Ex-Duisburger

Ex-MSV-Profi Kastrati irritiert mit homophober Beleidigung

Flamur Kastrati 2012 im Trainingslager beim MSV Duisburg.

Flamur Kastrati 2012 im Trainingslager beim MSV Duisburg.

Foto: Reichwein/FFS

Köln.  Flamur Kastrati, Ex-Profi des MSV Duisburg, beleidigte in Norwegen erst einen Trainer homophob und lieferte dann eine kuriose Entschuldigung.

Erst eine schwere homophobe Beleidigung - und dann eine fadenscheinige Entschuldigung: Der frühere Zweitliga-Profi Flamur Kastrati (Osnabrück, Duisburg, Aue) hat sich massiv daneben benommen.

24 Mal für den MSV Duisburg im Einsatz

„Halt“s Maul und setz' dich hin, du verdammte Schwuchtel!„, rief der 28 Jahre alte Stürmer vom norwegischen Erstligisten Kristiansund BK in Richtung Trainer Dag-Eilev Fagermo von Valerenga IF. Und das ist noch die nette Übersetzung der Entgleisung.

Auf Nachfrage im Eurosport-Interview nach dem Spiel (1:1), ob er das wirklich gesagt habe, wiederholte Kastrati, der zwischen 2011 und 2013 24 Spiele für den MSV Duisburg in der 2. Liga und im DFB-Pokal gemacht und einmal getroffen hatte, seinen Ausfall. „Er hat eine große Klappe, da musst du es aushalten, dass du mal was zurückkriegst“, sagte er und ergänzte: „Er ist derjenige in Norwegen, der am meisten Sch... über andere erzählt. Da muss er es abkönnen, Sch... zurückzubekommen.“

Kuriose Entschuldigung

Am Montag versuchte Kastrati den Schaden zu korrigieren. Er habe die genaue Bedeutung des Wortes nicht gekannt, behauptete der in Oslo geborene Nationalspieler Kosovos in der Zeitung Verdens Gang. Doch ihm ist klar: „Wahrscheinlich hält das ganz Norwegen für die schlechteste Entschuldigung eines Fußballers aller Zeiten.“

Schiedsrichter Tom Harald Hagen hat von dem Vorfall nichts mitbekommen, der norwegische Verband (NFF) kündigte eine Untersuchung an. Fagermo reagierte übrigens mit einem lockeren Spruch: „Hast du dieses Jahr schon getroffen?“ Hintergrund: Kastrati ist seit August 2019 ohne Tor. (sid)

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