Regionalliga

Regionalliga-Reform: Wird der Westen der große Gewinner?

Enzo Wirtz von Rot-Weiss Essen.

Enzo Wirtz von Rot-Weiss Essen.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Die Regionalliga soll reformiert werden. Doch nun soll der Plan gescheitert sein, künftig nur noch vier Staffeln auszuspielen.

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Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von DFB-Vizepräsident Peter Frymuth sollte bis 2019 einen Vorschlag erarbeiten, wie aus fünf vier Regionalligen werden können, aus denen der Meister direkt aufsteigt. Eine Reform, die wohl nicht stattfinden wird. Das berichtet der "Kicker".

Der Ärger quer durch die Republik war groß. Die Fans der Klubs gingen regelmäßig auf die Barrikaden - ebenso die Vereinsverantwortlichen. Die klare Forderung: Meister müssen aufsteigen. In der Regionalliga war das bisher nicht der Fall. Drei Aufsteiger müssen in Relegationsspielen ermittelt werden. Teilnehmer: Die Meister der fünf Ligen, dazu durfte bisher auch der Zweite aus dem Südwesten um den Aufstieg spielen.

Der Plan war folgender: Aus fünf werden vier Regionalligen, die Meister steigen direkt auf. Die 3. Liga hatte für diesen Fall einen vierten Absteiger angeboten, wenn im Gegenzug die Chance gegeben ist, direkt aufzusteigen - ohne eine lästige Relegation. Bis zu einem Durchbruch sollte es eine Zwischenregelung für die laufende und die kommende Spielzeit geben. In diesen beiden Jahren steigen vier der fünf Meister direkt auf. Der Meister der Regionalliga Südwest, die auf ihren bisherigen zweiten Relegationsplatz verzichten wird, steigt in den beiden Spielzeiten direkt auf.

Hinzu kommen zwei feste Aufsteiger aus den übrigen vier Regionalligen. Der Antrag sieht zudem vor, dass der Meister der Regionalliga Nordost am Ende der Saison 2018/19 direkt aufsteigt. Per Losentscheid bekam zudem die Weststaffel für diese Saison einen festen Aufstiegsplatz zugesichert. Die übrigen beiden Meister der Regionalliga-Spielzeit 2018/19, die dann in der Saison 2019/20 einen festen Aufstiegsplatz erhalten, ermitteln in einer Relegation aus Hin- und Rückspiel den vierten Aufsteiger.

Ein Modell ohne Zukunft: Auch der DFB hatte die Problematik erkannt. Er wollte handeln, doch die Pläne scheinen gescheitert. Wie der "Kicker" berichtet, wurde die dafür eingesetzte Arbeitsgruppe am 14. November aufgelöst. Politisch sei eine Reduzierung auf vier Regionalligen nicht möglich. Wie der "Kicker" weiter berichtet, soll nun eine Lösung favorisiert werden, die DFB-Präsident Reinhard Grindel bereits Ende 2017 befürwortete.

Die West-Staffel der Regionalliga könnte profitieren

Und die wäre gut für den Westen. Ab 2020 soll demnach die Staffel West und die aus dem Südwesten einen festen Aufsteiger erhalten. Die weiteren beiden Aufsteiger müssten in einer gesonderten Spielrunde der Meister aus dem Nord, dem Nordosten und Bayern ermittelt werden. Auf Nachfrage bekundete Grindel im November 2017, „dass eine Menge dafür spricht, dass die leistungsfähigen Regionalligen West und Süd-West ihr eigenes Aufstiegsrecht erhalten.“

Auf einer Präsidiumssitzung am 7. Dezember soll das Thema von der Bundes- auf die Regionalebene verschoben werden.

Regionalliga: Diese drei Vorschläge wurden 2017 diskutiert:

Regionalliga: erster Vorschlag

Die Meister der Regionalliga West und Südwest bekommen einen festen Aufstiegsplatz, die Titelträger aus Süd, Nord und Nordost spielen in einer Dreierrunde zwei weitere Aufsteiger aus.

Regionalliga: zweiter Vorschlag

Es werden nur noch vier statt fünf Regionalliga-Staffeln gebildet, so dass stets der Meister aufsteigt. Das könnte dem Vernehmen nach auf Kosten der Regionalliga Nordost gehen, in der Traditionsvereine unterwegs sind.

Regionalliga: dritter Vorschlag

Es gibt ein rotierendes System an festen Aufstiegsplätzen. Drei Meister steigen direkt auf, die beiden übrigen bestreiten Play-offs um einen vierten Aufstiegsplatz. Es wird nach einem turnusmäßigen Modus im Vorfeld einer Saison festgelegt , welche Regionalligen die Direktaufsteiger stellen, welche Meister in die Play-offs müssen. Ein Modell, das Reinhard Grindel präferiert.

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