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Warum Gladbachs Eberl die Bobadilla-Klausel akzeptierte

Muss am Samstag zuschauen: Gladbach-Zugang Raul Bobadilla.

Foto: firo / Fromme

Muss am Samstag zuschauen: Gladbach-Zugang Raul Bobadilla. Foto: firo / Fromme

Mönchengladbach.  Raul Bobadilla kehrte vom FC Augsburg zu Borussia Mönchengladbach zurück. Im direkten Duell beider Teams am Samstag sitzt er aber auf der Tribüne.

Im Profifußball gibt es nicht oft die Regelung, dass ein Gegner per Vertrag in die Aufstellung des Kontrahenten eingreift. Genau dies geschieht am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in der WWK-Arena zu Augsburg. Borussia Mönchengladbach muss auf Raúl Bobadilla verzichten. Der FCA hat beim Transfer vor einer Woche darauf bestanden, dass der 30-jährige Angreifer aus Paraguay bei seiner zügigen Rückkehr in die Fuggerstadt nicht für die Borussia spielen darf.

Eberl von Reuters Klauselwunsch nicht begeistert

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl begeisterte diese von FCA-Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter vereinbarte Vertragsklausel hörbar nicht: “Unsere Alternative wäre gewesen, Raúl erst am kommenden Montag aus Augsburg zu holen, wenn wir nicht darauf eingegangen wären. Wir wollten ihn aber so schnell wie möglich bei unserer Mannschaft dabei haben.” Eberl akzeptierte die Augsburger Klausel, stellte diese aber gleichwohl zur Diskussion: “Entweder will ich einen Spieler abgeben oder nicht. Dann sollte es auch egal sein, ob er eine Woche später gegen meine eigene Mannschaft antritt.”

Trotzdem wird Raúl Bobadilla in Augsburg dabei sein. Zumindest auf der Tribüne will der Rückkehrer, der von 2009 bis 2012 das Gladbacher bereits getragen hat, seine Mannen unterstützen.

Cheftrainer Dieter Hecking könnte gegen den FCA zwei zusätzliche Alternativen für den Kader aufbieten. Fabian Johnson kehrt am Donnerstag nach überstandenen Rückenbeschwerden wieder ins Mannschaftstraining zurück. Der US-Nationalspieler sollte wieder einsatzbereit sein. Gleiches gilt für Timothée Kolodziejczak, der allerdings wegen erneuter muskulärer Probleme im Training wieder kürzertrat. Der 26-jährige Franzose, den die Gladbacher in der Transferperiode bei einem entsprechend günstigen Angebot gern noch loswerden würden, könnte von der Bank die etwas dünn besetzte Abwehr aufpeppen. “Wir sind hinten derzeit mit heißer Nadel gestrickt”, sagt Trainer Hecking,. Gerade Oscar Wendt als linker Außenverteidiger ist konkurrenzlos. Alternativen für den Schweden sind derzeit - Johnson und Kolodziejczak.

Übrigens: Rund 3500 Gladbacher Anhänger werden die Borussia am Samstag nach Augsburg begleiten. Die WWK-Arena mit ihren 30 660 Plätzen ist noch nicht ausverkauft, es gibt Restkarten an der Tageskasse und im Internet zu erwerben.

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