Flekken

Mark Flekken trifft mit dem MSV Duisburg auf seinen Ex-Klub

So etwas sieht MSV-Torhüter Mark Flekken nicht gerne: Der Ball ist im Netz.

Foto: Fabian Strauch

So etwas sieht MSV-Torhüter Mark Flekken nicht gerne: Der Ball ist im Netz. Foto: Fabian Strauch

Duisburg.   Mark Flekken trifft auf seinen Ex-Verein Greuther Fürth. Bei den Franken durchlebte der Niederländer die harte Schule eines Ersatztorhüters.

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Zumindest das Nummernschild am Auto ist aus der Zeit bei der SpVgg Greuther Fürth noch geblieben. Mark Flekken, Torwart des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, schmunzelt: „Ich bin noch nicht dazu gekommen, es umzumelden.“ Am Samstag trifft Flekken mit den Zebras auf seinen Ex-Klub, bei dem er von 2013 bis 2016 unter Vertrag stand und bei dem er auf drei Zweitliga-Einsätze kam.

Das Kleeblatt stand für Flekken in Franken nicht nur für Glück. Der 24-Jährige spricht von einer sehr schwierigen, aber auch sehr wichtigen Zeit. In Fürth lernte der Niederländer, was es heißt, Ersatztorhüter zu sein. Die harte Arbeit auf dem Trainingsplatz, das ewige Spiel mit der Geduld, die Ungewissheit, wann er die Chance erhält, auf dem Platz sein Können unter Beweis zu stellen. Hinzu kam die bittere Erfahrung, verletzungsbedingt lange aus dem Geschäft zu sein. In Fürth erlitt Flekken einen Kreuzbandriss. „Ich bin da sehr schnell erwachsen geworden“, sagt der Keeper rückblickend.

Lob für Daniel Zeaiter

Am Samstag trifft Flekken als gestandener Profi auf seinen früheren Verein. Beim MSV ist er als Stammtorwart etabliert, auch in der Liga ist er schon eine feste Größe. In der Notenrangliste des Fachblatts Kicker belegt Flekken derzeit Rang vier. In der Tabelle, die die Spiele ohne Gegentreffer berücksichtigt, liegt der Duisburger mit fünf Partien auf dem zweiten Platz. „Mark Flekken beeindruckt mit seiner Körpersprache und mit seinem Selbstbewusstsein“, lobt Trainer Ilia Gruev seinen Schlussmann.

Sein Einsatz am Samstag ist mittlerweile ungefährdet. Der „Brummschädel“, den er sich am vergangenen Samstag in Regensburg beim Knall gegen den Torpfosten zugezogen hatte, ist Geschichte. Flekken ist fit.

Über Daniel Zeaiter, der ihn nach der Pause vertrat, verliert Flekken nur lobende Worte. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie es ist, wenn ein Ersatztorwart unverhofft zu seinem Debüt kommt. Er selbst profitierte 2015 von einer Verletzung des Fürther Stammkeepers Wolfgang Hesl, der beim Aufwärmen das Handtuch werfen musste. „Daniel hat ein starkes Spiel gezeigt. Er hat viele richtige Entscheidungen getroffen. Er kann stolz auf sein Debüt sein“, sah sich Flekken in Regensburg gut vertreten.

Stolz ist Mark Flekken auch auf sich selbst. Das Geduldsspiel aus Fürther Zeiten zahlte sich für ihn aus. Die Eltern René und Anni sind nach wie vor die größten Fans und die wichtigsten Kritiker. Sie verfolgen die Karriere ihres Sohnes seit vielen Jahren. „Mein Vater kennt das Fußball-Geschäft als Spieler und Trainer. Wir analysieren öfter die Spiele“, so Mark Flekken, der sich auch mit seinem jüngeren Bruder Roy (21) austauschen kann. Auch er ist Torhüter, hat sich allerdings für das Studium und gegen die Profikarriere entschieden. Er spielt derzeit für den Mittelrhein-Landesligisten FC Inde Hahn.

Thomas Gill kommt zu Besuch

Mit Sentimentalitäten will sich Mark Flekken beim Wiedersehen mit seinem früheren Verein nicht aufhalten. Für den MSV-Keeper zählen am Samstag nur die drei Punkte. „Wenn wir die 20-Punkte-Marke knacken, ist die Hinrunde für uns erfolgreich gelaufen“, sagt Flekken. Bislang haben die Zebras 19 Zähler und sind vor dem Rückrundenstart gegen Dresden noch zweimal am Ball.

Am Samstag wird Mark Flekken einen seiner Vorgänger im MSV-Tor kennenlernen. Thomas Gill hat sich angesagt. Der Norweger war von 1996 bis 1998 Zebra-Keeper und ging im legendären Pokalhalbfinale bei Eintracht Trier als entscheidender Torschütze im Elfmeterschießen in die MSV-Historie ein.

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