt es in der Regel zwei Partien - eine um 13 Uhr und eine um 14 Uhr.

Rot-Weiss Essen wird auch am Montagabend spielen

Eine Besonderheit stellt der Montag da: In den vergangenen Jahren regte sich großer Protest aus diversen Fanszenen gegen Montagsspiele, in der Bundesliga und 2. Bundesliga sind diese bereits abgeschafft. Auch in der 3. Liga entschloss man sich vor wenigen Monaten dazu, den unliebsamen Termin zu streichen - allerdings erst ab der Saison 2023/2024. Heißt also: RWE wird sicherlich auch in der kommenden Saison mal am Montagabend (um 19 Uhr) spielen.

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