Gladbach

Gladbach-Manager Eberl wettert gegen lange Transferperiode: "Betrug am Zuschauer"

Max Eberl.

Foto: firo

Max Eberl. Foto: firo

Mönchengladbach.  Borussia Mönchengladbach tritt am Samstag gegen den FC Schalke 04 an. Manager Max Eberl schaut bereits auf die Transferperiode im Sommer.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit einer väterlichen Unterstützung tritt Borussia Mönchengladbachs Torjäger Raffael am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei seinem ehemaligen Arbeitgeber FC Schalke 04 an. Papa Caetano (55) ist aus dem nordbrasilianischen Fortaleza angereist, um seinen Sohn in Gelsenkirchen spielen zu sehen.

“Papa wird mir Glück bringen. Ohne ihn wäre ich nie zum Fußballprofi geworden”, sagt der 33-jährige Raffael.

Ein wenig Glück können die Fohlen gut gebrauchen. In den vergangenen vier Pflichtspielen konnte Schalke die Elf vom Niederrhein zwar nicht schlagen. Dennoch ist beim Gedanken an Königsblau der Frust da. Zum einen durch das unglückliche Aus in der Europa League in der vergangenen Saison. Zum anderen durch das 1:1 im Hinspiel, als die Borussia einen Foulelfmeter aberkannt bekam. “Wir haben da noch einige Rechnungen offen”, sagt Trainer Dieter Hecking. Gleichzeitig lobt der Westfale die Arbeit des neuen Schalker Trainers Domenico Tedesco: “Er hat eine robuste und disziplinierte Elf geformt, die nicht aus Zufall Tabellenzweiter ist.”

Gladbach könnte auf Frankfurt aufschließen

Das Ziel, einen internationalen Startplatz zu erreichen, haben die Gladbacher noch nicht abgeschrieben. Der nur noch um drei Punkte und sieben Tore bessere Konkurrent Eintracht Frankfurt scheint mit dem Abgang von Trainer Niko Kovac zu Bayern München zu schwächeln. Die Borussia könnte am Samstag mit einem Erfolg zur Eintracht aufschließen, muss diese doch bei den Meister-Bayern vorspielen.

“Unser Ziel ist es, die Saison für uns noch spannend zu halten”, sagt Trainer Hecking. Das ist mit Blick auf das Restprogramm möglich: Die Fohlen spielen noch gegen Freiburg und in Hamburg, die Frankfurter gegen den HSV und auf Schalke.

Eberl kündigt lange Transferperiode an

Nicht nur wegen der ungeklärten Europa-Situation für Gladbach rechnet Sportdirektor Max Eberl mit einer langen Transferperiode. “Die Preise werden runtergehen, sobald für die Premier League die Transferschranke schließt”, hebt Eberl hervor. Das wird in diesem Jahr schon der 9. August um 18 Uhr deutsche Zeit sein - zwei Tage vor dem Start der Saison 2018/19. Die wertvollste Fußball-Liga der Welt hat sich auf die Fahne geschrieben, künftig nach dem Saisonstart keine Spieler mehr bis zum Winter zu verpflichten.

Zu solch einer Entscheidung konnten sie sich in der Bundesliga bisher nicht durchringen. Gleichwohl würde Sportdirektor Max Eberl dies begrüßen. “Es ist Betrug am Zuschauer, wenn dieser eine Dauerkarte kauft und nach vier Spielen sind womöglich die besten Spieler Ende August weg.”

Etwas personelle Bewegung gibt es bei Borussia jetzt schon. Leih-Verteidiger Reece Oxford (21) kehrt im Sommer nach sieben Pflichtspielen für Gladbach zurück zu West Ham United. Ein zweites Comeback scheint unwahrscheinlich. “Es war im Winter schon schwer genug, Reece noch einmal zu bekommen”, so Eberl.

Der an Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf ausgeliehene Florian Neuhaus (21) kehrt in den Borussia-Park zurück. Der defensive Mittelfeldspieler legte bei Fortuna eine erstaunlich starke Saison mit einer großen Spielpraxis und fünf Toren hin.

Möglicherweise bleibt Angreifer Josip Drmic in Gladbach. Der lange am Knie verletzte Schweizer Nationalspieler galt als Wackelkandidat, wurde aber vor dem Schalke-Spiel von Trainer Hecking gelobt: “Er hat zuletzt eine sehr gute Entwicklung genommen.” Vielleicht ist Drmic ja jener Typ Mittelstürmer-Brecher, den die Gladbacher suchen.

Übrigens: Ex-Nationalspieler Patrick Herrmann hat seinen Bänderriss im Fußgelenk schneller als gedacht auskuriert und das Training aufgenommen. “Ziel ist es, dass ich gegen Freiburg und in Hamburg wieder mitmachen kann”, sagt der Außenbahnspieler. Für Schalke reicht es aber nicht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik