Corona-Krise

NRW-Ausnahmeregelung: Fußballprofis dürfen wieder trainieren

BVB-Stürmer Erling Haaland sprintet über den Platz. Ab sofort dürfen er und seine Kollegen wieder trainieren.

BVB-Stürmer Erling Haaland sprintet über den Platz. Ab sofort dürfen er und seine Kollegen wieder trainieren.

Foto: firo

Düsseldorf.  Die Fußball-Bundesliga wird frühestens im Mai fortgesetzt. Immerhin dürfen die Profis ab sofort wieder trainieren. Es gibt eine Ausnahmeregelung.

In der Bundesliga ruht der Ball noch mindestens bis zum 30. April, doch in Nordrhein-Westfalen darf die Fußballelite trotz der Coronavirus-Pandemie das Training auf dem Rasen aufnehmen. Dies bestätigte Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen am Dienstag dem WDR.

„Wenn Marco Reus, Axel Witsel oder Roman Bürki durch Dortmund joggen, erregt das zu große Aufmerksamkeit“, argumentiert CDU-Politiker Dahmen, der sich bei der Landesregierung in Düsseldorf für eine Lockerung der Regelungen für Berufssportler eingesetzt hat. Für Hobbysportler gilt diese Ausnahmeregelung nicht.

Regelung gilt auch für andere Profisportler

„Das Gesundheitsministerium hat in einem Schreiben klargestellt, dass Profisportler einen Beruf haben und dass sie in ihrer Berufsausübung nicht beschränkt werden dürfen“, erklärte Dahmen. Die Profis müssten allerdings Abstände einhalten und dürften nur in Zweiergruppen trainieren.

Die Regelung gelte nicht nur für Profifußballer in NRW, sondern auch für Leistungssportler in den Olympia-Stützpunkten des Landes.

BVB trainiert seit Montag in Zweiergruppen

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund trainiert bereits seit Wochenbeginn unter diesen Voraussetzungen. Der BVB achtet darauf, alle strengen Kontakt- und Hygiene-Vorgaben einzuhalten. Die Spieler dürfen auf dem Trainingsgelände nicht essen, duschen oder sich umziehen.

Wie das konkret funktionieren soll, hat BVB-Profi Julian Brandt am Dienstag erläutert. "Wir bekommen ein, zwei Tage vorher eine Liste mit Pärchen, die zu verschiedenen Zeiten trainieren", sagt Nationalspieler Brandt. Die Einhaltung der Vorgaben sei aufgrund der Rahmenbedingungen in Dortmund kein Problem: "Wir haben eine große Anlage und können uns auf dem kompletten Trainingsgelände aufteilen. Zudem haben wir verschiedene Zeiten und Stationen, so können wir uns auch an die Vorgaben halten." (sid, mh)

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