Fußball

Noch aufs Klo: Bayern erklären Comans Wechsel-Wirrwarr

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Kam später in die Partie für die Bayern als gedacht: Kingsley Coman (r.).

Kam später in die Partie für die Bayern als gedacht: Kingsley Coman (r.).

Foto: dpa

Barcelona.  Erst sollte Kingsley Coman beim 3:0 des FC Bayern über den FC Barcelona für Musiala eingewechselt werden, kam dann aber später erst für Sané.

Bayern-Profi Kingsley Coman sorgte beim Münchener 3:0 zum Champions-League-Start gegen den FC Barcelona für eine kuriose Szene. Der französische Fußball-Nationalspieler sollte am Dienstagabend im Camp Nou eigentlich schon früher eingewechselt werden. Doch Coman kam nicht wie vorgesehen in der 70. Spielminute für Jamal Musiala, sondern erst einige Minuten später für Leroy Sané.

Julian Nagelsmann klärte die Verwirrung in der Pressekonferenz nach dem Spiel auf. „King hatte ein bisschen Magenprobleme kurz vor der Einwechslung“, schilderte der Münchener Coach. So löste Serge Gnabry den 18-jährigen Musiala ab. Coman (25) musste noch mal kurz in die Katakomben verschwinden. „Wir mussten kurz warten, bis der Toilettenbesuch vorbei war. Dann ging's“, erzählte Nagelsmann.

Nagelsmann gönnt sich ein Schlückchen

Der Bayern-Trainer wollte sich dann erst mal nach seinem verheißungsvollen Premierensieg „ein kleines Schlückchen“ im Teamhotel genehmigen. Der Abend im Camp Nou soll aber nur der Anfang für etwas Großes gewesen sein. Jedenfalls antwortete der 34-jährige Nagelsmann erfrischend offen(siv), als er gefragt wurde, ob der FC Bayern in der Champions League zu den Titelfavoriten zähle.

„Wenn wir in der Gruppenphase weiter so spielen, werden wir hoffentlich in die K.o.-Phase kommen. Das ist das erste Ziel“, sagte Nagelsmann und schloss an: „Wenn wir uns weiterentwickeln, sind wir einer der Favoriten. Wir probieren es auf jeden Fall, einer zu sein.“

Anspruch ist immer der Sieg

Höchste Ambitionen haben auch seine Profis, die größtenteil 2020 das Triple gewannen. „Wenn du hier 3:0 gewinnst, ist das ein Signal“, tönte Thomas Müller, der mit dem ersten Tor den Weg ebnete. Torjäger Robert Lewandowski legte in der zweiten Spielhälfte doppelt nach. Nagelsmann genießt schon wenige Wochen nach dem Wechsel von RB Leipzig die Arbeit beim deutschen Rekordchampion. In München reise er nicht mehr als „Underdog“ zu Auswärtsspielen, sondern mit dem klaren Anspruch, diese zu gewinnen. „Ich bin unglaublich froh. Es war für mich auch spannend, wie es ist, mit Weltstars zusammenzuarbeiten“, sagte der noch titellose Coach. Dann lobte er den „spielenden Co-Trainer“ Müller und den enorm gierigen Torjäger Lewandowski. „Lewy hört nicht auf. Das ist schon ein Charakterzug“, sagte Nagelsmann.

Der 33-jährige Lewandowski steht nun bei 75 Toren im wichtigsten Vereinswettbewerb, der nur ein Jahr jüngere Müller bei 49. „Gegen Barcelona treffe ich gerne“, scherzte Barça-Schreck Müller ein Jahr nach dem 8:2 von Lissabon und inzwischen sieben Treffern in sechs Partien gegen die Katalanen. „Es ist super wichtig, die ersten drei Punkte einzufahren und so eine Dominanz auszustrahlen. Wir haben ein Ausrufezeichen gesetzt“, verkündete Kapitän Manuel Neuer. Den chancenlosen und erschreckend harmlosen Gastgebern fehlten die „gewissen besonderen Dinge“ von Messi, wie Nagelsmann sagte: „Da ist ein großer Spieler weggebrochen.“ Der Bayern-Coach bewertete den abgeklärten Sieg aber eher als eine Münchner Eigenleistung: „Wir haben es einfach sehr gut gemacht, das ist der Schlüssel.“ (fs/dpa)

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