MSV Duisburg

Fan-Rückkehr: MSV-Trainer Lieberknecht hat gemischte Gefühle

Lieberknechts Blick nach oben: Am Wochenende werden wieder Fans auf der Tribüne der MSV-Arena sitzen.

Lieberknechts Blick nach oben: Am Wochenende werden wieder Fans auf der Tribüne der MSV-Arena sitzen.

Foto: DPA

Duisburg  Am Samstag darf der MSV Duisburg wieder Zuschauer begrüßen. 3200 Tickets sind bislang verkauft. Lieberknecht fehlt etwas entscheidendes.

Was es bedeutet, nach monatelangem Geister-Modus wieder vor Fans zu spielen, wissen die MSV-Profis bereits. Am Wochenende trat der Drittligist bei Hansa Rostock an - vor 7125 Zuschauern. Gebracht hat die Kulisse nur dem Gastgeber. Der MSV kassierte eine verdiente 1:3-Pleite.

Jetzt dürfen sich die Duisburger auch auf eigene Unterstützung einstellen: Am Samstag (14 Uhr) tritt der MSV gegen FSV Zwickau an. 6300 Fans sind für das erste Heimspiel nach der Corona-Pause zugelassen. Bis Mittwochmittag wurden 3200 Karten verkauft, wie der Verein mitteilte.

MSV-Trainer Lieberknecht wird die Kurve vermissen

Die Zuschauer kehren in Duisburg zurück, doch in Torsten Lieberknecht lässt das nicht gleich geballte Freude aus. "Das Herz fehlt. Es ist die Kurve", sagte der MSV-Trainer am Mittwoch auf der Pressekonferenz. Nach einem Beschluss der Länder sind Stehplätze in der sechswöchigen Testphase bis Ende Oktober verboten. Es gelten zudem strenge Hygienevorschriften. An der Vergabe der Tickets gibt es bereits Kritik.

"Ich wünsche mir, dass bald alle wieder ins Stadion dürfen", sagte Lieberknecht. "Wohlwissend, dass es noch sehr lange dauern kann."

Noch keine Überlegungen über Stoppelkamp-Ersatz

Geduld ist gefragt, nicht nur hinsichtlich der Zuschauer-Rückkehr. Am Mittwoch gab der MSV die Diagnose von Moritz Stoppelkamp bekannt. Der MSV-Kapitän hat sich mit dem Epstein-Barr-Virus angesteckt. Der Krankheitsverlauf des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist unterschiedlich, die Rückkehr des offensiven Mittelfeldspielers offen. Am Mittwoch sei der 33-Jährige beim MSV zum Corona-Test erschienen, berichtete Lieberknecht. "Wir haben uns kurz im Trainer-Büro ausgetauscht. Er hat sich gut gefühlt. Aber er hat bestimmt fünf, sechs Kilo an Gewicht verloren."

Über einen möglichen Ersatz für Stoppelkamp habe man sich noch keine Gedanken gemacht, so Lieberknecht. "Wir mussten die Nachricht erstmal verdauen." Das Transferfenster ist noch bis 5. Oktober geöffnet. "Ich glaube eher nicht, dass wir noch tätig werden."

Lieberknecht setzt auf das Kollektiv

Lieberknecht setzt gegen Zwickau auf die mannschaftliche Geschlossenheit - so wie gegen Rostock in der ersten Halbzeit. "Da habe ich eine Mannschaft gesehen, sich sich als Kollektiv aus dem anfänglichen Druck rausgezogen hat."

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