Fußball-Bundesliga

Takashi Usami will bei Fortuna Düsseldorf bleiben

Fortuna Düsseldorf will Takashi Usami unbedingt halten.

Foto: nph/Mauelshagen

Fortuna Düsseldorf will Takashi Usami unbedingt halten.

Düsseldorf.   Die Chance, Genki Haraguchi zu halten, ist durch Hannovers Angebot an Hertha gesunken. Kampf um zweiten japanischen Nationalspieler geht weiter.

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Noch sechs Tage – dann beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft. Und obwohl die meisten Fortuna-Spieler sich zumindest die Partien der Gruppenphase noch ganz entspannt am Fernsehschirm oder in einer Strandbar am Urlaubsort anschauen können, ist es auch für den Bundesliga-Aufsteiger ein spannendes Turnier. In Takashi Usami und Genki Haraguchi sind zwei Profis mit der japanischen Nationalmannschaft in Russland am Start, die mit ihren Leistungen maßgeblich zum Aufstieg beigetragen haben.

Bei Haraguchi sind jedoch die Chancen auf eine weitere Saison im Fortuna-Trikot auf ein Minimum gesunken. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat Bundesligist Hannover 96 für den 27-Jährigen die schwindelerregende Summe von fünf Millionen Euro geboten – eine Kategorie, in der die Düsseldorfer bei allem guten Willen, die Leistungsträger der Aufstiegssaison zusammenzuhalten, nicht mehr mitspielen können. Bei Hertha BSC, wo Haraguchi noch bis Juni 2020 unter Vertrag steht, reibt man sich kräftig die Hände, denn bislang wurde der Offensivmann mit einem Marktwert von nicht einmal zwei Millionen geführt. Haraguchis starke Vorstellungen machten das Leihgeschäft für die Berliner also zu einem wirtschaftlichen Volltreffer.

Acht Treffer und drei Vorlagen

Etwas anders sieht die Situation bei Usami aus. Zwar schnitt der 26-Jährige über die Saison rein zahlenmäßig noch besser ab als sein Landsmann (acht Treffer und drei Vorlagen gegenüber einem Tor und fünf Assists bei Haraguchi), doch schlug sich das im Marktwert offenbar nicht ganz so gravierend nieder. Zumindest liegt bis jetzt noch kein millionenschweres Angebot eines anderen Klubs bei Usamis Haupt-Brötchengeber FC Augsburg vor – doch hier kommt die WM ins Spiel. Liefert der Angreifer in Russland ein Top-Turnier ab, könnten sich Klubs für den früheren Münchner und Hoffenheimer interessieren, die ihn bislang überhaupt nicht auf dem Zettel hatten. Darauf setzen die Augsburger, die Usami zwar nach Informationen unserer Redaktion auf jeden Fall weiterhin abgeben, dafür aber den höchstmöglichen Preis herausholen wollen.

FCA spielt auf Zeit

Aus Fortunas Plan, Usamis Festverpflichtung noch vor WM-Beginn über die Bühne zu bekommen, ist deshalb bis jetzt noch nichts geworden. Der FCA spielt auf Zeit: weil Manager Stefan Reuter und seine Mitstreiter sich des Fortuna-Interesses sicher sein und gemütlich auf höhere Angebote warten können. Die Frage ist jedoch, ob Augsburg sich mit diesem Plan nicht verzockt. Zwar hat Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer klar verkündet: „Wir werden versuchen, alle Leihspieler zu halten.“ Bis in alle Ewigkeit warten kann und wird der Verein freilich nicht. Im Falle der Gladbacher Leihgabe Florian Neuhaus war das bereits zu sehen, denn dessen höchst ungewisse Planstelle besetzte Fortuna mit dem bisherigen Bochumer Kevin Stöger.

Noch jedoch stehen die Türen für Usami offen. Der Spieler selbst hat nicht nur bei der Meisterfeier am Rathaus klar dokumentiert, beim Aufsteiger bleiben zu wollen. „Ich liebe Düsseldorf. Und: Bis gleich“, rief „Taka“ den Fans zu. An dieser Haltung hat sich nichts geändert. Gengo Seta, Leiter von Fortuna Japan-Desk und Vertrauter Usamis und Haraguchis, weilt zurzeit in seiner Heimat und steht in ständigem Kontakt zu den beiden asiatischen Profis, wäre über einen eventuellen Sinneswandel also im Bilde. Wenn es nach Usami geht, spielt er auch in der Bundesliga für Fortuna. Fragt sich nur, wie weit Augsburg mit seinem Pokerspiel geht. (jol)

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