Stindl

Gladbachs Kapitän Stindl schuftet für sein Comeback

Lars Stindl soll Borussia Mönchengladbach helfen, wieder erfolgreicheren Fußball zu spielen.

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Lars Stindl soll Borussia Mönchengladbach helfen, wieder erfolgreicheren Fußball zu spielen. Foto: Getty Images

Maria Alm  Lars Stindl trainiert nach einem Syndesmosebandriss derzeit noch individuell. Gladbach braucht seinen Kapitän in der neuen Saison.

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Seinen Humor hat Lars Stindl nicht verloren, auch wenn schwere Wochen hinter dem Kapitän von Borussia Mönchengladbach liegen. Doch so lacht der Nationalspieler, als er sich zu den anwesenden Journalisten im Trainingslager am Tegernsee gesellt. Und als er gefragt wird, ob er denn Zucker zu seinem Kaffee möchte, scherzt er: „Keinen Zucker, denn ich bin Sportler.“

Sein Humor soll ihm nun auch dabei helfen, sich zurück zu kämpfen nach einer Verletzung, die ihm einen Traum zerstörte. Kurz vor Ende der Bundesliga-Saison hatte sich Stindl im Spiel gegen Schalke 04 (1:1) einen Syndesmosebandriss zugezogen. Die Weltmeisterschaft in Russland musste er deswegen vor dem Fernseher verfolgen. „Mir wurde eine Riesenchance genommen, bei etwas Besonderem dabei zu sein“, sagt der 29-Jährige. Bei der nächsten WM in Katar wäre er 33. Dass er da noch im DFB-Trikot schwitzt, ist eher unwahrscheinlich. „Ich habe das aber sehr gut verarbeitet.“

Der Blick geht nach vorne. Schließlich steht Stindl vor einer wichtigen Saison. Als Kapitän soll er Gladbach helfen, wieder erfolgreicheren Fußball zu spielen. Gleichzeitig muss er mit starken Leistungen dafür sorgen, dass ihn Bundestrainer Joachim Löw nicht vergisst. Auch deswegen quält er sich durch das Reha-Programm.

Rückkehr im September möglich

Im Trainingslager arbeitet Stindl noch individuell. „Aber alles verläuft nach Plan“, erklärt er. Die nächsten Schritte: Das Lauftraining intensivieren, dann langsam wieder vor den Ball treten, um dann wieder mit der Mannschaft zu trainieren. Wann er wieder in einem Bundesliga-Spiel auf dem Rasen stehen kann, will Gladbachs Nummer 13 aber nicht prognostizieren. „Dann würde ich mir ja nur ein Eigentor schießen.“ Als wahrscheinlich gilt ein Comeback Anfang September.

Die Mannschaft wird seine Hilfe brauchen. Trainer Dieter Hecking versucht ihr gerade, eine offensivere Taktik einzuimpfen. Stindl soll ein Schlüsselspieler sein, der die anderen lenkt und seine Torgefahr mit einbringt.

Und dann soll natürlich die DFB-Karriere noch nicht vorbei sein. Aber: „Es ist nicht abzusehen, wie es weitergeht“, erklärt Stindl. Also erstmal gesund werden.

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