Wattenscheid

Peter Neururer: „Ich arbeite ganz normal weiter“

Haben schon beim VfL Bochum zusammengearbeitet: Peter Neururer, jetzt Sportchef der SG Wattenscheid 09 (rechts), und Innenverteidiger Jonas Acquistapace.

Haben schon beim VfL Bochum zusammengearbeitet: Peter Neururer, jetzt Sportchef der SG Wattenscheid 09 (rechts), und Innenverteidiger Jonas Acquistapace.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Bochum.  Ungeachtet der schwierigen wirtschaftlichen Situation plant Wattenscheids Sportchef Peter Neururer weiterhin den Kader.

Obwohl hinter der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit der SG Wattenscheid 09 einmal mehr ein Fragezeichen steht, läuft auf der sportlich-administrativen Ebene des Regionalligisten die Maschinerie weiter. Am Montag startet Farat Toku mit dem Training, es müssen noch etliche Spieler her. Sportchef Peter Neururer sieht jedenfalls keinen Grund, auf die Bremse zu treten: „Ich beziehe mich auf das, was mir gesagt wurde und arbeite ganz normal weiter.“

Woran sollte sich Neururer auch sonst halten? „Man hat mir während der Mitgliederversammlung gesagt, die kommende Saison sei abgesichert, und ich habe auch danach kein anderes Signal mehr bekommen“, sagt der 64-Jährige, der inzwischen drei Neulinge für die SG 09 gewinnen konnte. Zuletzt verpflichteten die Wattenscheider am späten Donnerstag Jonas Acquistapace, den man durchaus als künftige Stammkraft für die Innenverteidigung betrachten kann.

Zwei Neulinge mit VfL-Wurzeln

Acquistapace ist einer der letzten VfL-Akteure, die sich einst über die U23 des Zweitligisten für das Profiteam qualifizieren konnten. 69 Zweitliga-Spiele für den VfL stehen in seiner Bilanz, nach dem anschließenden internationalen Abenteuer bei Omonia Nikosia ging es für den fast 30-Jährigen allerdings kreuz und quer durch die deutsche Provinz. Zwickau, Halle, Wehen Wiesbaden waren seine Stationen, zuletzt stand er in Diensten des Regionalliga-Konkurrenten SC Verl.

„Ich bin davon überzeugt, dass er uns weiterhelfen wird“, sagt Peter Neururer über Acquistapace. Als Bochum-Kenner kann Neururer auch Zugang Nummer vier gut beurteilen. Denn am Montag soll Florian Kraft an der Lohrheide einen Vertrag unterschreiben. Der Torhüter war erst im vergangenen Winter vom VfL zum Drittligisten Fortuna Köln gewechselt, war dort aber hinter Nikolai Rehnen nur die Nummer zwei und durfte erst im letzten Saisonspiel gegen Sonnenhof-Großaspach zwischen die Pfosten.

12 Spieler fehlen noch

Nun wird, so es denn zur geplanten Vereinbarung kommt, Kraft das Rennen um die Nummer eins in Wattenscheid aufnehmen. Ob Edin Pepic, der bisherige Stammtorhüter an der Lohrheide, dabei sein Gegner sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Kraft wäre der zehnte Spieler, auf den die SG 09 zählen könnte. Mit 22 Akteuren für die kommende Regionalliga-Spielzeit plant Sportchef Neururer, der offen einräumt: „Ich arbeite nach klaren Vorgaben. Mehr können wir nicht bezahlen. Deshalb dürfen wir bei der Kaderplanung keinen Fehler machen.“ Zwischen zehn und 22 liegt allerdings noch viel Luft, deshalb wird Peter Neururer, gemeinsam mit Trainer Farat Toku, bemüht sein, weiterhin zügig Nägel mit Köpfen zu machen in den nächsten Tagen.

Wenn Toku am Montag zum ersten Training bittet, dann werden folglich, so Neururer, auch „einige“ potenzielle Kandidaten zum „Probetraining“ erscheinen. Für das - allerdings bislang schmale - Grundgerüst haben die Verantwortlichen indes bereits gesorgt: Nico Buckmaier, Jeffrey Obst, Cellou Diallo, Emre Yasilova, Matthias Tietz und Berkant Canbulut waren in der vergangenen Saison unumstrittene Stammspieler, auf die der Klub bekanntlich weiterhin bauen kann.

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