MSV-Turnier

MSV Duisburg verliert in Herne das Finale gegen Berlin 0:1

MSV-Stürmer John Verhoek (links) beim Kopfballduell mit dem Berliner Sidney Friede

MSV-Stürmer John Verhoek (links) beim Kopfballduell mit dem Berliner Sidney Friede

Foto: Alex Gottschalk/DeFodi.de

Herne.   Beim Turnier in Herne verkaufen sich die Profis des MSV Duisburg im Endspiel gegen Hertha BSC gut. Die erste Vorbereitungsphase ist beendet.

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Für den King wäre es ein Fest gewesen. Mickie Krause trat am Sonntag im Rahmen des Fußball-Turniers in Herne auf. Doch Schlagerfreund Kingsley Onuegbu spielt nicht mehr für den Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, sodass Krause in der – was für ein Name – „Mondpalast-Arena“ ohne seinen großen Fan zurecht kommen musste. Für MSV-Trainer Ilia Gruev war naturgemäß nur der sportliche Aspekt von Bedeutung. Und hier zog der 48-Jährige am Ende ein positives Fazit: „Das war für uns ein guter Tag.“ Im Finale des Turniers verkaufte sich der MSV gegen den Bundesligisten Hertha BSC trotz einer 0:1-Niederlage gut.

Mit dem Auftritt in Herne schloss Ilia Gruev den ersten Block der Saisonvorbereitung ab. Am Montag haben die Zebras frei, am Dienstag beginnt mit der Abreise ins Trainingslager nach St. Johann die zweite Phase der Saisonvorbereitung. Die zuletzt erkrankten Fabian Schnellhardt und Yanni Regäsel fehlten auch in Herne. Beide werden am Montag Sonderschichten einlegen, um Versäumtes aufzuholen. Schnellhardt und Regäsel sollen mit nach Österreich reisen. Innenverteidiger Thomas Blomeyer setzte mit einer Prellung am Fuß aus. Die Blessur erscheint derzeit aber nicht als schwerwiegend. Blomeyer soll in Tirol ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Sukuta-Pasu mit Doppelpack

Mit Anlaufschwierigkeiten setzten sich die Zebras im Halbfinale gegen den Oberligisten FC Brünninghausen, der unlängst gegen den Zweitligisten VfL Bochum ein 2:2 erreicht hatte, in der 60-minütigen Spielzeit mit 3:0 durch. Zunächst gab es trotz Ballbesitz wenig Ertrag. Mit zwei Treffern stellte Neuzugang Richard Sukuta-Pasu im zweiten Durchgang die Weichen auf Sieg. Enis Hajri, der gestern in der Innenverteidigung spielte, sorgte mit dem Treffer zum 3:0 für den Schlusspunkt. Auch hier verwies Ilia Gruev auf die hohe Trainingsbelastung seines Personals in den vergangenen Tagen. Und Stürmer Richard Sukuta-Pasu ergänzte: „Wenn wir jetzt alle frisch wären, würden wir etwas falsch machen.“

Erste Einsätze für Pia und Schmeling

Im Finale gegen Hertha BSC – die Hauptstädter mühten sich im Halbfinale zu einem glanzlosen 2:0-Erfolg über Gastgeber Westfalia Herne – bewegten sich die Meidericher, die für diese Partie nahezu die Mannschaft komplett ausgetauscht hatten, über weite Strecken auf Augenhöhe mit den Berlinern. Gruev: „Es ist schön, dass wir mithalten konnten.“

Hertha erzielte das Siegtor zehn Sekunden vor dem Halbzeitpfiff durch Ondrej Duda, dessen Schuss vom Innenpfosten ins Netz prallte. Die größte Duisburger Chance zum Ausgleich vergab Mittelfeldspieler Christian Gartner in der zweiten Halbzeit. Der Österreicher scheiterte bei einem Konter über John Verhoek und Stanislav Iljutcenko an Hertha-Keeper Rune Jarstein.

Die Torhüter Daniel Davari und Daniel Mesenhöler bestritten jeweils eine Partie, wobei Mesenhöler im Spiel gegen Brünninghausen eine entspannte Zeit verlebte. Trainer Gruev will den Zweikampf um die Nummer eins lange offen halten. „Ich freue mich, dass wir zwei Torhüter haben, die viel Ruhe ausstrahlen und ihre Sache seriös angehen“, mag der Trainer die Lautsprecher der Branche nicht so sehr.

Für die Statistiker: Abwehrspieler Migel-Max Schmeling bestritt im Halbfinale auf der rechten Defensivbahn die ersten 30 Testspielminuten im Rahmen der Saisonvorbereitung. U-19-Stürmer Jan-Niklas Pia kam im Spiel gegen Brünninghausen in der Schlussminute für Richard Sukuta-Pasu ins Spiel und durfte ein paar Sekunden Profiluft schnuppern. Der Jungstürmer wird morgen ebenfalls mit ins Trainingslager reisen.

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