Twitter-Sieg

MSV Duisburg feiert virtuellen 5:4-Sieg gegen 1860 München

Drei Punkte im Netz: Trainer Torsten Lieberknecht sorgte mit dem Team des MSV Duisburg in einem virtuellen Spiel für Glanzpunkte.

Drei Punkte im Netz: Trainer Torsten Lieberknecht sorgte mit dem Team des MSV Duisburg in einem virtuellen Spiel für Glanzpunkte.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus / firo Sportphoto

Duisburg.  Der MSV Duisburg sorgt mit „Twitter-Sieg“ über den TSV 1860 München für bundesweite Beachtung. MSV-Nationalspielerinnen bleiben in der Heimat.

Der Spielbetrieb ruht, der Fußball-Drittligist MSV Duisburg sorgte am Samstag dennoch bundesweit für Schlagzeilen. Um Punkt 14 Uhr startete der MSV über das Internet-Netzwerk Twitter ein virtuelles Spiel beim TSV 1860 München. Das MSV-Medienteam twitterte 90 Minuten lang, ehe ein virtueller 5:4-Erfolg der Zebras zu Buche stand.

„Los geht‘s. Tolle Stimmung an der Grünwalder. Es scheint, als wäre bei diesem Spitzenspiel kein Platz mehr frei. Allerdings haben wir von unserer Position einen relativ schlechten Blick“, heißt es im ersten Tweet zum Spiel. Es war ein turbulentes Match auf der Datenautobahn, das im Internet unter www.msv-duisburg.de nachzulesen ist.

1860 gratuliert dem MSV Duisburg

Auch wenn es für die Löwen eine Niederlage setzte – der TSV 1860 regierte mit Humor. Die Münchner twitterten zurück: „Anständig wie wir sind, gratulieren wir euch recht herzlich zum Auswärtssieg. Hoffentlich können wir das Spiel im Mai nachholen und dann dürft ihr anständig gratulieren.“

Zu den ernsten Dingen dieser Tage. Am Montag steht um 15 Uhr in Frankfurt die außerordentliche Drittliga-Tagung des DFB an. Unter der Regie der DFL treffen sich zudem die Vertreter der Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga.

Von den Ergebnissen dieser Konferenz, bei der Geschäftsführer Michael Klatt und Sportdirektor Ivica Grlic die Interessen des MSV vertreten, wollen die Meidericher abhängig machen, wie der Trainingsbetrieb ihn den nächsten Tagen weitergehen kann. Über das Wochenende ruhte der Betrieb an der Westender Straße. Bislang ist für Dienstag eine Trainingseinheit geplant – das kann sich aber schnell ändern.

Wu nach Kanada

In dieser Woche will der DFB auch entscheiden, wie es in der Frauen-Bundesliga weitergehen wird. Beim MSV Duisburg sind aktuell mehrere Spielerinnen nicht an Bord. So bleiben die Nationalspielerinnen Lisa Makas (Österreich) und Lucia Harsanyova (Slowakei) nach Länderspielreisen bis auf weiteres in ihren Heimatländern. Danica Wu ist hingegen zu ihrer Familie nach Kanada gereist. „Sie macht sich sehr große Sorgen um ihre Familie“, so MSV-Pressesprecher Martin Haltermann.

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