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Gladbachs Hecking löst sich gedanklich von Europa

Trainer Dieter Hecking von Borussia Mönchengladbach

Foto: firo

Trainer Dieter Hecking von Borussia Mönchengladbach Foto: firo

Mönchengladbach.  Bei Borussia Mönchengladbach hat man vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC andere Sorgen, als von Reisen durch Europa im kommenden Jahr zu träumen.

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Wenn Bilanzen in der Fußball-Bundesliga eine ernsthafte Rolle spielen würden, dann könnte Borussia Mönchengladbachs Cheftrainer Dieter Hecking in aller Gelassenheit dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Hertha BSC entgegenblicken. Gegen die Berliner aus dem Stadtteil Charlottenburg weist der gebürtige Westfale seine beste Bundesliga-Bilanz auf. Elf von 17 Spielen gegen Hertha hat Hecking als Trainer gewonnen. Macht eine Siegquote von 65 Prozent.

Dazu sind die Gladbacher seit zehn Jahren gegen Hertha im Borussia-Park ungeschlagen. Beim letzten Sieg, ein 1:0 durch einen Treffer des serbischen Nationalspielers Gojko Kacar (jetzt Augsburg), spielte der jetzige Trainer Pal Dardai noch mit. Mit dem Ungarn ist der sportliche Höhenflug der Herthaner in den vergangenen drei Jahren nebst Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League eng verknüpft. Für Dardai ist die Partie in Gladbach der 112. Einsatz auf der Berliner Bank. Nur der legendäre Helmut “Fiffi” Kronsbein sowie der ehemalige RWE-Trainer Jürgen Röber hielten im Olympiastadion länger aus.

Dieter Hecking bestreitet sein 47. Bundesligaspiel für Gladbach. Noch überwiegen die Siege (18) die Niederlagen (16). Doch der Abwärtstrend in der Rückrunde trübt Heckings bislang gute Bilanz sehr. So sehr, dass eine mögliche vorzeitige Vertragsverlängerung über den 30. Juni 2019 hinaus erst einmal in die Sommerpause verschoben worden ist. Sportdirektor Max Eberl lässt Vorsicht, nachdem ihm die Vertragsverlängerung mit André im September 2016 nur drei Monate später um die Ohren flog. Interne Unstimmigkeiten, Misserfolge und schwache Leistungen führten zum Wechsel von Schubert auf Hecking kurz vor Weihnachten 2016.

"Sollten mal ein Spiel gewinnen"

Die Mannschaft wirkt zwar nicht ganz so neben der Spur wie in den finalen Tagen unter André Schubert. Die faktische Bilanz aus den vergangenen 16 Pflichtspielen ist allerdings fast exakt die gleiche, die zu Schubert Beurlaubung geführt hatte: drei Siege, vier Unentschieden, neun Niederlagen.

Von Europa spricht nach den wenig erbaulichen Leistungen und Ergebnissen der vergangenen Wochen im Borussia-Park kaum noch jemand. Auch Trainer Dieter Hecking nicht. “Wir sollten uns davon etwas lösen und schlicht mal ein Spiel gewinnen”, sagt Hecking mit dem Blick auf nur noch wage Europa-Hoffnungen und eine neue Saison, die nicht mehr allzu weit weg ist.

Immerhin stehen mit Denis Zakaria und László Bénes zwei Alternativen im defensiven Mittelfeld wieder zur Verfügung. Auch Vincenzo Grifo und Außenverteidiger Tony Jantschke haben sich zurückgemeldet.

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