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DFB-Pokal: Gladbachs Eberl verzichtet auf Berlin-Shirts

Gladbachs Manager Max Eberl ist gegen Berlin-Shirts. Foto: firo

Gladbachs Manager Max Eberl ist gegen Berlin-Shirts. Foto: firo

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Mönchengladbach.  Zum DFB-Pokal-Halbfinale in Mönchengladbach rückt Frankfurt mit Berlin-Shirts an, die im Siegfalle zum Einsatz kommen sollen. Eberl lehnt das ab.

Die Frankfurter Eintracht reist mit einer gehörigen Portion Mut zum DFB-Pokalhalbfinale in den Borussia-Park zu Mönchengladbach. Im Mannschaftsbus wird nämlich auch ein Koffer mit Final-T-Shirts verstaut sein. Auf der Baumwolle steht vermutlich der bekannte Berlin-Schlachtruf. Um die Textilware aber vorzeigen zu können, müsste am Dienstag (Anstoß: 20.45 Uhr/ live in unserem Ticker) schon ein Sieg beim Bundesliga-Konkurrenten her. Der würde das Startrecht im Pokalfinale im Berliner Olympiastadion am 27. Mai gegen den Mittwochssieger aus Bayern München - Borussia Dortmund garantieren.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hält von vorgefertigten Berlin-Leibchen, die möglicherweise dann in der Mottenkiste landen, überhaupt nichts. Schlechtes Omen! “Das werden wir definitiv nicht machen”, sagt Eberl vor dem Duell mit Frankfurt, das Gladbach erstmals nach 22 Jahren wieder ins Endspiel bringen kann. Damals, 1995, holte die Borussia unter Stefan Effenberg durch einen 3:0-Erfolg über den VfL Wolfsburg ihren letzten Titel.

Hecking: "Solche Spiele werden im Kopf entschieden"

“Halbfinals haben einen besonderen Charakter, weil sie maximal einmal im Jahr steigen”, hebt Gladbachs Cheftrainer Dieter Hecking hervor, der selber schon viermal in einem Semifinale gestanden hat, “solche Spiele werden oft auch im Kopf entschieden, weil der Siegesdruck größer ist als in einem Bundesligaspiel.”

Beide Vergleiche mit Eintracht Frankfurt endeten in dieser Saison 0:0. Das torlose Treffen am Riederwald vor dreieinhalb Wochen ist noch frisch in Erinnerung. Nur ein von Yann Sommer gehaltener Elfmeter bewahrte die Borussia gegen an diesem Samstagabend klar bessere Frankfurter vor einer Niederlage.

Frankfurt fehlt Torjäger Alex Meier, Gladbach Drmic

“Wir werden uns das eine oder andere aus diesem Spiel sicher noch ansehen”, sagt Trainer Hecking. Der betont aber auch, dass sein Kollege Niko Kovac zuletzt gegen Augsburg (3:1) und in Dortmund (1:3) defensiv wieder auf eine Viererkette geschwenkt ist. Rückschlüsse sind daher mit Vorsicht zu ziehen.

Weiterhin fehlt Frankfurts Torjäger Alexander Meier, der aufgrund von Fersenproblemen ausfällt. Bei Gladbach ist die Verletztenliste nunmehr acht Spieler lang. Aufgrund einer bisher nicht näher definierten Knieverletzung gesellt sich der Schweizer Josip Drmic hinzu. Weil mit dem Belgier Thorgan Hazard (Knieprobleme) und dem Brasilianer Raffael (Innenbanddehnung im Knie) zwei weitere potenzielle Offensivstarter ausfallen, bleibt Trainer Hecking vorn nur wenig Personalspielraum. Neben Kapitän Lars Stindl und André Hahn kommen allenfalls noch Patrick Herrmann und Jonas Hofmann für eine Position in der Spitze in Frage. Beide werden aber wohl eher auf ihren angestammten Außenpositionen links und rechts unterwegs sein. Auch dort ist die Konkurrenz sehr übersichtlich. Dritter und einziger Kandidat ist Ibrahima Traoré.

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