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Gartner und Tashchy erhalten beim MSV Duisburg grünes Licht

„Mach’ dir keinen Vorwurf. Du machst wirklich alles.“ MSV-Trainer Torsten Lieberknecht reflektiert seine Arbeit bei den Zebras jeden Tag.

„Mach’ dir keinen Vorwurf. Du machst wirklich alles.“ MSV-Trainer Torsten Lieberknecht reflektiert seine Arbeit bei den Zebras jeden Tag.

Foto: dpa/Roland Weihrauch

Duisburg.   Die ehemals Langzeitverletzten stehen dem MSV Duisburg im Abstiegskampf wieder zur Verfügung. Dafür hat sich nun Stürmer John Verhoek verletzt.

Zwischendurch hilft immer wieder die Musik. In allen Lebenslagen. Am vergangenen Sonntag nutzte Musik-Freak Torsten Lieberknecht dieses Ventil, um die Plagen des Abstiegskampfes für einen Abend auszublenden. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg fuhr spontan nach Bochum zum Auftritt der Tedeschi Trucks Band.

Komplett abschalten konnte der 45-Jährige bei der amerikanischen Blues-Rock-Band jedoch nicht. „Neben mir saß ein MSV-Fan. Da war ich bei den ersten drei Songs erst einmal beschäftigt“, lacht Lieberknecht. Spätestens zu Hause holte den Coach der Fußball wieder ein. Die Arbeit ist allgegenwärtig. Lieberknecht: „Für mich ist wichtig: Kannst du in den Spiegel schauen? Ich schaue morgens und abends in den Spiegel und sage mir: Mach’ dir keinen Vorwurf. Du machst wirklich alles.“

Vor dem „Endspiel“ gegen den SV Sandhausen am Samstag (13 Uhr) beschäftigen den Fußball-Lehrer auch wieder personelle Dinge. Der Coach muss einen weiteren personellen Rückschlag verkraften. Bei einem spontanen Testkick an der Westender Straße am Dienstag gegen die eigene U 19 – die Profis siegten 3:2 – verletzte sich Stürmer John Verhoek. Der Niederländer erhielt schon nach drei Minuten einen Schlag gegen den Knöchel und musste das Feld verlassen. Einen Bruch konnten die Mediziner mittlerweile ausschließen. Ob es für die Partie am Samstag reicht, ist aber noch offen.

Bomheuer ist wieder eine Option

Der MSV nutzte den Test, um den Langzeitverletzten Borys Tashchy (Sehnenriss) und Christian Gartner (Kreuzbandriss) sowie Dustin Bomheuer Spielpraxis zu geben und zu prüfen, wie weit die Rekonvaleszenten bereits sind. Die Erkenntnisse waren positiv. Für Dustin Bomheuer, der mit muskulären Problemen mehrere Wochen außer Gefecht war, könnte es eventuell für Samstag bereits reichen.

Gartner und Tashchy erhielten von den Ärzten grünes Licht, ab sofort mit voller Belastung der Arbeit nachgehen zu können. Für das Spiel gegen Sandhausen sind sie aber noch kein Thema. Vincent Gembalies, der sich einen grippalen Infekt eingefangen hatte, steigt am Donnerstag wieder ins Training ein. Hier wird sich kurzfristig entscheiden, ob der Youngster dem Kader angehört. Lukas Fröde (Muskelfaserriss) fällt aus.

Torsten Lieberknecht weiß, wie viel von der Partie gegen den SV Sandhausen abhängt und gibt sich dabei keinen Illusionen hin: „Das Spiel muss gewonnen werden. Fertig!“

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