MSV Duisburg

Torsten Lieberknechts Liebeserklärung an den MSV Duisburg

Seit einem Jahr beim MSV im Amt: Torsten Lieberknecht bereut keine Sekunde.

Seit einem Jahr beim MSV im Amt: Torsten Lieberknecht bereut keine Sekunde.

Foto: firo Sportphoto/Hessland / firo Sportphoto

Duisburg.  Der MSV Duisburg trifft am Mittwoch auf den SV Meppen. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht kann sich dabei seinen Jahrestag versüßen.

Am Dienstag jährte sich der Dienstantritt von Trainer Torsten Lieberknecht beim MSV Duisburg – damals noch Fußball-Zweitligist, nunmehr Drittligist. Zum Jahrestag sprach der 46-Jährige eine Liebeserklärung an seinen Klub aus. „Ich habe keine Sekunde bereut, zum MSV zu gehen. Ich wachse immer mehr in den Spielverein hinein“, bekannte der Coach. Bei all diesen Glücksgefühlen könnte es noch schöner werden, wenn die Zebras am Mittwoch ihr Nachholspiel gegen den SV Meppen (19 Uhr, Schauinslandreisen-Arena) gewinnen würden. Gelingt dies, steht der Zweitliga-Absteiger an der Tabellenspitze.

„Keine Sekunde bereut“ – das ist keine Selbstverständlichkeit- Lieberknecht war vor einem Jahr angetreten, den MSV vor dem Abstieg zu retten. Das ging bekanntlich nach einem vielversprechenden Start (ein Sieg beim Spitzenreiter 1. FC Köln), der Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale) krachend schief. Diese Enttäuschung hat der Pfälzer offenbar erfolgreich verarbeitet. Er lebt im Hier und Jetzt – und es tut ihm sichtlich gut, dass bislang viele Dinge, die er im Sommer nach dem Umbruch angepackt hat, funktionieren.

Lieberknechts Vertrag in Duisburg läuft noch bis 2021. In Braunschweig war er zehn Jahre im Amt – auch bei den Zebras möchte er langfristig arbeiten. „Ich hoffe, dass die Sache extrem lange dauern wird“, so Lieberknecht am Dienstag.

Auf den Jahrestag folgt der Bilanztag. Vor der Saison hatten der Trainer und weitere Verantwortliche mehrfach erklärt, dass die Lage in der Liga erst nach zehn Spieltagen seriös einzuschätzen sei. Heute steht das zehnte Spiel an – und der Sprung auf den ersten Platz wäre ein klares Statement. Doch die Tabellenführung wäre für Lieberknecht nur ein „Nebenprodukt“, wie er am Dienstag unterstrich.

Der Coach hob die Entwicklung der Mannschaft hervor. Sie sei in der Lage, ihre Spielidee zu entwickeln und umzusetzen. Dazu zählt der erfrischende Offensivfußball. Erst zwei Niederlagen stehen in dieser Saison zu Buche. In Ingolstadt und in Mannheim gingen die Zebras leer aus. Beide Schlappen waren vermeidbar. „Wir haben aus den Niederlagen die richtigen Schlüsse gezogen“, freut sich der Coach über Lerneffekte.

Ein Geduldsspiel erwartet den MSV Duisburg

Noch lange nicht ausgelernt hat Migel-Max Schmeling. Der 19-Jährige stand gegen 1860 München in der Startelf, in Jena sprang er nach dem Platzverweis von Arne Sicker früh ein. Schmeling hatte vor dem Jenaer Führungstreffer das Nachsehen, lieferte ansonsten aber in den Augen des Trainers eine ordentliche Leistung ab. Am Mittwoch wird Schmeling von Beginn an auf dem Platz stehen. Er vertritt Arne Sicker, den das DFB-Sportgericht für eine Partie gesperrt hat.

Lieberknecht wünscht sich vom Youngster, dass er „von Beginn an hellwach“ ist. In den letzten beiden Spielen hatte Schmeling Anlaufschwierigkeiten. Da sei es gegen 1860 gar nicht so schlecht gewesen, dass er in gleich in den ersten Minuten viermal gefoult worden sei, wie der Trainer augenzwinkernd anmerkte.

Gegen den SV Meppen erwartet Lieberknecht ein Geduldsspiel. Der Gegner arbeite in der Defensive sehr konzentriert und beherrsche das Umschaltspiel, wie der Coach erklärt. Dass die Emsländer zuletzt zweimal (1:2 gegen den KFC Uerdingen und 2:3 bei den Würzburger Kickers) verloren haben, ist für die Duisburger kein Grund, von einer leichteren Aufgabe zu sprechen. Andere Ergebnisse des SVM sind für den MSV Warnung genug – etwa das Meppener 6:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern am 14. September.

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