Abstiegskampf

Beim MSV Duisburg ist nun Durchschlagskraft gefragt

Die MSV-Fans honorierten am Freitag am Millerntor die Leistung der Zebras.

Die MSV-Fans honorierten am Freitag am Millerntor die Leistung der Zebras.

Foto: via www.imago-images.de

Duisburg.   Mit dem 0:0 auf St. Pauli können die Duisburger leben. Im Kellerduell mit Ingolstadt am Samstag wird eine gute Defensivarbeit aber nicht reichen.

Den Sonntag verbrachten die Zweitliga-Fußballer des MSV Duisburg in der Zuschauerrolle. Sie sahen am Fernseher einen 2:1-Auswärtssieg des SV Sandhausen im Kellerduell beim Schlusslicht FC Ingolstadt. Durch dieses Resultat rutschten die Zebras nicht auf den letzten Platz ab, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt – bei einem Spiel weniger – nun vier Punkte.

Somit ergibt sich für das nächste Kellerduell in der Duisburger Arena mit den Ingolstädtern folgende Ausgangsposition: Mit einem Sieg können die Zebras die Oberbayern bis auf weiteres abschütteln, zudem brauchen die Meidericher die drei Punkte, um im Rennen um Platz 15 nicht den Anschluss zu verlieren. Konkurrent Magdeburg, der aktuell den Relegationsplatz belegt, muss beim Hamburger SV antreten. Da darf der Aufsteiger aus Duisburger Sicht gerne leer ausgehen.

Abwehr stabilisierte sich

Klar ist: Ein Remis, das die Zebras von ihrem Besuch auf St. Pauli am Freitagabend als wichtigen Punktgewinn mitbrachten, wird am kommenden Samstag nicht reichen, um im Abstiegskampf Schritt zu halten. „Ich kann mit dem 0:0 leben. Es ist wichtig, dass wir kontinuierlich punkten“, gab Sportdirektor Ivica Grlic am Millerntor zu Protokoll. Der Sportchef verweist auf die kleine Serie von vier Spielen ohne Niederlage. Hinzu kommt, dass sich die Abwehr merklich stabilisiert hat – obwohl die personelle Lage in der Innenverteidigung seit Wochen angespannt ist.

Genau hier drückt auch im Hinblick auf die Partie gegen den FC Ingolstadt der Schuh. Kapitän Gerrit Nauber kassierte in Hamburg nach einem Tackling gegen Waldemar Sobota die gelbe Karte. „Dieses Foul musste ich ziehen“, so Nauber, der nachschob: „Es war aber mein erstes größeres Foulspiel. Ich weiß nicht, ob der Schiedsrichter da direkt die gelbe Karte ziehen muss.“

Hoffen auf Bomheuer

Für Joseph Baffoe, dem nach seiner langwierigen Sehenverletzung noch einige Körner fehlen, dürfte das nächste Spiel zu früh kommen. Zwar hat Trainer Torsten Lieberknecht mit U-19-Spieler Vincent Gembalies noch einen Mann in der Hinterhand, der unlängst bei seinem 45-minütigen Einsatz in Regensburg seine Feuertaufe bestand, doch der Coach wird darauf setzen, dass Dustin Bomheuer in dieser Trainingswoche weitere Fortschritte machen und zum nächsten Match bereit sein wird. Mit Blick auf das eng getaktete Programm im April hatte der Trainer den 27-Jährigen nicht mit auf den Kiez genommen.

Gegen Ingolstadt wird nicht nur die Abwehr sicher stehen müssen, in der Offensive muss das Team deutlich zulegen. Mit der Aufstellung inklusive zwei Sechsern (Tim Albutat und Lukas Fröde) hatte Lieberknecht auf St. Pauli signalisiert, dass er den Schwerpunkt auf eine kompakte Defensivarbeit legte. Nach vorne ging hingegen kaum etwas.. Im Mittelfeld agierten die Zebras gefällig, oft scheiterte es jedoch am Spielwitz und am letzten Pass. Torwart Felix Wiedwald, einmal mehr ein starker Rückhalt, und Gerrit Nauber nahmen ihre Vorderleute in die Pflicht. Beide forderten nach der Partie mehr Effektivität im Angriffsspiel.

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