DFB-Pokal

Gladbach-Trainer Hecking lobt Stadionhymne von RWE

Dieter Hecking bereitet sich mit seinen Gladbachern auf das Pokal-Spiel in Essen vor.

Foto: firo

Dieter Hecking bereitet sich mit seinen Gladbachern auf das Pokal-Spiel in Essen vor. Foto: firo

Mönchengladbach.  Vor dem Pokal-Duell gegen Rot-Weiss Essen fordert Gladbach-Trainer Dieter Hecking von seiner Mannschaft Zweikampfhärte und Spieltempo.

Einen DFB-Pokalsieg an der Essener Hafenstraße hat Dieter Hecking schon eingefahren. Im August 2004 glückte dem Westfalen als Cheftrainer von Alemannia Aachen ein 2:0 bei RWE in der ersten Runde. “Die Stadionhymne ist Kult, das hat sich bei mir eingebrannt. Ich bin immer gern im Essener Stadion”, sagt Hecking vor dem Gastspiel mit Borussia Mönchengladbach am Freitag (20.45 Uhr/Sky). Vorausgesetzt, sein Team gewinnt.

Zweifel vor dem Vergleich beim Regionalligisten hat Hecking nicht: “Ich gehe fest davon aus, dass wir weiterkommen. Einstellung, Zweikampfhärte und das Spieltempo müssen allerdings stimmen.” Die Borussia tritt defensiv etwas ausgedünnt an. Die Innenverteidiger Reece Oxford (Probleme im Sprunggelenk) und Mamadou Doucouré (Muskelverletzung im Oberschenkel) fallen ebenso aus wie Rechtsverteidiger Tony Jantschke (muskuläre Probleme). Dazu fehlt der nach einem mehrmaligen Bänderriss im Knie operierte Tobias Strobl.

Gladbacher kennen RWE-Trainer Demandt gut

Trainer Hecking geht allerdings davon, dass Oxford und Jantschke bis zum Bundesliga-Heimauftakt am 20. August (18 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln wieder spielbereit sein werden.

So stellt sich die Viererkette von allein auf. Der Schwede Oscar Wendt und der Schweizer Nico Elvedi bekleiden wie zuletzt beim 1:2 im Test bei Leicester City die Außenpositionen, in der Mitte bilden der Däne Jannik Vestergaard und der für über 17 Millionen Euro aus Dortmund verpflichtete Weltmeister Matthias Ginter ein Gespann, das auch in der gewohnt hitzigen Atmosphäre an der Hafenstraße sattelfest agieren sollte.

Bei RWE sitzt mit Sven Demandt ein Trainer auf der Bank, der die Gladbacher gut kennt. Der 42-jährige Kölner betreute zwei Jahre lang die U19 der Borussia, danach fünf Spielzeiten die U23, bevor er 2015 als Cheftrainer zum Drittligisten SV Wehen Wiesbaden wechselte. Zwei Monate länger in Gladbach geblieben, und es hätte sich nach dem Abschied von Lucien Favre eine Stelle als Bundesliga-Trainer aufgetan. “Sven hat damals bei uns keine Perspektive gesehen. Wir haben dann seinem Wunsch entsprochen, dass er nach Wiesbaden wechseln konnte”, so Sportdirektor Max Eberl, “vielleicht war es wirklich eine verpasste Chance für ihn bei uns. Aber Nachtrauern macht im Fußball keinen Sinn.”

Übrigens: Die Partie in Essen ist ausverkauft. Aus Sicherheitsgründen wurden nur 18 500 der 20 600 Plätze verkauft. Beide bisherigen DFB-Pokaltreffen mit RWE hat Borussia mit 4:0 gewonnen. Im September 1979 trafen Nickel, Lienen, Lausen und Kirschstein (per Eigentor) im Heimspiel, in Essen im Januar 1982 waren Pinkall (2), Matthäus und Bruns erfolgreich.

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