2. Fußball-Bundesliga

1:2! Der VfL Bochum bestraft Fortunas Nachlässigkeiten

Genki Haraguchi sitzt enttäuscht auf dem Rasen: Der VfL Bochum gewinnt den Westschlager in Düsseldorf mit 2:1.

Foto: Jonas Güttler

Genki Haraguchi sitzt enttäuscht auf dem Rasen: Der VfL Bochum gewinnt den Westschlager in Düsseldorf mit 2:1. Foto: Jonas Güttler

Düsseldorf.   Auch im Westschlager gegen den VfL Bochum müssen sich die Düsseldorfer geschlagen geben. Nach 0:2-Rückstand verkürzte Rouwen Hennings per Elfer.

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Wenn sich Fortuna Düsseldorf vorgenommen haben sollte, sich nach der Niederlage gegen den Abstiegskandidaten aus Darmstadt besser zu präsentieren, ist dieser Plan – zumindest 45 Minuten lang – böse daneben gegangen. Denn der Auftritt der Rot-Weißen im Westschlager gegen den VfL Bochum war zunächst kaum mit Erstliga-Ambitionen übereinzubringen. Nach der Pause wurde die Fortuna klar besser, verpasste die Chance zur Führung – und kassierte dann zwei Gegentore. Am Ende stand eine 1:2 (0:0)-Niederlage zu Buche.

Die erste Halbzeit ging weitgehend an die Gäste aus Bochum – die dabei nicht einmal eine gute Leistung boten. Gerade in der Phase um die 15. und 20. Minute leisteten sich beide Mannschaften im Mittelfeld derart viele kleine Fehler, die zu Ballverlusten führten, dass kaum ein geregelter Spielaufbau erkennbar war. Auch Benito Raman, einer der großen Leistungsträger in dieser Saison, war auf der rechten Außenbahn weitgehend abgemeldet; seine Geschwindigkeit konnte er gegen die kompakt und eng am Mann stehenden Bochumer so gut wie nie zur Entfaltung bringen. Auch seine Flanken fanden kaum einen Abnehmer.

Raphael Wolf war zur Stelle

Immerhin: Raphael Wolf war zur Stelle, als es nötig wurde. In der zehnten Minute griffen seine Vorderleute nicht wirklich ein, sodass Lukas Hinterseer zu einer Flanke kam – hätte man denken können. Doch der Österreicher wollte Wolf schlitzohrig aus spitzem Winkel überlupfen, aber Wolf machte sich lang und länger und klärte den Ball mit den Fingerspitzen. Neun Minuten später stand Wolf wieder im Zentrum des Geschehens: Robin Bormuth stieß Hinterseer bei einem Zweikampf und prallte dann mit seinem eigenen Keeper zusammen, der kurz behandelt werden musste. So dauerte es tatsächlich eine halbe Stunde, ehe der Spitzenreiter zum ersten Mal gefährlich wurde. Niko Gießelmann brachte den Ball von links in den Strafraum; Jean Zimmer kam zum Abschluss, verzog aber deutlich. Kaan Ayhan blieb stets aufmerksam und klärte auch unter Bedrängnis gut – dabei blieb er kurz angeschlagen liegen, konnte aber weitermachen.

„Die erste Halbzeit war wirklich nicht gut – von beiden Mannschaften“, befand Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel nach der Partie. „Die zweite Hälfte wurde besser, weil beide Teams offensiver spielten.“ Das galt vor allem für die Rot-Weißen – angetrieben von Raman. Und doch fiel die Führung nicht – nicht in der 56. Minute, als Ayhan nach einem Haraguchi-Freistoß die Latte traf, nicht in der 57. Minute, als er nach anschließender Ecke erneut scheiterte, nicht in der 58. Minute, als Jean Zimmer nur das Außennetz traf. Das bestrafte Bochum: In der 71. Minute wurde der eingewechselte Thomas Eisfeld nicht attackiert, sodass dessen Weitschuss zum 0:1 im Tor landete. Vier Minuten später verliert Oliver Fink den Ball, nach einem Pass von Hinterseer überläuft der Ex-Fortune Robbie Kruse Düsseldorfs Robin Bormuth und tunnelt Wolf zum 0:2. „Dieses Tor darf niemals fallen“, urteilte Funkel. Kruse war etwas nachsichtiger mit Bormuth: „Er musste sich drehen und mir hinterherlaufen.“ Nach einem Foul an Haraguchi verkürzte Rouwen Hennings zwar per Elfer (80.), doch die Bemühungen der Hausherren blieben ohne Erfolg. Eine Eselei leisteten sich Ayhan und Eisfeld: Sie gerieten aneinander, sahen Gelb – gerieten Sekunden später erneut aneinander und sagen Gelb-Rot. Viel unnötiger kann man kaum vom Platz fliegen.

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