Kommentar

Die zweite Hälfte sollte eine Warnung für Gladbach sein

Enttäuschte Gladbacher nach dem 2:2 in Augsburg.

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Enttäuschte Gladbacher nach dem 2:2 in Augsburg. Foto: dpa

Augsburg.  Gladbach hat zwar einen guten Saisonstart hingelegt. Aber trotzdem sollte man diesen Start nicht mit Lametta schmücken. Ein Kommentar.

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Die Einsicht wurde bei Borussia Mönchengladbach nach dem 2:2 am Samstag in Augsburg großgeschrieben. Das Unentschieden fühlte sich nach dem späten Gegentreffer schließlich wie eine Niederlage an. War aber aufgrund der Spielanteile und einer beherzten Offensivleistung des FCA sicher gerecht.

Und es ist vielleicht auch übertrieben zu schreiben, die schwache zweite Halbzeit der Borussia wäre ein Rückfall in jene Vorstellungen gewesen, die Ex-Trainer André Schubert letztlich im Winter 2016 den Job gekostet haben. Da wussten die Fohlen streckenweise nicht mehr, wie sich den jeweiligen Gegner bespielen (und besiegen) sollten.

Den guten Saisonstart sollte man nicht mit Lametta schmücken

Der überraschend mutlose, zögerliche Auftritt in Augsburg nach der Pause kam dieser Feststellung durchaus nahe. Und sollte auch Warnung genug sein, den guten Saisonstart lieber nicht mit Lametta zu schmücken.

Es ist nicht Gladbacher Stil und Taktik, ein Bundesligaspiel eine komplette Halbzeit lang über die Runden zu schaukeln zu wollen, dem Gegner den Ball zu überlassen, riesige eigene Konterräume nicht auszunutzen. Genau so allerdings versuchten es die Schützlinge von Trainer Dieter Hecking.

Der 52-jährige Westfale wird es in der Analyse leicht haben, seine Schützlinge auf die taktische Fehlleistung hinzuweisen. Die Videokameras dürften das Füllhorn an getroffenen Fehlentscheidungen gerade bei Kontersituationen leicht füttern.

Eberls Ansicht muss auch bei den Spielern ankommen

Auch Sportdirektor Max Eberl sieht die Elf vom Niederrhein trotz aller bisherigen guten Eindrücke noch in der Lernphase. Reift diese Ansicht auch bei den Spielern, wäre der erste Schritt zur Verbesserung bereits eingeleitet. Dann sollte es auch bei nächster Gelegenheit gelingen, einen Gegner wie Augsburg mehr als eine Halbzeit zu dominieren und diesen auf fremdem Rasen zu besiegen. Dann wäre auch das Ziel “Rückkehr nach Europa” für die Gladbacher ein realistisches.

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