Ralf Keidel

Ex-MSV-Spieler Ralf Keidel ist für die Sicherheit zuständig

Ex-MSV-Spieler Ralf Keidel in seiner neuen Rolle: Er kümmert sich um alles, was im Vereinsgelände des FC Ingolstadt anfällt.

Ex-MSV-Spieler Ralf Keidel in seiner neuen Rolle: Er kümmert sich um alles, was im Vereinsgelände des FC Ingolstadt anfällt.

Foto: FC Ingolstadt

Ingolstadt  Als Profi beim MSV Duisburg stand Ralf Keidel stets unter Strom. Nun sorgt er dafür, dass beim FC Ingolstadt keine Sicherung durchbrennt.

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Der Abstiegskrimi zwischen den Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg und FC Ingolstadt wird für Ralf Keidel ein Wiedersehen mit der Vergangenheit. Bei beiden Vereinen wurde er durch Kampfgeist zum Publikumsliebling. Aufgrund seiner vielen gelben Karten hatte der Mittelfeldspieler einen Stammplatz in den Notizbüchern der Schiedsrichter. Ein Kampfspiel erwartet er auch am Sonntag (13.30 Uhr, Audi-Sportpark).

Während der Partie wird der gebürtige Würzburger jedoch immer ein Auge auf den Stadioninnenraum werfen. Der 41-Jährige arbeitet als Facility-Manager bei der Stadionbetreiber GmbH des FCI. Was das bedeutet, erklärt er gegenüber der Redaktion so: „Ich kümmere mich in den Gebäuden des Vereins um alle Dinge, die in einem Stadion anfallen, und bin immer da, wenn es Probleme mit den technischen Anlagen gibt.“

Karriereende im Sommer 2013

Egal, ob die Heizung defekt ist oder die Rohrleitungen nicht funktionieren – Ralf Keidel entscheidet mit seinen Kollegen, was zu tun ist. Hin und wieder muss er einen Feueralarm zurücksetzen. Obgleich es am Sonntag zumindest in beiden Strafräumen brennen dürfte, kann er zumindest in dieser Hinsicht entspannt das Duell seiner Ex-Vereine verfolgen. Keidel erklärt:„An Spieltagen würde im Falle eines Alarms die Feuerwehr sofort zur Stelle sein.“

Keidel setzte schon als Jugendlicher nie allein auf die Karte Fußball, sondern fuhr immer zweigleisig und absolvierte eine Ausbildung zum Metallbauer, Bau- und Kunstschlosser. So schließt sich der Kreis. Nachdem er im Sommer 2013 seine Karriere beendet hatte und als Assistenzcoach des Ingolstädter U23-Teams das Trainergeschäft kennenlernen durfte, fühlt er sich nun in neuer Rolle wohler: „Ich musste Spieler wegschicken, die mir ans Herz gewachsen waren. Das fiel mir sehr schwer.“

FCI feuert Sportdirektor

Das Profigeschäft sei noch schnelllebiger. „Da ist man ja nur noch eine Nummer“, so Keidel. Natürlich wird er immer noch „viel zu oft“ nach seiner Meinung gefragt – wie auch vor der Trennung von Sportdirektor Angelo Vier am Dienstag. Eine Rückkehr als sportlich Verantwortlicher ist für ihn jedoch aktuell kein Thema: „Wenn du eine Mannschaft trainierst, dann musst du immer damit rechnen, dass der Verein dich entlässt.“

Der Familienvater mag sowohl auf dem Platz als auch im Leben Ordnung und möchte nicht ständig umziehen. In der Donauregion hat er ein Haus gebaut. Momentan macht ihm aber vor allem die fehlende Struktur in der FCI-Abwehr Sorgen: „Wir legen uns die Dinger immer selbst rein. Das ist mittlerweile auch ein Kopfproblem.“

Er sieht sogar den MSV Duisburg leicht im Vorteil gegenüber dem FCI und denkt dabei an einen ehemaligen Mitspieler: „Mein alter Kumpel Ilia Gruev hat eine intakte Mannschaft hinterlassen. Jeder kämpft für jeden. In den bisherigen Spielen war viel Pech dabei.“

Man merkt: Trotz der Tabellensituation hat er noch ein Herz für die Zebras. „Ich freue mich immer, wenn der MSV gewinnt – außer am Sonntag.“

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