Startbilanz

Lieberknecht-Debüt: Nur vier MSV-Trainer siegten zum Start

Bernard Dietz (rechts) bei seinem Debüt im November 2002 mit Torwarttrainer Manfred Gloger.

Bernard Dietz (rechts) bei seinem Debüt im November 2002 mit Torwarttrainer Manfred Gloger.

Foto: Andreas Mangen

Duisburg.   Bernard Dietz legte im Zeitraum von 1992 bis heute im Herbst 2002 mit fünf Siegen in Folge die beste Startbilanz aller neuen MSV-Trainer hin.

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Torsten Lieberknecht ist ein Trainer, der sofort helfen kann. Als der neue Coach des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg im Mai 2008 nach dem Rücktritt von Benno Möhlmann das Traineramt bei Eintracht Braunschweig übernahm, schaffte er in den letzten drei Saisonspielen noch die Qualifikation für die neue 3. Liga.

Lieberknecht, der am Montag mit den Zebras im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln sein Debüt feiern wird, startete in Braunschweig mit einem 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf, es folgten zwei Siege bei Rot-Weiß Ahlen (1:0) und gegen Borussia Dortmund II (2:0).

Die Redaktion hat die Startbilanzen aller neuen MSV-Trainer seit 1992 zusammengefasst. Berücksichtigt wurden nur Trainer, die mindestens für fünf Liga-Spiele im Amt waren. Erfolgreichster Starter war Bernard Dietz, der zwar mit einer Pokalniederlage beim HSV begann, in der 2. Liga dann aber fünf Siege in Serie hinlegte. Mit drei Niederlagen und zwei Unentschieden verbuchte Pierre Littbarski die schlechteste Startbilanz. Nur vier Trainer starteten mit einem Sieg.

Eichkorn mit zwei Amtszeiten

Am 25. April 1992 verlor Uwe Reinders, der die Nachfolge von Willibert Kremer angetreten hatte, zum Start 0:1 gegen den Hamburger SV. In den ersten fünf Spielen erzielte er einen Sieg und vier Niederlagen. Den Abstieg aus der 1. Bundesliga konnte er nicht verhindern.

Als Reinders-Nachfolger debütierte Ewald Lienen am 28. März 1993 mit einer 1:3-Niederlage beim SC Freiburg. Drei Siege und zwei Niederlagen standen zum Auftakt zu Buche, am Ende stieg Lienen mit den Zebras in die Bundesliga auf.

Dort spielte sein Nachfolger Hannes Bongartz am 5. November 1994 1:1 bei 1860 München (ein Sieg, ein Unentschieden, drei Niederlagen). Den Abstieg konnte er nicht abwenden. Sein Nachfolger Friedhelm Funkel schaffte die Rückkehr in die Bundesliga. Er startete am 15. Mai 1996) mit einem 4:2-Sieg beim FC Carl Zeiss Jena (drei Siege, zwei Niederlagen). Am 25. März 2000 verlor Seppo Eichkorn mit 2:3 gegen den VfL Wolfsburg (drei Niederlagen, ein Sieg, ein Unentschieden). Am Ende stieg der MSV in die 2. Liga ab.

Dort legte Wolfgang Frank am 14. August 2000 mit einer 1:2-Niederlage gegen den SSV Ulm 1846 los (zwei Siege, drei Niederlagen). Kurzer Zeit später übernahm Seppo Eichkorn erneut. Diesmal startete er am 22. Oktober 2000 mit einem 4:3 gegen den SSV Reutlingen (drei Siege, zwei Unentschieden).

In der folgenden Sommerpause feuerte der MSV unter Präsident Helmut Sandrock Eichkorn überraschend und verpflichtete Pierre Littbarski. Der Weltmeister begann am 27. Juli 2001 mit einer 1:4-Heimpleite gegen LR Ahlen (drei Niederlagen, zwei Unentschieden).

Es folgte Bernard Dietz, der am 10. November 2002 gegen den FSV Mainz 05 einen 1:0-Sieg feierte.

Gruev startete mit Remis

Die Ära des späteren Aufstiegstrainers Norbert Meier begann am 26. Januar 2003 mit einer 0:1-Heimniederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth (drei Niederlagen, ein Unentschieden, ein Sieg). Jürgen Kohler startete am 28. Januar 2006 vielversprechend mit einem 1:0-Erfolg beim VfB Stuttgart (ein Sieg, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). Schon am 9. April 2006 saß Heiko Scholz beim 1:1 gegen Schalke 04 auf der Bank (ein Sieg, ein Unentschieden, drei Niederlagen). Den Abstieg aus der Bundesliga konnte „Scholle“ nicht verhindern.

Rudi Bommer legte eine starke Startbilanz hin. Am 13. August 2006 gab es ein 2:1 gegen die TuS Koblenz (drei Siege, zwei Unentschieden). Nachfolger Peter Neururer debütierte am 21. November 2008 mit einem 0:0 gegen den FSV Frankfurt (zwei Siege, drei Unentschieden).

Milan Sasic spielte zum Auftakt am 8. November 2009 2:2 gegen Rot-Weiß Ahlen (drei Siege, zwei Unentschieden). Oliver Reck verlor am 30. Oktober 2011 mit 0:3 bei 1860 München (zwei Siege, zwei Niederlagen, ein Unentschieden). Kosta Runjaic verlor am 16. September 1:2 beim 1. FC Kaiserslautern (ein Sieg, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen).

Karsten Baumann startete in der 3. Liga am 20. Juli 2013 mit einer 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim (zwei Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage). Gino Lettieri patzte am 26. Juli 2014 mit einem 1:3 gegen den SSV Jahn Regensburg (ein Sieg, drei Unentschieden, eine Niederlage). Am Ende feierte er mit dem MSV den Aufstieg. Ilia Gruev startete am 7. November 2015 mit einem 1:1 gegen den SC Freiburg (ein Sieg, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen).

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