Kritik

Gräfe pfeift den HSV: Ex-Schiris üben scharfe Kritik für Ansetzung

Schiedsrichter Manuel Gräfe hat schon 221 Bundesliga-Spiele gepfiffen.

Foto: firo

Schiedsrichter Manuel Gräfe hat schon 221 Bundesliga-Spiele gepfiffen. Foto: firo

Hamburg.  Schiedsrichter Manuel Gräfe pfeift am Samstag den HSV gegen Wolfsburg. Für diese Ansetzung gibt es scharfe Kritik. Denn Gräfe und der HSV haben eine Vorgeschichte.

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Nach Markus Merk hat auch Bernd Heynemann den Deutschen Fußball-Bund (DFB) scharf für die Entscheidung kritisiert, ausgerechnet Manuel Gräfe als Spielleiter des Bundesliga-Abstiegsduells zwischen dem HSV und dem VfL Wolfsburg am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) zu nominieren. Das sei "unglücklich", da Gräfe angesichts der Bedeutung des Spiels enorm unter Druck geraten könne, sagte der frühere Fifa-Schiedsrichter dem Sender Sport1. "Man kann nur hoffen, dass nichts passiert. Wenn in einer entscheidenden Szene etwas passieren sollte, hat der DFB ein Problem", sagte Heynemann (63), der bei der EM 1996 und der WM 1998 im Einsatz war.

Zuvor hatte auch Markus Merk sein Unverständnis geäußert. "Hätte man mich gefragt, welcher Schiedsrichter für dieses Spiel nicht in Frage kommt, wäre ich auf genau einen Namen gekommen", sagte der ehemalige Fifa-Referee Merk (55) der "Hamburger Morgenpost". Und meinte Gräfe.

Umstrittener Pfiff in der Relegation

Der Berliner hatte vor zwei Jahren im zweiten Relegationsspiel des HSV beim Karlsruher SC in der Nachspielzeit einen umstrittenen Freistoß für die Hamburger gegeben, den Marcelo Díaz zum 1:1 nutzte. Nach dem Hinspiel-1:1 ging es dadurch doch noch in die Verlängerung, in der Nicolai Müller den HSV mit dem 2:1 zum Klassenverbleib schoss.

Gräfes Freistoßentscheidung wird seitdem kontrovers diskutiert, oft heißt es "kann, aber muss man nicht gegeben". Bei jeder Ansetzung von Fifa-Referee Gräfe für ein HSV-Spiel kocht dieses Thema wieder hoch.

"Das Wichtigste ist immer, dass der Schiedsrichter nicht im Fokus steht, sondern das Spiel! Das ist hier, bei aller unbestrittenen Kompetenz von Manuel Gräfe, nicht möglich", monierte Merk.

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