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MSV Duisburg

Etat des MSV Duisburg knapp unter dem Vorjahresniveau

Planungssicherheit beim MSV Duisburg: MSV-Präsident Ingo Wald (links) stellte Sportdirektor Ivica Grlic einen Etat knapp unter Vorjahresniveau zur Verfügung.

Foto: Thomas Thienel /Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de / imago images/Eibner

Duisburg.  Beim MSV Duisburg gibt es nun Planungssicherheit. Präsident Ingo Wald rechnet mit dem Abschied von Mittelfeldspieler Yassin Ben Balla.

Der Frust über den verpassten Zweitliga-Aufstieg ist bei den Verantwortlichen des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg zwar noch nicht gänzlich verflogen, doch der Fokus liegt nun auf der neuen Saison. Der MSV will erneut angreifen. Mittlerweile kann Sportdirektor Ivica Grlic mit einem konkreten Zahlenwerk planen. Der Etat steht.

MSV-Präsident Ingo Wald spricht von einem Kraftakt und von einem Vertrauensbeweis der Partner des Vereins. „Es ist uns gelungen, einen Etat aufzustellen, der nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegt“, erklärt der 62-Jährige. 4,5 Millionen Euro betrug in der vergangenen Saison das Budget für die Mannschaft. Nun ist es etwas weniger. Es hätte aber schlimmer kommen können.

Mit diesem Etat gehört der MSV nicht zur Spitzengruppe der Liga. Aber das war im vergangenen Jahr auch schon so. Trotzdem führten die Zebras 20 Spieltage lang die Liga an. Nicht nur Geld schießt Tore.

Duisburg als Sprungbrett für Ben Balla

Einen Transferabschluss gibt es bislang noch nicht, selbst die Gerüchteküche brutzelt auf minimaler Flamme. Am Profil der potenziellen Neuzugänge hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison wenig geändert. Trainer Torsten Lieberknecht vertritt seit jeher die Philosophie, dass neue Spieler den arrivierten Kickern Druck machen sollen. Sportdirektor Ivica Grlic hofft auf ähnlich erfolgreiche Verpflichtungen wie bei Arne Sicker, Joshua Bitter oder Yassin Ben Balla, die zuvor in der Regionalliga unterwegs waren und dann beim MSV den Sprung zum Leistungsträger schafften.

Grlic muss dabei auch einen „neuen Ben Balla“ suchen. Ingo Wald hat kaum noch Hoffnung, dass der Franzose seinen Vertrag bei den Zebras verlängern wird. Nur im Falle des Aufstiegs wäre der 24-Jährige, der 2019 von Rot-Weiß Oberhausen kam, weiter an den MSV gebunden gewesen. Nun hat er die Chance, höherklassig zu kicken. Unter anderem ist Hannover 96 als neuer Arbeitgeber im Gespräch. „Yassin hätte nur zu gerne mit uns in der 2. Liga gespielt“, bekräftigt Wald und zeigt Verständnis für den Mittelfeldspieler: „Ich kann ihm keinen Vorwurf machen, wenn er jetzt die Chance ergreift und eine neue Herausforderung angeht. Mit 24 hat er das perfekte Alter für diesen Schritt.“

Die freie Planstelle im defensiven Mittelfeld gehört damit zu den größten Baustellen des Sportdirektors. Yassin Ben Balla, der 33 Liga-Einsätze verbuchte, verkörperte auf dieser wichtigen Mittelfeldposition das Herzstück im Spielsystem.

Ingo Wald glaubt, dass die Aufstiegsplätze noch härter umkämpft sein werden als in der vergangenen Spielzeit. Von der „letzten Patrone“ will der MSV-Chef nicht sprechen, seine bekannte Aussage vom „Tod auf Raten in der 3. Liga “ relativiert er mittlerweile. Wald: „Das Problem ist aber, dass je länger wir in der 3. Liga spielen, der Weg nach oben immer schwieriger werden würde, weil wir den Etat Jahr für Jahr anpassen müssten.“

Aktuell keine Kurzarbeit beim MSV Duisburg

Ingo Wald hofft, dass mittelfristig die Zuschauer zumindest in reduziertem Rahmen in die Stadien zurückkehren können. Geschäftsführer Michael Klatt hatte zuletzt eine Arena-Auslastung von bis zu 30 Prozent für denkbar erachtet. „Geisterspiele sind allein schon wegen der Atmosphäre nicht mein Fall. Aber uns schmerzen die fehlenden Zuschauer-Einnahmen“, betont Ingo Wald.

Die Saisonvorbereitung, die am 1. August beginnt, wird aber weiterhin im Zeichen von Corona stehen: regelmäßige Tests, private Quarantäne, keine Zuschauer bei den Testspielen.

Zumindest für die Angestellten des MSV Duisburg ist wieder ein wenig Normalität eingekehrt. Sowohl die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle als auch Mannschaft und Trainer sind derzeit nicht von Kurzarbeit betroffen.

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