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MSV Duisburg setzt gegen Braunschweig auf eine Trendwende

MSV-Trainer Ilia Gruev während des Spiels gegen den 1. FC Nürnberg.

Foto: firo

MSV-Trainer Ilia Gruev während des Spiels gegen den 1. FC Nürnberg. Foto: firo

Duisburg.   Der MSV Duisburg und Braunschweig stehen vor einem Schlüsselspiel. Mit einer stabilisierten Abwehr will der MSV den ersten Heimsieg erzielen.

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Der MSV Duisburg hat mit Eintracht Braunschweig in der 2. Fußball-Bundesliga noch eine Rechnung offen. Vor zwei Jahren verloren die Zebras ihr Heimspiel gegen die Löwen mit 0:5, in Erinnerung blieb unter anderem ein ebenso irrer wie unnötiger Hackentrick des georgischen Innenverteidigers Lasha Dvali im eigenen Strafraum. Am Freitag geht es für den MSV ab 18.30 Uhr im Duell mit den Niedersachsen nicht nur um eine Revanche, sondern auch darum, im Abstiegskampf eine Trendwende herbeizuführen. Ohne Hacke, ohne Spitze. Es ist ein Schlüsselspiel.

Auch wenn MSV-Trainer Ilia Gruev im Vorfeld der Partie einmal mehr betonte, dass „wir in der Lage sind, schönen Fußball zu spielen“, wäre der 47-Jährige schon froh, wenn die drei Punkte auch ohne Schönheitspreis auf dem Konto der Zebras landen würden. Nur ein Zähler aus den letzten vier Spielen steht zu Buche. Die Mannschaft muss die Gabe wiederfinden, kontinuierlich zu punkten. Das ist Gruevs Credo im Kampf um den Ligaverbleib.

Im Gegensatz zu einigen anderen Vereinen – da genügt in diesen Tagen schon ein Blick zum Revierrivalen VfL Bochum – demonstrieren die Verantwortlichen des MSV Duisburg noch Gelassenheit. Gruev, der nun fast zwei Jahre beim MSV im Amt ist, sagt zur aktuellen Situation: „Wir bleiben ruhig. Wir wissen, dass es solche Phasen gibt.“ Und der Fußball-Lehrer fügt hinzu: „Ich habe mir diese Ruhe erarbeitet.“

Bruder im Geiste

Am Freitag trifft Gruev auf einen Bruder im Geiste. Bei Eintracht Braunschweig hat sich Trainer Torsten Lieberknecht eine ähnliche Position erarbeitet. Seit über neun Jahren ist er im Amt. Aufstiege, ein Abstieg, zuletzt die verpatzte Relegation gegen den VfL Wolfsburg. Und aktuell läuft es für den Mitfavoriten um den Bundesliga-Aufstieg gar nicht rund. Zuletzt gab es zwei Niederlagen in Folge, die Braunschweiger belegen nur den elften Platz. „Beide Mannschaften brauchen die Punkte“, sagt MSV-Abwehrspieler Enis Hajri.

Der Tabellendritte der letzten Saison reist stark ersatzgeschwächt in Duisburg an. Zu den zahlreichen Verletzten gesellte sich nun auch Ex-MSV-Spieler Mirko Boland, der sich einen Innenbandriss im Knie zugezogen hat. Auch Lieberknecht will eine Trendwende einleiten. „Wir haben Gründe gesehen, wie es zu den Gegentreffern des MSV kam und da sehen wir Möglichkeiten, ebenfalls erfolgreich zu Torchancen zu kommen“, sieht der 44-Jährige sein Team gut vorbereitet.

Hoffen auf Tashchy

Mit der Nominierung von Defensiv-Allrounder Enis Hajri als Rechtsverteidiger will Ilia Gruev zumindest eine Schwachstelle im Duisburger Spiel, die sein Kollege Lieberknecht ausfindig gemacht haben könnte, eliminiert haben. Mit einer stabilisierten Abwehr wollen sich die Meidericher vor allem in der Anfangsphase des Spiels schadlos halten. In drei der letzten vier Partien schlug es mindestens einmal in den ersten zehn Minuten im Duisburger Tor ein. Damit hatten sich alle Vorsätze und Konzepte schon früh erledigt.

Zum ersten Heimsieg soll auch Stürmer Borys Tashchy, zuletzt mit einer Knöchelblessur außer Gefecht, beitragen. Eine Entscheidung, ob der Ukrainer spielen kann, soll kurzfristig erfolgen. Der Trend geht in die Richtung, dass es der 24-Jährige versuchen wird. Mit vier Treffern ist er hinter Flügelspieler Moritz Stoppelkamp (fünf Tore) derzeit zweitbester MSV-Schütze.

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