Spielbericht

Gladbach kassiert späten Ausgleich in Augsburg

Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw (hinten) und Oscar Wendt von Mönchengladbach kämpfen um den Ball.

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Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw (hinten) und Oscar Wendt von Mönchengladbach kämpfen um den Ball. Foto: dpa

Augsburg.  Borussia Mönchengladbach hat in Augsburg 2:2 gespielt. Die Gladbacher kassierten den Ausgleich erst kurz vor dem Ende. Der Spielbericht.

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In der WWK-Arena im Augsburger Süden werden die Gäste regelmäßig beschenkt. Vor dem Anpfiff bekommt der gegnerische Kapitän eine Holzmarionette der Augsburger Puppenkiste. Lars Stindl nahm für Borussia Mönchengladbach diesmal den Räuber Hotzenplotz in Empfang. Die Elf vom Niederrhein wollte sich den unverfrorenen Gauner zum Vorbild und drei Punkte einsacken. Das glückte nur bis zur 89. Minute. Dann sicherte der eingewechselte Sergio Córdova den Gastgebern noch das verdiente 2:2 (1:2).

Cheftrainer Dieter Hecking wollte nach dem Derbyerfolg über den 1. FC Köln zumindest einen kleinen Impuls setzen und tauschte auf der rechten Mittelfeldseite: Patrick Herrmann für Ibrahima Traoré. Der Blondschopf schaute nach 32 Spielsekunden so bedröppelt drein wie seine zehn Mitstreiter. Die Augsburger kamen ohne Gladbacher Gegenwehr im eigenen Strafraum zum ersten Saisontreffer: HSV-Österreicher Michael Gregoritsch legte quer zu Alfred Finnbogason. Und der Isländer konnte sich aus 14 Metern Distanz ohne Störeinfluss eines Grünhemds die Ecke zum 1:0 aussuchen.

Gladbach drehte die Partie

Die Borussia legte den Tiefschlaf schnell ab und kam bereits in der siebten Minute zum Ausgleich: Kapitän Stindl legte dem Schweizer Denis Zakaria den Ball mustergültig in den Lauf. Der Ex-Berner steuerte allein auf das Tor von Marwin Hitz zu und ließ dem Schweizer Eidgenossen keine Chance.

Zuvor hatte die Borussia allerdings auch ein wenig Glück. Bei einem Schussversuch von Daniel Baier rettete Jannik Vestergaard im Strafraum mit Ganzkörpereinsatz zur Ecke. Schiedsrichter Sascha Stegemann hätte da auch auf Handelfmeter für die Gastgeber entscheiden können.

Es entwickelte sich eine flotte, offensive, unterhaltsame Partie, an der auch Patrick Herrmann in seinem 200. Bundesliga-Spiel seinen Anteil hatte. Der Blondschopf bereitete Gladbachs 2:1 in der 29. Minute mit einem Scharfschuss vor. Torsteher Hitz ließ nur abklatschen, so dass Außenverteidiger Oscar Wendt per Kopf zu einem Abstaubertor kam. Eingeleitet wurde der Führungstreffer allerdings vom agilen, spielstarken Raffael, der Augsburgs Außenverteidiger Philipp Max mit einer herrlichen Drehung stehen ließ und Herrmann dadurch in Szene setzte.

Ein 3:1 war möglich. Die beste diverser Chancen hatte Thorgan Hazard, dessen Schuss nach einem Solo über die linke Angriffsseite an den rechten Innenpfosten knallte.

Nach der Pause spielt nur noch der FCA

Nach der Pause war dann allerdings vollständig Augsburg-Time. Es spielte nur noch der FCA, der drückend überlegen war, aber in Torsteher Yann Sommer diverse Male den Meister fand. Die Borussia bekam zügig große Räume für Konterversuche. Doch genutzt wurde der Freiraum wenig. Das 2:1 wurde schmeichelhaft, weil Augsburg dem Ausgleich mehrere Male nahe war. Finnbogason, Baier, Schmid forderten Torhüter Sommer heraus, Caiuby und Ex-Borusse Hinteregger verfehlten mit Kopfbällen jeweils ihr Ziel.

10:0 Ecken für die Gastgeber wurden in der Schlussphase gezählt. Fast immer getreten von Blondschopf Philipp Max.

Der Augsburger Aufwand bekam spät den verdienten Lohn. Trainer Manuel Baum jubelte mit den Eingewechselten: Marcel Heller legte für Torschütze Sergio Córdova in der 89. Minute zum 2:2 auf.

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