Einzelkritik

Tugrul Erat erweckt Mitleid bei MSV-Niederlage - Note 5,5

MSV-Spieler Tugrul Erat erwischte gegen Düsseldorf einen schwarzen Tag.

MSV-Spieler Tugrul Erat erwischte gegen Düsseldorf einen schwarzen Tag.

Düsseldorf.  Der MSV Duisburg hat das Derby gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:3 (0:2) verloren. Dabei enttäuschte vor allem ein Abwehrspieler.

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Mark Flekken (3,5): Den ersten Treffer hätte der Niederländer wohl verhindern können, dafür parierte er gegen den heranstürmenden Raman glänzend (64.). Er strahlte viel Ruhe aus, war da, wenn er gebraucht wurde. Starke Parade gegen Usami, als er außerhalb des Strafraums mit der Brust abwehrte (87.).

Tugrul Erat, bis 45. (5,5): Der Rechtsverteidiger erwischte einen rabenschwarzen Tag. Erst ließ er Raman vor dem 0:1 im Rücken laufen und verhinderte dann dessen Flanke (2.) nicht. Auch beim 0:2 ließ er seinen Gegenspieler unbedrängt Flanken. Als er sogar das Laufduell gegen den zehn Jahre älteren Fink verlor, erweckte er beinahe Mitleid.

Dustin Bomheuer (5): Wenn Fortuna das Tempo erhöhte und über die linke Angriffsseite kam, hatte auch der Innenverteidiger massive Orientierungsprobleme. Als Zimmer auf die linke Seite wechselte, wurde das noch deutlicher sichtbar. Setzte einen Kopfball über die Latte (78.).

Gerrit Nauber (4): War der bessere der beiden Innenverteidiger, obschon er sich vor dem 0:1 von Hennings abhängen ließ und dadurch viel zu weit von ihm entfernt stand (2.). Beim 0:3 entwischte ihm der schnelle Raman. Da waren er und Bomheuer zu langsam.

Kevin Wolze (3): Der Duisburger Kapitän geriet in der Landeshauptstadt aus der Schusslinie, weil das Gros der Angriffe der Fortunen über die linke Seite anrollte – und nicht über seine linke. Er war sicher am Ball, behielt die Übersicht und spielte eine ordentliche Partie.

Fabian Schnellhardt (5): Es war ein unauffälliges Spiel des Duisburger Spiellenkers. Von ihm kamen keine Impulse im Spiel nach vorne. Viel zu wenig für einen Spieler seiner Klasse.

Lukas Fröde (4): Einzig beim dritten Düsseldorfer Treffer sah er schlecht aus, als Raman quasi ungestört durch die Mitte sprinten konnte. Da fehlte Duisburgs Sechser. Ansonsten mit durchaus gutem Zweikampfverhalten. Hatte allerdings Unsicherheiten, sobald das Spiel schneller wurde.

Cauly Oliveira Souza (2,5): Der beste Duisburger. Hohes Laufpensum, viele gefährliche Pässe, ständig in Aktion. Über ihn lief nahezu jeder Angriff der Zebras.

Moritz Stoppelkamp (4,5): Er verschoss den Elfmeter (12.) und verpasste damit die Chance, seine Mannschaft wieder ins Spiel zu bringen. Dann zirkelte er einen Freistoß maßgerecht aufs Tor und zwang Wolf zu einer starken Parade (42.). Sein Ballverlust ermöglichte Düsseldorf das dritte Tor (55.). Bemerkenswert war, dass er sich trotz der vielen vergebenen Chancen nicht beirren ließ und offensichtlich den Glauben an einen MSV-Sieg nie verlor.

Kingsley Onuegbu (3,5): Der Angreifer wirkte vor allem in der Anfangsphase des Spiels sehr beweglich. Kluger Einsatz gegen Düsseldorfs Torhüter Wolf in der Situation, die zum Foulelfmeter führte (12.). Er vergab die beste Chance der Zebras, als er den Ball nach Hajris Schuss so traf, dass er an der Torlinie entlang rollte (53.).

Stanislav Iljutcenko (4): Er war der unauffälligere der beiden Stürmer. Sah in der 44. Minute die Gelbe Karte, weil er seinen Gegenspieler im Zweikampf mit dem Ellenbogen ins Gesicht traf. Hatte gute Ideen, es mangelte jedoch an der Umsetzung.

Enis Hajri, ab 46. (3,5): Kam zur Pause für den völlig überforderten Erat. Danach stand die rechte Abwehrseite weitaus sicherer als noch vor dem Seitenwechsel.

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