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Nur 2:2 gegen Sandhausen: Die MSV-Hoffnungen schwinden

Zu wenig: Gerrit Nauber (links) und Dustin Bomheuer hatten sich mehr als ein Remis erhofft.

Zu wenig: Gerrit Nauber (links) und Dustin Bomheuer hatten sich mehr als ein Remis erhofft.

Foto: dpa/ Weihrauch

Duisburg.   Der Abstieg rückt für den MSV Duisburg nach dem 2:2 gegen den SV Sandhausen näher. Trainer Lieberknecht lobt die Moral der Mannschaft.

Ein Sieg war Pflicht, es reichte aber nur für ein Remis. Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt schwinden beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg nach dem 2:2 (0:1) gegen den SV Sandhausen weiter. „Ein Punkt ist zu wenig“, ärgerte sich Mannschaftskapitän Gerrit Nauber. Der MSV holte zwar einen 0:2-Rückstand auf, zeigte aber zuvor über weite Strecken eine indiskutable Leistung. Torwart Felix Wiedwald: „Wir müssen den Willen zeigen. Das haben wir missen lassen.“

Beim MSV kehrte Innenverteidiger Dustin Bomheuer nach mehrwöchiger Pause in die Startelf zurück. Offensivmann Borys Tashchy stand zum ersten Mal seit dem 23. November im Kader der Meidericher. In der 72. Minute kam der Ukrainer auch ins Spiel.

Sondermann spricht Klartext

Die Partie war von Beginn an eine zähe Angelegenheit. Bei beiden Mannschaften lief vor 13.295 Zuschauern wenig zusammen. Erschreckend aus Sicht der Duisburger Fans: Die Körpersprache der Zebras ließ nicht erkennen, dass sich eine Mannschaft mit dem letzten Willen gegen den Abstieg wehren will. Das Team spielte ohne Herz, ohne Verstand, ohne Konzept.

In der ersten Halbzeit schossen Oliveira Souza (8.) und Wolze (26.) immerhin so auf das Sandhäuser Tor, dass sich Gästetorhüter Schuhen strecken musste. Besser zielte SVS-Stürmer Wouten in der 28. Minute. Er traf aus 17 Metern ins Tor, Bomheuer und Schnellhardt hatten es unmittelbar zuvor nicht für notwendig erachtet, den Mann zu attackieren.

Die Fans schickten die Mannschaft mit Pfiffen in die Pause. Applaus erhielt dafür Ex-MSV-Profi Hans Sondermann, der in der Halbzeitpause Gesprächspartner von Stadionsprecher Stefan Leiwen war. „Man hat den Eindruck, dass es der Mannschaft egal ist“, schimpfte der 77-Jährige, der von 1969 bis 1971 für den MSV in der Bundesliga spielte.

Nach der Pause setzten Nielsen und Stoppelkamp mit zwei Abschlüssen immerhin Akzente. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht brachte in der 58. Minute Gyau für Albutat. Drei Minuten später der nächste Rückschlag für den MSV. Bomheuer traf SVS-Stürmer Wooten im Strafraum mit dem Ellbogen im Gesicht, Schiedsrichter Gerach entschied auf Elfmeter. Wooten verwandelte zum 0:2.

Lieberknecht lobt sein Team

In der 71. Minute brachte Nielsen den MSV wieder ins Spiel zurück. Auf Zuspiel von Gyau traf der Norweger zum 1:2. Lieberknecht brachte mit Tashchy und Engin zwei weitere frische Spieler. In der 77. Minute hätte Engin das 2:2 bei einem Konter aus kurzer Distanz machen müssen, doch er vergab kläglich. Mit Profi-Fußball hatte das nichts zu tun.

In der 87. zeigte Schiedsrichter Gerach wieder auf den Elfmeterpunkt. Diesmal im Sandhäuser Strafraum. Müller hatte den Ball mit der Hand gespielt. Kevin Wolze verwandelte sicher zum 2:2. Der MSV übte noch einmal Druck auf das Gästetor aus, kam aber nicht mehr zum Siegtreffer. Torsten Lieberknecht schöpft die Hoffnung für die letzten vier Spiele aus der Tatsache, dass das Team den Rückstand aufholen konnte. Lieberknecht: „Es macht mich stolz, wie die Mannschaft nach dem 0:2 zurückkommt.“

Die Meidericher müssen nun am Sonntag auf Niederlagen des 1.FC Magdeburg (in Regensburg) und des FC Ingolstadt 04 (in Bielefeld) hoffen.

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