Ginter

Gladbachs Ginter hat schon das Pokalspiel bei RWE im Visier

Matthias Ginter (l.) spielte 45 Minuten für Borussia Mönchengladbach gegen den FC Malaga.

Foto: firo Sportphoto

Matthias Ginter (l.) spielte 45 Minuten für Borussia Mönchengladbach gegen den FC Malaga. Foto: firo Sportphoto

Duisburg.   Gladbachs Zugang Matthias Ginter liefert ein gutes Testdebüt gegen FC Malaga ab. Bis zum Pokalspiel in Essen arbeitet Ginter an der Fitness.

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Matthias Ginter wirkte nach seinen Testspieldebüt für Borussia Mönchengladbach im PCC-Stadion in Duisburg-Homberg so gelassen wie ein britischer Rentner, der in seinem Ohrensessel den Fünf-Uhr-Tee schlürft. „In drei Wochen Urlaub“, versicherte der Innenverteidiger nach dem 2:1 (0:0)-Sieg seiner neuen Borussia über den spanischen Erstliga-Elften FC Malaga, „verlernt man als Profi in der Regel nicht das Fußballspielen.“

Hecking läuft die Zeit davon

Hatte Ginter etwa überhaupt Urlaub? Auf dem Rasen, als neuer Partner des dänischen Nationalspielers Jannik Vestergaard in der Viererabwehrkette, agierte der ehemalige Dortmunder jedenfalls so sicher und fehlerfrei, als hätte er nach dem Confed-Cup-Triumph inkognito seine Freizeit am Borussia-Park verbracht.

Cheftrainer Dieter Hecking war zunächst skeptisch, seinen 17-Millionen-Euro-Mann nach drei Trainingseinheiten ausgerechnet gegen die raubeinige Truppe aus Andalusien aufzustellen. „Aber wir haben schlicht nicht mehr viel Zeit“, erklärte Hecking die 45 Einsatzminuten in der Startelf für Ginter und auch Kapitän Lars Stindl, der ebenfalls erst am Mittwoch ins Mannschaftstraining eingestiegen war. Ein Treffer in Halbzeit eins war Torjäger Stindl wegen angeblichen Foulspiels aberkannt worden. Sonst wäre auch sein Saisoneinstand als nahezu perfekt einzuordnen gewesen.

Ginter und Stindl wirkten gegen Malaga frisch, konzentriert, passsicher, taten den in der Vorbereitung bisher eher mäßig auftretenden Borussen richtig gut.

Gegen Malaga legten die Gladbacher jedenfalls die beste Leistung der Vorbereitung hin. Ein Kopfballaufsetzer von Leihverteidiger Reece Oxford (West Ham United) und ein von Raffael verwandeltes Elfmetergeschenk drehten in den letzten 13 Minuten die Partie. „Bei 10:1 Torchanchen muss man einfach gewinnen“, unterstrich Trainer Hecking. Der hatte seinen Spielern nach der schwachen Partie vor einer Woche in Nürnberg (1:2) noch ein Defizit bei der Einstellung aufgezeigt. Diesem Vorwurf mochten sich die Borussen nicht noch einmal aussetzen. Weltmeister Matthias Ginter und auch der dreimalige Confed-Cup-Torschütze Lars Stindl halfen dabei gegen Malaga eifrig mit. „Die erste Halbzeit hat sich einfach nur gut angefühlt“, bilanzierte Stindl.

Hazard verletzt vom Rasen

Matthias Ginter dachte da schon weiter. „Mein nächstes Ziel ist das DFB-Pokalspiel bei Rot-Weiss Essen, bis dahin gibt es im physischen Bereich noch einige zu arbeiten“, betonte der Neu-Gladbacher. Am 11. August (20.45 Uhr/Sky) wird es an der Hafenstraße beim Regionalligisten erstmals ernst.

Übrigens: Tony Jantschke (muskuläre Probleme) und Christoph Kramer (grippaler Infekt) mussten gegen Malaga passen. Dazu ging Thorgan Hazard zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit vom Feld. Der Belgier klagte über Beschwerden an der Achillessehne.

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